Zwölfhundertzwölf

Die Zeiten ändern sich, und wir uns mit ihnen.

Als junges Mädchen hatte ich oft extreme Menstruationsbeschwerden. Bauchkrämpfe, Erbrechen, .. es war unerträglich.
Und (fast) immer erwischte es mich so schlimm am Wochenende oder in den Ferien nach dem Aufwachen. Bis Mittag war der Spuk dann zum Glück meist überstanden. Ich wünsche so etwas wirklich niemandem.
Weder Schmerztabletten, noch eine Wärmflasche, noch sonst etwas halfen. Ich lag zusammengekrümmt und mich vor Schmerzen windend im Bett, konnte an nichts anderes denken, als an diese wahnsinnigen Krämpfe. Und sobald ich etwas zu mir nehmen wollte – selbst wenn es nur ein Schluck lauwarmes Wasser war – entleerte sich mein Magen (oft genug auch ohne etwas zu mir genommen zu haben).
Daraus habe ich gelernt, dass es einem – solange man noch jammern kann – gar nicht so sehr schlecht gehen kann.

Im Laufe der Jahre schwächte es sich etwas ab, aber so ganz sicher konnte ich nie sein, dass die Beschwerden nicht doch wieder voll zuschlagen würden.
Irgendwann jedoch stellte ich fest, dass ich schon länger keine ernstzunehmenden Menstruationsbeschwerden mehr gehabt hatte.
Das war um die Zeit, als ich sexuell aktiver geworden war.
Natürlich kann dies nur eine zufällige Koinzidenz gewesen sein. Ich vermute aber durchaus eine gewisse Kausalität. Sex hat mir geholfen zu entspannen, und hat mir ein viel besseres Körpergefühl vermittelt, so dass ich endlich im Einklang mit meinem Körper war.
Seitdem spürte ich zwar noch gelegentlich ein Bauchziehen, aber nicht mehr so schlimm, dass es meinen Alltag beeinträchtigt.

Aber nichts hält ewig.
Ich habe in den letzten Jahren (?) und Monaten eine Tendenz festgestellt, die wieder einen Rückschritt darstellt. Erst erschien mir dies noch zufällig, und ich sah keinen Zusammenhang mit der Anwesenheit von Tante Irma. Aber inzwischen bestätigen meine Beobachtungen da eine Synchronizität, und es verstärkt sich wohl auch.
Und zwar bekomme ich während dieser Zeit sehr leicht einen Brechreiz. Ich muss nur etwas sehen oder riechen, das ich als eklig empfinde.
Nerviger ist, dass das Würgen sogar vom Zähneputzen ausgelöst wird. Ich kann dann früh kaum noch meine Zähne putzen, und abends nur verkürzt, weil alleine die Bewegung der Zahnbürste genügt, damit mir schlecht wird, und ich würgen muss.
Wenn ich dann gleich abbreche, gibt es sich wieder schnell. Trotzdem ist es ärgerlich, weil es mich beeinträchtigt.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Zwölfhundertzwölf

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Das ist ja doof.
    Hängt das mit dem Hormonpegel zusammen ?

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  2. aliasnimue schreibt:

    Die Mischung aus Novalgintropfen und Cognac war das einzige, was früher ein wenig geholfen hat. Das ganze ging 2 Tage jeden Monat so. Auch ohne diese wahnsinnigen Schmerzen hätte ich nicht aufstehen können, weil der Blutverlust so extrem groß war.
    Der kam später, mit Ende 30, nochmal wieder, alle 2 Wochen, erst mit einem Nuvaring verschwand das Problem völlig.
    Probier einfach mal Cocculus indicus C9 aus (3 Mal täglich 5 Globuli, wenn Du Deine Periode hast, gegen Übelkeit).
    Du brauchst auch nicht dran zu glauben oder es jemanden zu erzählen. 😉

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  3. Danny schreibt:

    Es gibt diese Theorie, dass Regelschmerzen eine Art Anreiz für Frauen sein soll schwanger zu werden.
    Also wenn der Mann unfruchtbar ist, bekommt die Frau ihre Tage und wird zickig, was nach mehrfacher Iteration dann zur Beziehungsbeendigung wegen dem damit verbundenem Streit führt, so dass sich die Frau dann einen neuen Mann sucht, der sie vermutlich besser schwängern kann.

    Warum hab ich hier eigentlich dieses lila Monster als Bild?
    Schrecklich!

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    • Interessanter Ansatz. Da könnte was dran sein.
      In der Tat habe ich mir früher unter Krämpfen manchmal vorgestellt, wie so ein dicker Bauch sich anfühlen würde, und dass der Druck bestimmt Linderung gäbe.

      Der Gravatar wird aus meines Wissens aus deiner Mail-Adresse generiert.

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  4. Danny schreibt:

    (Das würd auch erklären warum Sex geholfen hat, weil du damit quasi „auf dem richtigem Weg“ warst. Vllt reduziert sich das sogar mit der Anzahl verschiedener Sex-Partner die man gleichzeitig hat. ;o )

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  5. ednong schreibt:

    Oh man, Würgereiz beim Zähneputzen. Stell ich mir sehr ungemütlich vor. Und was bin ich froh, dass ich davon als Mann verschont bleibe – also zumindest direkt. Dafür hat Mann dann andere Zipperlein.

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  6. Danny schreibt:

    „Nerviger ist, dass das Würgen sogar vom Zähneputzen ausgelöst wird. Ich kann dann früh kaum noch meine Zähne putzen, und abends nur verkürzt, weil alleine die Bewegung der Zahnbürste genügt, damit mir schlecht wird, und ich würgen muss.“

    Hm, dann geht vermutlich auch kein Oralsex am frühen morgen?

    Dein armer Mann ;o

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