Tausendvierundsechzig

Schon vor längerer Zeit habe ich mal mit einem Eintragsentwurf über unser virtuelles Bondage begonnen. Der sollte eigentlich noch ausführlicher werden, aber irgendwie fehlte mir die Inspiration.
Und da mir heute kein besseres Thema einfällt (außer nochmal Tweets, oder über Banalitäten, was ich aber auch noch nicht ausformuliert habe, und jetzt dafür weder Zeit noch Lust habe), gibt es eben heute diesen unvollendeten Entwurf.

Früher praktizierten wir öfters Bondage. Inzwischen haben wir aber ein so großes gegenseitiges Vertrauen zueinander entwickelt, dass eine Fixierung mit realen Fesseln nicht mehr nötig ist. Bei unserem virtuellen Bondage tue ich einfach so als ob, und bewege mich nicht.
Mit den Armen ist es einfach, wenn ich mich am Bettgestell festhalten kann. Die Beine halte ich so breit ausgestreckt wie möglich. Und wenn ich sie im Eifer des Gefechts dennoch bewege, machts das auch nichts.
Auch die Augen brauche ich mir nicht zu verbinden. Ich halte sie einfach geschlossen.
Ohne physische Fesseln kriege ich auch keine Striemen mehr, weil nichts einschneiden kann, wenn ich mich im Eifer des Gefechts zu heftig bewege und an den Fixierungen reiße.
Wenn er mir sagt, dass ich irgendetwas bestimmtes tun soll, dann mache ich das, oder auch nicht. Alles andere wäre ja langweilig. Ich bin kein folgsamer Computer. Und er hat auch die Option, seine Wünsche mit Körperkraft durchzusetzen.
Virtuelles Bondage geht ganz spontan, denn man benötigt keinerlei Equipment. Und man vergeudet keine wertvolle Zeit, da man die Fesseln ja nicht anlegen, und später wieder lösen muss.
Wir haben ja eine unausgesprochene Übereinkunft, dass wir unsere Beziehung nicht mit irgendwelchem Sentimentalgelaber profanieren.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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9 Antworten zu Tausendvierundsechzig

  1. verbalkanone schreibt:

    Interessanter Eintrag … Ich glaube, dabei spielt nicht nur Vertrauen sondern auch Konzentration eine große Rolle, damit „virtuelles Bondage“ in der Praxis funktioniert.

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  2. Blublubla schreibt:

    Als Ersatz könnte ich mir das nicht vorstellen. Als Ergänzung sind solche „Konzentrationsspielchen“ aber sehr lustig. Finde es hat beides seinen Reiz: Einerseits das „Ankämpfen“ gegen die Fixierung, also der äußere Zwang gegen den Willen/Lust; anderseits der innere Zwang, wenn man „abgelenkt“ wird. (Beides sowohl aktiv, als auch passiv)

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  3. aliasnimue schreibt:

    Mir geht es genau so. Es braucht kein Werkzeug um eine Frau zu „fesseln“.

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  4. Pingback: Zwölfhundertvierundvierzig | breakpoint

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