Neunhundertneunzig

Dieser Eintrag hat keinen aktuellen Bezug. Es gibt keinen konkreten Anlass.
Betrachtet ihn einfach als Fülleintrag.

Es dürfte bekannt sein, dass ich meist großes Verständnis für Männer aufbringe. Dennoch gibt es einige Themen. Die kann ich einfach nicht nachvollziehen.
Warum arbeitet Carsten so viel?
OK – das ist schon deutlich besser geworden als früher. Und ich sehe durchaus den guten Willen, die Arbeit nicht überhand nehmen zu lassen.
Trotzdem lastet er sich immer mehr auf. Zusätzliche Standorte. Zusätzliche Geschäftsgebiete. Arbeit. Arbeit. Arbeit. Stress .. Termine .. Entscheidungen .. Besprechungen .. Arbeit .. Arbeit .. Arbeit ..
Was bringt ihm das? Welchen Vorteil hat es?
Gut – seine Arbeitnehmer profitieren natürlich davon, dadurch dass sie einen sicheren und stabilen Arbeitsplatz haben.
Aber sonst? Er hat doch alles erreicht, was er braucht. Alles darüber hinaus ist nur Ballast.
Ballast, mit dem vermutlich ich mich irgendwann (in hoffentlich möglichst ferner Zukunft) herumschlagen muss.
Klar imponiert mir sein Erfolg. Aber wen will er damit noch beeindrucken? Er bekommt doch nun wirklich genug Anerkennung und sogar Bewunderung.

Manchmal kommt es mir vor, als wäre ich mit zwei völlig verschiedenen Männern verheiratet. Einerseits der entspannte Privatmann, andererseits der stets gestresste Geschäftsmann. Der Unterschied ist wie Tag und Nacht, Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Leider jedoch scheint der zweite den ersten immer mehr zurückzudrängen.

Mit lauter neuen Standorten etc. hat er jetzt angefangen, auch abends gelegentlich eine Stunde zu arbeiten. Das war früher unser gemeinsamer Feierabend, und somit Arbeit tabu!
Ich will hier gar nicht rumjammern und mich beklagen, denn ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Es wäre eine Illusion gewesen, mir einzubilden, dass er seine Geliebte nicht vernachlässigen würde.

Wie gesagt – das Problem ist nicht akut.
Sondern chronisch.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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54 Antworten zu Neunhundertneunzig

  1. plietschejung schreibt:

    Fällt es ihm schwer zu delegieren?

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  2. schaum schreibt:

    ein wundervoll herausgearbeiteter unterschied, nun haben ja akut und chronisch völlig unterschiedlich geartete vor-(?) und nachteile.
    ist es chronisch, so gilt es umgehend etwas dagegen zu tun, scheinbar geht das bei euch nicht ohne weiteres. die antriebsfeder für deinen carsten ist wohl eher nicht bewunderung von anderen oder so, sondern einfach ein gestecktes ziel zu erreichen, welches auch immer das sein mag……und dich hat er ja schon 🙂

    es schäumt dieabwägung

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  3. Molly schreibt:

    So ist das eben: Es gibt bemerkenswert wenige Menschen, die – sofern sie die Wahl haben – irgendwann von sich aus sagen: „So, jetzt ist es genug, mehr muss nicht sein!“. Das ist tief in unserer (kapitalistischen?) Gesellschaft verankert; wer sich mit dem Status Quo zufrieden gibt, gilt nicht selten als dumm, unehrgeizig oder faul.

    Ich dagegen halte es mit dem Spruch: Man lebt nur einmal!
    Klar kann und soll Dein Mann stolz sein auf seinen wahnsinnigen Erfolg! Aber am Ende zählt auch der private „Erfolg“. Vielleicht solltest Du einfach mal mit ihm darüber sprechen? Ihm deutlich sagen, wie Du das siehst und mehr Zeit für Dich und Euch „einfordern“?
    Ich kenne das von ein paar Freunden: Da ist der Mann beruflich sehr erfolgreich und macht ein Heidengeld. Kommt nur nie dazu, es groß auszugeben, weil immer am arbeiten. Kompensiert wird das dann erst im Luxus-Urlaub.

