Tausendsechs

Bei meiner Runde war ich bei einem Mitarbeiter vorbeigekommen, der gerade ein Problem hatte.

Irgendwie hatte er die neuesten Änderungen in seinen Sourcen verloren. Sein letzter Commit in die Versionsverwaltung stammte vom Vortag. Seither hatte er einiges geändert, aber das war alles weg.
Natürlich verglichen wir zunächst die betroffenen Dateien in seiner Working Copy mit dem Repository. Die waren identisch. Ich fragte ihn, ob er vielleicht ein Revert gemacht habe. Er gab zu, dass er einen Teil der Änderungen hatte rückgängig machen wollen, aber nicht die ganzen Dateien. Was da genau abgelaufen war, ließ sich nicht mehr rekonstruieren. Die Änderungen waren jedenfalls verloren.

Mir fiel ein, dass seine IDE auch eine Art History abspeichert. Allerdings in hidden Dateien. Die mussten wir erst mal sichtbar machen. Die neuesten Verlaufsdateien verglichen wir schließlich mit dem aktuellen Stand. Es waren nicht die vollständigen Änderungen darin abgespeichert, aber immerhin der größte Teil.
Ich gab meinem Mitarbeiter die Anweisung, seine Arbeitsdateien jeweils mit den passenden Verlaufsdateien zu überschreiben.

Als ich einige Zeit später nochmals bei ihm vorbeischaute, war er schon wieder fleißig beim Codieren.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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11 Antworten zu Tausendsechs

  1. Molly schreibt:

    Na, es heißt ja immer, ein PC wäre nur so klug wie die Person, die davor sitzt. Aber ich bezweifele, dass ich sö blöd bin, wie sich meine Kiste manchmal aufführt!

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  2. Molly schreibt:

    Kenne kein PEBCAK. Weiß nur, dass mein PC definitiv mehr rumspinnt als ich. Und das Handy auch. Und das Labtop auch. Und das Tablet auch. Bin ich jetzt druch? 😀
    Führe zudem grade mal wieder einen Kleinkrieg gegen mein DVD-Laufwerk. Hm, sollte ich mal drüber bloggen …
    Na, dafür bin ich mollyanerkannter Druckerflüsterer, das ist ja auch was. Bei sonstigen Problemen habe ich 2 Lösungsmehtoden parat: 1. Herrn L. fragen und 2. Das elekronische Datenbiest mit einer Mischung aus Kreativität und Starrsinn bezwingen. Methode 1 klappt in der Regel besser. 😉

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  3. Pingback: Elfhundertsechsundsiebzig | breakpoint

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