Neunhundertneunundachtzig

Es war mir ganz recht, dass die Mitarbeiter von Entwicklung und IT heuer gemeinsam ihre Gutscheine auf dem Volksfest einlösen wollten. So war das nur ein Termin für mich.
Carsten hatte diesmal leider keine Zeit, zu unserer Gruppe dazuzustoßen.

In einem Anfall von Lokalpatriotismus hatte ich einen Jeansrock angezogen, anstatt wie etliche unkundigen Touristinnen im Dirndl herumzulaufen. Dabei war es ziemlich kühl, so dass ich zusätzlich eine Jacke trug.

Es gab einmal Zeiten, da war eine Maß Bier für mich kein Problem. Aber inzwischen bin ich nicht mehr daran gewöhnt, und so wurde die Angelegenheit feucht-fröhlicher als vorgesehen.

Für die Männer standen in ausreichender Anzahl Pavillons mit Pissoirs zur Verfügung. Als Frau musste ich nach längerem Weg erst ewig anstehen, und dann auch noch für die Benutzung der vers..chmutzten Toilette bezahlen.
Kaum war ich an meinem Platz zurück, spürte ich bereits wieder einen deutlichen Druck auf der Blase.

Meine Jungs waren inzwischen auch schon merklich angeheitert. Und ja – es gibt Leute, die vertragen einfach nicht das kleinste bisschen Alkohol.
Als Führungskraft darf ich keine Vertraulichkeiten gestatten. Ich muss ja Disziplin wahren, und will meine Jungs nicht in Situationen bringen, in denen ich eine Abmahnung vermutlich nicht verhindern könnte.

Bevor der Abend also drohte, unerfreulich zu werden, verabschiedete ich mich, und ging schnellstmöglich heim, da es mir schon wieder ziemlich pressierte.

Advertisements

Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Antworten zu Neunhundertneunundachtzig

  1. schaum schreibt:

    einfach unter den baum setzen, und ja: bier treibt 🙂

    es schäumt gehtmirauchso

    Gefällt mir

  2. idgie13 schreibt:

    Wenn ich Bier trinke, zöger ich den ersten Toilettengang immer ewig raus – weil ich dauernd rennen muss, wenn ich dann mal angefangen hab damit … B)

    Was hat ein Jeansrock mit Lokalpatriotismus zu tun … ?? :??:

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Ja, ist schon lästig mit den Toilettengängen.
      Ich glaube nicht, dass ich mich mit Bier wirklich besaufen könnte. Ab einem gewissen Punkt wäre ich mehr mit Wasserlassen beschäftigt als mit Trinken.

      Der Lokalpatriotismus bezieht sich hier nicht auf die konkrete Stadt sondern auf die gesamte Gegend, insbesondere die etwa 30km nördlich.

      Gefällt mir

  3. Molly schreibt:

    Egal, was passiert: NIE vor Ende des zweiten Bieres auf Toilette gehen! – Sonst rennt man nur noch.
    BTW: Fred hat endlich das Mollybier rumgebracht, machste mit? Ist ja DWSW auch nicht weit bis zum Klo … 😉

    Gefällt mir

  4. plietschejung schreibt:

    Nächstes Mal weißte Bescheid 🙂

    Gefällt mir

  5. Pingback: Elfhundertachtundsechzig | breakpoint

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s