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    • breakpoint schreibt:

      Mit ihm darüber gesprochen habe ich wirklich genug. Ihm ist schon klar, dass ich mir mehr Zeit mit ihm wünschen würde, und er hat versucht auch immer wieder, sich Zeit freizuschaufeln.
      Allein .. das bringt halt nur wenig.
      Und ich möchte auch nicht als die ewige Nörglerin dastehen, die ihm ständig wieder vorhält, dass er mehr arbeitet, als er mir versprochen hat.

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  4. idgie13 schreibt:

    Dass das männertypisch ist, glaube ich nicht – ich bin ja auch so ein Vielarbeiter. Bei mir ist es ein innerer Antrieb, den ich nicht beschreiben kann und auch gar nicht analysieren will. Warum auch? Ich habe Freude daran.

    Und mit kapitalistischer Gesellschaft hat das grad gar nix zu tun.

    Ich denke, das ist einfach ein Wesenszug. Wenn ich gezwungen werde, weniger zu arbeiten, macht mich das unglücklich.

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    • breakpoint schreibt:

      Ach, Idgie, du darfst nicht von dir auf andere schließen.
      Du bist schon ein Ausnahmemensch, mit dem sich kaum jemand vergleichen kann.

      Ich gehe davon aus, dass dieser innere Antrieb bei Männern verbreiteter ist, als bei Frauen.
      Aber das ist natürlich eine statistische Verteilung, bei der es auch Ausnahmen gibt.

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      • idgie13 schreibt:

        Hm – ich find mich ja ziemlich normal B)

        Bei uns in der Familie sind alle fleissig – aber tendenziell sind die Frauen die ausdauernderen. Meine Brüder sind z.B. auch nicht so belastbar wie ich, arbeiten aber auch beide gern.

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        • breakpoint schreibt:

          Das liegt wohl bei euch in der Art.
          Vererbung, Erziehung, .. was auch immer.

          Zwischen Fleiß und Arbeitsbesessenheit liegt auch noch mal ein weites Feld.

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          • idgie13 schreibt:

            Jo – objektiv betrachtet bin ich wohl schon arbeitsbesessen. Ich selber halte mich bisweilen für faul :roll:, bezeichne mich aber auch als bekennender Workaholic.

            Viel schlimmer als zu viel arbeitende Menschen finde ich Dauerlamentierer, Immerzukurzgekommene und Rumjammerer.

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            • breakpoint schreibt:

              Zweifellos ist es besser, selbst anzupacken, statt immer nur rumzumeckern, was denn alles so schlecht ist, und zu erwarten, das andere das für einen in Ordnung bringen.

              Aber nach einem produktiven Arbeitstag darf man auch mal faulenzen und das Dolce-far-niente genießen.
              Und ich finde es einfach bedauerlich und schade, wenn er nicht aufhören kann, sich ständig mit der Arbeit zu beschäftigen. Irgendwann ist doch genug.

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        • ednong schreibt:

          Du und normal? Öhm. Ich glaub, so sehr kann ich meinen Maßstab von „normal“ gar nicht anpassen …

          my dear watson meint das Captcha nur.

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  5. aliasnimue schreibt:

    Worcaholic ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Suchterkrankung.
    Körperliche Merkmale sind z.B. Bluthochdruck, Tinnitus und Spannungskopfschmerzen.
    Gefördert wird die Sucht durch Gewöhnung und Konditionierung, wie jede andere auch.

    Geh mal hin und stelle ihm eine Frage, über die er nachdenken soll:
    Was würde er mit seiner freien Zeit tun, wenn er nur 8 Stunden täglich arbeiten würde? Also jetzt nicht an einem Tag, sondern dauerhaft?

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    • breakpoint schreibt:

      Er ist sich schon bewusst, dass er ein Workaholic ist.
      Das hat er immer zugegeben, will es aber auch nicht ändern.

      Wenn er jetzt plötzlich viel mehr freie Zeit hätte, würde das wohl in einen Pappa-ante-portas-Effekt ausarten, und er wüsste nichts mit sich anzufangen.
      Dieses Extrem will ich ja gar nicht, aber ein bisschen mehr Freizeit sollte schon möglich sein.

