Elfhundertzweiundneunzig

Gelegentlich bekomme ich Mails von potentiellen Kunden, die sich für meine Produkte interessieren, und überlegen, ob sie so eine Software erwerben sollen.
Sie fragen dann sehr allgemein, ob meine Software die gewünschte Anforderungen erfüllt, und was sie kostet.
Das steht aber alles auf meiner Website, und teilweise gibt es auch Demos und Testversionen, die frei herunterladbar sind. Es kann also jeder ausprobieren, ob meine Software für den gewünschten Einsatzzweck geeignet ist.
Die Preise variieren. Aber auch das steht ausführlichst aufgeschlüsselt und erklärt auf meiner Website.

Was antwortet man also auf so eine Mail? Entweder Romane, die im Prinzip nur das wiederholen, was eh auf der Website steht, oder man verweist direkt darauf, was aber irgendwie unhöflich und wenig kundenorientiert erscheint.

Wenn es konkrete Fragen gibt, deren Beantwortung sich nicht so eindeutig aus dem Inhalt der Website ergibt, gebe ich mir meist schon Mühe, diese hilfreich zu beantworten (auch wenn das manchmal schon sehr in Richtung zahlungpflichtigem Support geht).
Aber bei so ganz allgemein-schwammigen Fragen reut mich die Zeit, sie ausführlich zu beantworten.
Das ist so ähnlich wie mit Bestandskunden, die, statt einfach das f..aszinierende Manual zu lesen, mich mit Fragen löchern, die ich bereits detailliert in der mitgelieferten Dokumentation beantwortet habe.

Von vielen potentiellen Kunden bekomme ich nie wieder etwas zu hören. Für einen Teil mag meine Antwort schlicht nicht zufriedenstellend sein. Ich fürchte jedoch, dass einige meiner Antwortmails im Spamfilter hängenbleiben (insbesondere wenn sie mir keine Mail von ihrem Account aus geschrieben haben, sondern das Kontaktformular auf meiner Website benutzt haben), ohne dass ich das mitkriege.

Dann gibt es auch manchmal Mails, deren Betreff so vage und unspezifisch ist (z.B. „Contact request“), dass ich sie auf den ersten Blick für Spam halte. Denn solche unbestimmten Betreffs sind typisch für Spam (auch wenn ich von einem angeblichen Reseller um eine Preisliste o.ä. meiner Produkte gebeten werde). Wenn sich in den ersten paar Zeilen kein konkreter Bezug zu meiner Tätigkeit oder meinen Produkten herstellen lässt, landet die Mail im Abfall.
Durchaus möglich, dass ich hin und wieder eine ernstgemeinte Anfrage fälschlicherweise weggeworfen habe, aber wer nicht so eindeutig formuliert, dass ich das seriöse Interesse erkennen kann, tja .. mit solchen Kunden hätte es später wohl noch andere Probleme und Missverständnisse gegeben.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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22 Antworten zu Elfhundertzweiundneunzig

  1. Claudius schreibt:

    Ja, es ist manchmal schwer, Spam von echtem Inhalt zu unterscheiden. Ich bekomme seit Monaten Mails, teilweise in 30 min Abstand, von einer Web-Agentur, die meine google-Treffer-Rate steigern möchte. Nach etlicher Zeit hatte ich sie auf meine Blacklist gesetzt um heute von einer neuen Adresse die gleiche Mail zu bekommen. Heute mal recherchiert: Es ist ein bekanntes Spamming….

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    • Irgendwelchen SEO-Spam bekomme ich auch häufig – immer wieder von einer anderen Adresse.
      Das interessiert mich nicht, deshalb lösche ich es sofort.

      Mails von Leuten, die sich als mögliche Kunden oder Händler ausgeben, sind dagegen nicht immer so eindeutig.
      Wenn ich irgendetwas von einem Hersteller will, werde ich das so konkret wie nur möglich formulieren, damit er die Mail ernstnimmt.

      Derzeit besteht bei mir der Hauptanteil des Spams aus Mails von jeweils zwei angeblichen Frauen, die mein Profil (?) ja so süß finden, dass sie unbedingt einen Dreier mit mir wollen. 🙄

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  2. ednong schreibt:

    Menno,
    und dabei habe ich mir solche Mühe gegeben, meine Mail aufzuhübschen …

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  3. Leser schreibt:

    Wenn sowas öfter passiert, dann kannst Du Dir ja einmal die Mühe machen, und einen Schleimtriefenden Antworttext in Marketing-Sprech verfassen, in dem Du Dich für das Interesse bedankst, und Deine Website regelrecht anpreist, weil sie ausführlich, höchst kompetent und blablubb über sämtliche Funktionen und die verfügbaren Preismodelle etcblabla Deiner Software informiert.
    Dann kannst Du den einfach aus einer Textdatei in die Antwortmail kopieren, und hast bei solchen generischen Anfragen weniger Arbeit.
    Und zu der Spamfilter-Problematik wäre es evtl. hilfreich, auf der Seite, die der Kunde nach dem Absenden des Kontaktformulars zu sehen bekommt, darauf hinzuweisen, die Adresse xyz, von der er eine Antwort bekommt, in die Ausnahmen des Spamfilters aufzunehmen.

    Viele werden aber wohl auch einfach auf einer breit angelegten „initialen“ Suche nach einer Lösung für ihr Problem bei Dir vorbeistolpern, und selbst noch gar nicht wissen, was sie konkret brauchen, und sich deshalb nicht mehr melden. Ist halt Marketing, da kann man über „Rücklaufquoten“ (oder wie das heißt) von wenigen Prozent schon froh sein….

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    • Diese Mails variieren gerade soviel, dass ich nur begrenzt aus älteren Antworten kopieren kann (was ich soweit möglich durchaus mache).
      Die Suche nach einer weitgehend passenden Antwort kann länger dauern, als neu zu verfassen.
      Und ich will ja auch individuell auf den Schreiber eingehen (hab trotzdem schon versehentlich eine andere Anrede mitkopiert 😳 ).

      Und Marketingschleim verfasse ich nicht.

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      • ednong schreibt:

        „… hab trotzdem schon versehentlich eine andere Anrede mitkopiert 😳 …“
        LOL. Ja, passiert eben manchmal. Ist aber natürlich jedes Mal peinlich.

        Und klar, manchmal ist neuschreiben schneller als Suchen, wenn man flink in den Fingern ist. Und man muß das nicht in eine Textdatei packen – man kann natürlich auch die Funktionalität der Entwürfe eines guten Email-Programms nutzen …

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      • Leser schreibt:

        Das mit dem Marketingschleim ist auch als gerade nur so viel emotionale Manipulation gedacht, dass der Anfragende die Antwort „Diese Information finden Sie auf meiner Website zum Programm“ in dieser sachlichen formulierung als unhöflich empfindet.
        Und ja, evtl. kann man diese Antwort gar nicht so universell schreiben, dass sie alle möglichen generischen Anfragen mit Schleim erschlägt. Man kann es aber versuchen, oder dann nur noch ein paar Platzhalter ausfüllen, wie z.B. die Anrede ;-P

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    Sei lieb zu deinen „potentiellen“ Kunden !

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