Tausendsiebenundsechzig

Das Wetter meinte es noch mal gut, als wir am Samstag vormittag aufbrachen, um das Wochenende auf einem Weingut zu verbringen.

Wir kamen an, lernten die anderen Gäste kennen, und setzten uns schon bald nieder zum Mittagessen. Das Essen war schmackhaft, und es gab stilgerecht bereits hier hergestellten Wein aus Bocksbeuteln sowie frischen Federweißer. Das Tischgespräch war durchaus angenehm. Ich kannte ja die nicht weit entfernt gelegene Universitätsstadt ganz gut, so dass ich mich auch beteiligen konnte.

Gleich nach dem Essen unterhielt sich Carsten mit seinen Geschäftsfreunden. Ich zog mich unterdessen zum Verdauen in das uns zugewiesene Zimmer zurück, und genoss die Aussicht auf die Weinberge. Auf einen Ausflug zur Großstadt verzichtete ich. Zum einen war die Zeit doch zu knapp, zum zweiten hatte ich bereits einigen Wein intus, und zum dritten fand ich die Umgebung hier doch recht interessant. Auch den möglichen Verwandtenbesuch ließ ich bleiben.
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken (mit einer Auswahl leckeren Kuchens) wurden wir über einen Teil des Weinguts geführt. Die Lese war noch im Gang, so dass wir teilweise auch den Arbeitern beim Ernten der Trauben zusehen konnten, und auch Gelegenheit hatten, selbst Trauben zu verkosten.

Es war ganz erfreulich, die annähernd horizontalen Wege zwischen den Rebstöcken entlang zu laufen. Carsten und ich alberten ein wenig herum, und sinnierten darüber, inwieweit die mittlere Neigung der Weinberge (beim Wechsel von steilen Abschnitten und horizontalen Terrassen) dem Weinbergwinkel entspricht.

Beim Abendessen schafften wir eine Grundlage für die spätere Weinprobe im Weinkeller, wo es ziemlich kühl war.
Tja, ich bin eben nicht so der Weinfan. Ob ich jetzt einen Riesling, einen Silvaner, oder einen Müller-Thurgau trinke, ist mir ziemlich egal. Aber es war interessant, einmal gezeigt zu bekommen, wie man den Zuckergehalt in Grad Oechsle misst.

Leider schlief ich nachts nicht besonders gut.

Um acht Uhr gab es dann Frühstück. Ich begnügte mich mit Kaffee, da mir noch der Appetit fehlte, nahm mir aber ein Käsebrötchen für den späteren Verzehr mit.
Carsten führte noch Gespräche mit seinen Geschäftsfreunden. Ich setzte mich ab, und wandelte alleine durch das Weingut. Danach nutzte ich noch eine halbe Stunde das Gäste-WLAN, schaffte es aber in dieser Zeit gerade mal, meine Mails abzurufen, und sie zu lesen.
Zum Mittagessen trafen wir noch einmal alle zusammen. Danach löste sich die Gesellschaft auf, und Carsten und ich machten uns wieder auf den Heimweg.
Da das Wetter inzwischen etwas trüb geworden war, fuhren wir dann gleich nach Hause in die Stadtwohnung.

Eigentlich war das halbe Wochenende auf dem Weingut ganz nett. Ich würde mich nicht gegen eine Wiederholung sträuben.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Tausendsiebenundsechzig

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Ein schönes Wochenende hattet ihr.

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  2. aliasnimue schreibt:

    Na siehste, hat doch gar nicht weh getan. 😉

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  3. idgie13 schreibt:

    Inzwischen trinke ich auch Wein und kenne sogar verschiedene Traubensorten. Das Getue darum ist allerdings auch nicht so wirklich meins. Und meistens bevorzuge ich dann halt doch ein Weissbier.

    Bei meinen Eltern daheim gibt es Wein nur zum Kochen (mal einen Schuss in die Sosse). Weswegen ich bei meiner 1. Aufforderung, doch schon mal den Wein einzuschenken, die Flasche Rotwein gleichmässig auf die 2 riesigen Gläser verteilte. Da war ich Anfang 20 und es war der 1. Rotwein meines Lebens 😉

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  4. Pingback: Zwölfhundertvierundvierzig | breakpoint

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