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  6. Leser schreibt:

    Ja, das ist schwierig, besonders bei „Machtmenschen“ (er kann die Fäden nicht aus der Hand geben, weil wenn etwas richtig gemacht werden soll, muss er es selbst machen usw) – kann nicht abschalten, die Arbeit ist sein Leben. Ihn zu einer Umdefinition seines Lebens zu zwingen (oder zu überzeugen) wird nicht funktionieren, und dann käme außerdem noch dazu, dass die „Macht-Ambitionen“ damit ebenfalls auf Dich umschwenken würden, und das willst Du nicht wirklich. Manche Menschen sind einfach so wie sie sind, ohne dass man sie änder könnte. Würde man es schaffen, wären sie gebrochen, kaputte Persönlichkeiten. Also keine Option.
    Solange Du Dich in Deiner Rolle zurechtfinden kannst, ist es OK. Wenn nicht mehr (irgendwann?) wird es zu einem echten Problem, denn das wäre ein „Bad Match“: Menschen, die eigentlich total zueinander passen, weil sie so sind, wie sie sind, aber zugleich absolut nicht passen, weil sie beide so sind wie sie sind…diese Situation wünsche ich niemandem.

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    • breakpoint schreibt:

      Dass er die Arbeit ganz aufgibt, habe ich ja nie von ihm verlangt.
      Du siehst es ganz richtig, dass das keine realistische Möglichkeit wäre.
      Aber reduzieren – so wie er mir das vor unserer Eheschließung versprochen hat – könnte er schon.

      Nur um mal einen Anhaltspunkt zu geben:
      Derzeit arbeitet er ca. 55 bis 65 Stunden pro Woche. Ausgemacht waren 40 (wobei ich da sicher nicht kleinlich wäre – bei 45 würde ich keinen Ton darüber verlieren, und 50 würde ich auch noch zähneknirschend akzeptieren).
      Früher waren 80 Stunden in der Woche für ihn ganz normal. Also es ist schon besser geworden. Die Tendenz geht allerdings wieder zum schlechteren.

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      • Leser schreibt:

        Und für ihn ist es wahrscheinlich ein anhaltender Schockzustand, nur so wenig zu arbeiten (55 bis 65 Stunden statt vorher 80). Wenn die Tendenz sich so entwickelt, heißt das, dass er sich nicht umgewöhnt hat, oder nicht umgewöhnen kann. Ist die Frage, in wieweit sich seine Freizeit mit Deiner deckt, denn irgend eine Beschäftigung braucht er in den nicht auf Arbeit verwendeten Stunden ja auch. Klar könntest Du ihm das jetzt Zeiterfassungs-mäßig vorrechnen, aber die Frage ist halt, wie würde er reagieren. Wenn er – angenommen, Du hättest ihn erfolgreich auf 45 Stunden festgepinnt – die restlichen 35 Stunden lediglich so tut, als würde er sie genießen, in Wirklichkeit aber immer innerlich angespannt ist und an die Arbeit denkt, dann ist da halt auch nichts gewonnen. Deshalb ja meine Befürchtung des „Bat Match“. In dem Fall wird Dich das Problem noch so lange begleiten, bis er von selbst sagt, dass er jetzt (aus Altersgründen) etwas kürzer treten will. Leider ist dann in vielen Fällen auch nicht mehr genügend Lebenszeit übrig, um sie noch wirklich zu genießen.

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        • Leser schreibt:

          Haha, da war blog.de Schuld! Wenn die ewig und 3 Tage brauchen, um auf das Formular-Submit eines Kommentars zu reagieren, und ich inzwischen noch einen Typo entdecke (Fledermaus statt schlecht), dann gibts ein fast-Duplikat meines Kommentars. Fun fact nebenbei: Beim zweiten mal hatte ich als captcha „carbon copy“ – not quite 🙂
          Der erste Kommentar darf gerne gelöscht werden…

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      • Leser schreibt:

