Tausendzweiundfünfzig

Wenn es im Sommer heiß ist, legen wir uns manchmal gerne einfach auf eine Decke im Garten. Es kommt vor, dass wir uns dabei eine Flasche Bier teilen.

Wir hatten ein Buch über Vektoranalysis (grad, div, rot .. also Nabla .. und so was) dabei, und unterhielten uns über Integralsätze.

Die Bierflasche war halb geleert, als Carsten in Experimentierlaune kam. Er wollte wissen, ob die Flasche sich so über meine eine Brustwarze stülpen ließe, dass man sie umdrehen könne, ohne dass sie ausliefe.
Das erschien mir unplausibel, schließlich existierte in der Flasche kein Unterdruck, der dazu führen würde, dass sie sich an meiner Brust festziehen könnte. Aber da ich nichts zu verlieren hatte, stimmte ich dem Versuch zu.

Carsten saugte also meine Warze kurz an, so dass sie abstand. Dann führte er sie in den Flaschenhals ein. Ich lag halb, halb saß ich auf der Decke. Carsten drückte die Flasche fest an, um sie dann unvermittelt umzudrehen.
Es kam wie fast vorauszusehen war. Das Bier schäumte plötzlich auf. Druck entwickelte sich in der Flasche und drückte nach außen. Der Schaum spritzte in alle Richtungen (vor allem aber auf mich).

Wir mussten beide lachen. Glücklicherweise hatte das Analysisbuch nichts abbekommen, und wir konnten uns weiterhin mit matherotischen Phikysexperimenten vergnügen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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27 Antworten zu Tausendzweiundfünfzig

  1. aliasnimue schreibt:

    🙂 Also das hätte man selbst mir (1 Jahr Schulphysik) nicht weismachen können. Aber für Jugend forscht bin ich auch immer zu haben. 🙂
    Das ist schön, so zusammen lachen zu können.

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  2. Suchender schreibt:

    So hätte man mir früher Physik erklären sollen, da wäre ich wohl doch ein bisschen aufmerksamer gewesen.

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  3. verbalkanone schreibt:

    Was soll Frau dazu schreiben?! Je oller, je doller… (Wie geht hier eigentlich der Smiley, der einem den Vogel zeigt? Den bräuchte ich jetzt!)

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  4. ednong schreibt:

    … matherotischen Phikysexperimenten …

    Die gehen bestimmt auch ohne Mathe, die Phik(y)sexperimente …

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  5. Blublubla schreibt:

    Mit leeren Glasgefäßen geht das ganz gut. Schröpfen in der Light-Version.
    Mit Flüßigkeit gefüllte Gläser machen, das natürlich deutlich komplizierter. Heiße Luft steigt auf, Flüßigkeit fällt runter, warmes Bier schmeckt nicht, etc.
    Es liegt an euch die optimalen Parameter herauszufinden.

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  6. Pingback: Zwölfhundertzweiunddreißig | breakpoint

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