Elfhundertsiebenunddreißig

Strenggenommen hätte es genügt, wenn ich früh am Morgen zu meinem Vortrag auf einer Fachveranstaltung angereist wäre. Aber ich wollte vermeiden, dass es in Stress ausartet, so dass ich lieber am Veranstaltungsort vorher übernachtete.
(Carsten hatte außerdem seine Termine extra so getimet, dass er ebenfalls ein paar Tage verreist war.)

Also fuhr ich am Nachmittag los, um am frühen Abend dort anzukommen. Wie ich es mit Harald ausgemacht hatte, holte dieser mich vom Bahnhof ab. Wir umarmten uns zur Begrüßung, wobei ich seine Freude, mich zu sehen, bemerkte.
Dann fuhren wir kurz in mein Hotel, um danach zusammen in einem Restaurant zu abend zu essen.
Wir unterhielten uns über die bevorstehende Veranstaltung, besprachen einiges Organisatorisches, und erinnerten uns schließlich an einige gemeinsame Erlebnisse in der Vergangenheit.
Es war gar nicht so leicht, ihm klarzumachen, dass ich die Exklusivitätsvereinbarung mit Carsten einhalte , aber letztendlich akzeptierte Harald das doch (es wäre zwar eine nette Abwechslung gewesen, und derzeit hatte ich ein kleines kopulatives Defizit, aber .. tja .. ich halte mich an meine Abmachungen).

Ich schlief also alleine (und nicht besonders gut) im Hotel, und frühstückte am nächsten Morgen dann dort. Da das Hotel ganz in der Nähe des Veranstaltungsorts gelegen war, hatte ich nur wenige Minuten Weg (bei leichtem Regen) zu laufen.
Wie alle anderen Teilnehmer registrierte ich mich zuerst, dann schaute ich mich um, bis ich Harald wieder traf. Inzwischen war es auch fast so weit, dass der erste Sprecher beginnen sollte.
Die Themen der Vorträge waren für mich jetzt nicht so relevant, aber es ist doch auch immer mal wieder interessant und wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Leider war es im Vortragssaal so kühl, dass ich in meinem weinroten Etuikleid (das ansonsten wunderbar für solche Veranstaltungen geeignet ist, da es seriös wirkt, aber trotzdem sexy ist), fror, und froh war, mich in der Pause an einem Kaffee aufwärmen zu können.

Vor der Mittagspause war ich dann mit meinem Vortrag dran. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich vor Publikum über dieses Thema referiere. Fachlich fühle ich mich sicher, da kann ich ganz souverän reden, und auch Fragen beantworten. Den Vortrag hatte ich ausreichend vorbereitet, mit dem Beamer und Online-Zugriff klappte es auch. Meine Präsentation hatte ich gut überarbeitet. Bei meiner kleinen Demonstration kam es zwar zu einem Vorführeffekt, aber ich reagierte sofort, indem ich den Cache leerte, und dann funktionierte es einwandfrei. Sonst lief es im Prinzip glatt ab, zwar kein besonderes Highlight (da halt etwas offtopic), aber ich konnte die Inhalte vermitteln, deretwegen ich hier eingeladen worden war, und bekam auch ein paar interessierte Rückfragen.

Danach gab es – nach längerem Anstehen – das Mittagessen. Ich wählte ein Nudelgericht und als Nachtisch Tiramisu, setzte mich an den Tisch zu Harald, und unterhielt mich etwas mit den Organisatoren und anderen Referenten.
Mit einem der Teilnehmer, der bei meinem Vortrag eine Frage gestellt hatte, wechselte ich ein paar Worte. Das könnte ein Kunde werden. Meine Visitenkarte hat er. Allerdings wird sich heuer wohl nichts mehr tun, und bis zum nächsten Jahr ist vermutlich alles schon wieder vergessen.

Nach der Mittagspause hörte ich mir noch einen Vortrag an, verabschiedete mich von Harald, und machte mich auf den dann praktisch ereignislosen Rückweg, um nicht zu spät daheim zu sein, denn auch Carsten hatte seine Rückkunft für diesen Tag geplant (und wie sich herausstellte, war sein Rücken so weit besser geworden, dass er nur noch eine kleine Einschränkung darstellte).

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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31 Antworten zu Elfhundertsiebenunddreißig

  1. Molly L. schreibt:

    Willkommen zuhause! 🙂

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  2. ednong schreibt:

    Knallfolie? Ach du meine Güte …

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  3. Pingback: Dreizehnhundertsiebenunddreißig | breakpoint

  4. wollesgeraffel schreibt:

    Ein amüsanter Dialog, der einmal mehr bestätigt, daß es sich lohnt, Deinen Blog von 0 an zu lesen.

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  5. Pingback: Ich bin kein Opfer, Frau Chebli | ☨auschfrei

  6. Pingback: Vom Standort zum ständigen Standard (Teil 2) //1706 | breakpoint

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