        Und für ihn ist es wahrscheinlich ein anhaltender Schockzustand, nur so wenig zu arbeiten (55 bis 65 Stunden statt vorher 80). Wenn die Tendenz sich so entwickelt, heißt das, dass er sich nicht umgewöhnt hat, oder nicht umgewöhnen kann. Ist die Frage, in wieweit sich seine Freizeit mit Deiner deckt, denn irgend eine Beschäftigung braucht er in den nicht auf Arbeit verwendeten Stunden ja auch. Klar könntest Du ihm das jetzt Zeiterfassungs-mäßig vorrechnen, aber die Frage ist halt, wie würde er reagieren. Wenn er – angenommen, Du hättest ihn erfolgreich auf 45 Stunden festgepinnt – die restlichen 35 Stunden lediglich so tut, als würde er sie genießen, in Wirklichkeit aber immer innerlich angespannt ist und an die Arbeit denkt, dann ist da halt auch nichts gewonnen. Deshalb ja meine Befürchtung des „Bad Match“. In dem Fall wird Dich das Problem noch so lange begleiten, bis er von selbst sagt, dass er jetzt (aus Altersgründen) etwas kürzer treten will. Leider ist dann in vielen Fällen auch nicht mehr genügend Lebenszeit übrig, um sie noch wirklich zu genießen.

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        • breakpoint schreibt:

          Ein Teil der Zeit, die ich für Lesen, Surfen, Stadtbummel etc. aufwende, würde ich eigentlich lieber mit ihm verbringen.
          Es geht mir auch gar nicht darum, eine konkrete Stundenzahl festzulegen, sondern darum, dass er sich auch mal entspannt und abschaltet. Er hat(te) schon Hobbies, mit denen er sich sonst beschäftigen könnte. Non-stop muss er auch nicht an mir kleben.

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  7. ednong schreibt:

    Es ist natürlich schön, wenn er immer weiter neues schafft. Allerdings taucht da auch bei mir die Frage auf: Mit welchem Ziel, wenn man denn schon „alles hat“?

    Es scheint so, dass er sein Ziel jenseits des Unendlichen hat ( 😉 ) und somit nie sein Ziel erreichen wird. Also sein inneres Ziel.

    Vielleicht kannst du ihm ja verdeutlichen, dass ein erstrebenswertes Ziel sein sollte, gemeinsam Zeit mit „Nichtstun“ zu verbringen. Und dass dir gemeinsame Zeit wichtig ist – nicht mal nur eben freigeschaufelte 5 Minuten oder ein gemeinsamer Film-/Kino-/what-ever-Abend, der freigeschaufelt wurde.

    Ich denke nicht, du erreichst das Ziel, indem du ihm noch Arbeit abnimmt. Ich schätze ihn so ein, dass er dort, wo er Entlastung sieht/spürt gleich wieder nachpackt …

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    • breakpoint schreibt:

      Es ist ja nicht so, dass es ihm an Einsicht fehlen würde.
      Er vertröstet mich halt immer wieder, dass die Mehrarbeitszeit nur vorübergehend wäre. *seufz*

      Naja, wie gesagt, es gab keinen konkreten Anlass für diesen Blogpost. Das ist mehr so eine allgemeine (und ständige 🙄 ) Sache.
      Ansonsten ist ja alles super mit ihm. Wo viel Licht ist, darf auch ein wenig Schatten sein.

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      • ednong schreibt:

        Dann solltest du dir das „vorübergehend“ definieren lassen 😉

        on a boat meint das Captcha – nun ja.

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      • Leser schreibt:

        Die Frage nach dem Ziel ist wirklich eine interessante. Ebenso die Frage, worüber sich jemand definiert. Die meisten Menschen denken nicht groß über solche Dinge nach, aber wenn man sich über „Äußerlichkeiten“ definiert (das kann „mein Haus, mein Auto, mein Boot“, oder „meine Arbeit“, oder „meine Frau, mein Kind, mein Pferd, meine Pferdepflegerin“ sein, aber auch „mein Doktortitel, meine Professur“, oder irgendsowas in der Art), dann ist die Annahme naheliegend, dass so jemand es schwer hat, sich „aus sich selbst heraus“ zu definieren. Also, ohne auf „Äußerlichkeiten“ (s.o.) zurückzugreifen…
        Das aber nur so nebenbei.

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  8. DerMaskierte schreibt:

    Erfolg ist einfach geil. Motivierend, inspirierend und fesselnd. Und wenn man sieht, dass da noch mehr geht, dann will man dieses tolle Gefühl einfach weiterhin haben. Nicht zuletzt macht das ja auch irgendwo Spaß. Klar, es ist immer noch Arbeit und es gibt auch Dinge, die macht man, weil sie erledigt werden muss. Aber im Großen und Ganzen ist es für einen positiv.

    Sieh es also so: Du hast einen Macher geheiratet und musst mit einem Macher leben. Wenn du ihn ans Andreaskreuz nagelst, dann wird er krank und geht ein.

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    • breakpoint schreibt:

      Ja, ja, ja, das ist wohl so.
      Ich weiß, dass ich ihn nicht ändern kann, und will es ja auch gar nicht ernsthaft.
      Wenn er anders wäre, als er ist, wäre er nicht der Mann, mit dem ich gerne zusammen bin.

      Trotzdem wäre etwas mehr gemeinsame Zeit wünschenswert.

      Naja, in einer Woche ist verlängertes Wochenende. Vielleicht kann er dann wieder mal richtig abschalten.

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  9. Uschi-DWT schreibt:

    Ich befürchte sehr, dass dein Mann an etwas leidet, das man auch unter Managerkrankheit kennt. Wobei ich sicher bin, dass es keine Krankheit, sondern ein Virus ist, den sowohl Männer als auch Frauen von Geburt an haben können.

    Sehr lange Zeit schläft er oder ist wenig aktiv, aber meistens sind solche Menschen immer bemüht, alles ein Ticken besser als andere zu machen.

    Was ja eigentlich keine schlechte Sache ist, jedoch fehlt bei manchen die eingebaute Bremse, um es im Griff behalten zu können.

    Obwohl ich dadurch erwerbsunfähig wurde, muss ich jeden Tag bei jedem Ding, das ich anpacke, aufpassen, dass es mich nicht wieder packt.

    Solche Menschen brauchen jemand an ihrer Seite, der diese Bremse ersetzt und die Energie in etwas andere Bahnen lenkt.

    Hat mir leider damals gefehlt und so habe ich meinen Motor überdreht und dann auch noch in den letzten Jahren ein paar falsche Entscheidungen getroffen.

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    • Leser schreibt:

      Ein Virus? Das müsste sich dann aber medizinisch nachweisen lassen.
      Vielleicht doch eher (auch weil „von Geburt an“) sowas wie eine genetische Prädisposition?
      Ich kenne von mir nämlich eher das Gegenteil, was ebenfalls darauf hindeuten dürfte, dass es kein Virus ist.

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    • breakpoint schreibt:

      Meinst du, ich sollte ihn bremsen?
      In gewissem Ausmaß mache ich das ja schon, aber wenn ich immer wieder damit anfange, ist das nur noch nervig, und bewirkt sicher irgendwann das Gegenteil – nämlich dass er lieber im Büro bleibt als zu seiner ständig nörgelnden Gattin heimzukommen.

      Ihm scheint es auch damit gutzugehen.
      Solange er keine gesundheitlichen Einschränkungen hat, fehlen mir schlüssige Argumente.

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  10. engywuck schreibt:

    Da die Frage nach dem Ziel schon angesprochen wurde: kennt ihr Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“? Geschrieben 1963, mitten im Wirtschaftswunder (und am Tag der Arbeit zum ersten Mal präsentiert…). In ihr schlägt ein Tourist – offensichtlich beruflich erfolgreich – einem Fischer vor, er könne doch statt in der Sonne zu dösen häufiger ausfahren, sich weitere Boote leisten, reich werden – um sich irgendwann leisten zu können, faul in der Sonne zu dösen…

    Wer die Kurzgeschichte nicht kennt: http://www.aloj.us.es/webdeutsch/s_3/transkriptionen/l_26_str10_trans.pdf

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  11. Pingback: Elfhundertachtundsechzig | breakpoint

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