Neunhunderteinundachtzig

Schon lange habe ich mich nicht mehr an einer Blogparade (vom Webmasterfriday mal abgesehen) beteiligt.
Das liegt vor allem daran, dass ich (warum auch immer) kaum noch mitgekriegt habe, welche Blogparaden laufen, und wenn doch, waren sie nicht interessant für mich.
Zur Blogparade über Werbung, und wie nervig diese sein darf, kann ich jedoch wieder einmal etwas beitragen.

Zunächst, ich selbst schalte keinerlei Werbung. Weder auf meinen Blogs noch sonstwo. Die Werbung, die hier trotzdem erscheint, ist von blog.de eingebunden. Diese basiert auf Javascript, so dass ich selbst daran nichts ändern kann. Die Werbung jedoch, die sonst in Iframes oder Bildern erscheinen würde, habe ich durch CSS unterbunden.

Werbung im Fernsehen ist mir meist ganz angenehm. Die Pausen nutze ich oft, um mir einen Kaffee oder einen Snack zu holen, oder um die Toilette aufzusuchen.
Bei Radiowerbung gelingt es mir meist, darüber hinweg zu hören. Ebenso fallen mir Werbeanzeigen in Zeitschriften kaum auf.

Es gibt ja furchtbar dümmliche Werbespots, oder solche, bei denen gar nicht eindeutig klar ist, welches Produkt überhaupt beworben wird.
Mich stört auch, dass so viele Produkte mit halbnackten Frauen beworben werden. Werbung mit attraktiven, (k)nackigen Männern würde mich vielleicht eher zum Konsum verleiten.

Grundsätzlich halte ich Werbung für legitim. Gerade im Internet werden viele kostenlose Angebote durch Werbung finanziert. Sofern die Werbung dezent ist, nehme ich sie auch kaum wahr.
Nervig finde ich jedoch blinkende Banner und Animationen (deshalb habe ich auch Flash ausgeschaltet – allerdings ist HTML5 auf dem Vormarsch).
Wenn mir eine Marke durch ihre Werbung wiederholt negativ auffällt, dann boykottiere ich das Produkt (falls ich denn eh einen Bedarf dafür gehabt hätte, und wenn es eine passende Alternative gibt).

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu Neunhunderteinundachtzig

  1. Leser schreibt:

    Ich kann Werbung nicht ausstehen. Fernsehen und Radio konsumiere ich jedoch nicht. Ist mir beides zu dumm, ich werde wütend davon. Somit bin ich zusammen mit Werbeblockern und Tracking-Blockern weitestgehend davor geschützt, von Werbung *belästigt* zu werden – denn das ist es für mich: Belästigung. Zusätzlich ist das Tracking auch noch ein Eingriff in mein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, ich will einfach nicht, dass irgend ein Dienst weiß, welche Webseiten ich alle besuche, und auf welche Links ich klicke. Selbst die Google-Suchergebnisseiten tracken das ja, indem sie jeden Link erst durch ihren eigenen Redirect jagen, und man braucht wieder Browser-Addons, die das verhindern. Zudem könnte man auch noch sagen, wenn ich ein weit verbreitetes Betruebssystem benutzen würde, wäre das auch noch Schutz vor Malware, denn die Werbenetzwerke liefern diese häufig aus.

    Ohne diese Schutzmaßnahmen wäre das www völlig unerträglich für mich. Wie sich ein Dienst, der sich als „Kostenlos“ präsentiert, aber den man mit seinen Daten und seinen Nerven (durch die Werbebelästigung) finanziert, ist mir egal. Entweder, er ist es wert, zu existieren, dann findet er eine Finanzierung, oder nicht, dann gibt es ihn eben nicht mehr. Das nennt man dann „Marktbereinigung“.

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    • breakpoint schreibt:

      Wir haben hier ja schon öfter über Werbung oder Tracking diskutiert.

      Ich schaue vergleichsweise wenig Fernsehen, weil ich da schon eine Auswahl treffe.
      Für mich ist es von Vorteil, dass ich an konkrete Ausstrahlungszeiten gebunden bin. Würde ich (z.B. über Streamingdienste) anfangen, zu schauen, was ich will, und wann ich will, dann bestünde die Gefahr, ziemlich zu versumpfen.
      Insofern hilft mir das öffentliche Fernsehen, diszipliniert zu bleiben, und die Werbepausen weiß ich zu nutzen.

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      • Leser schreibt:

        Lustig, mich würden die festen Ausstrahlungszeiten dann wieder so stören, dass ich die Sendungen sowieso wieder aufnehmen müsste, und dann jederzeit stoppen könnte, und natürlich die Werbung wieder überspringen.
        Wobei beim deutschen Fernsehen für mich noch dazukommt, dass ich keine Synchronfassungen mehr ertragen kann. Einfach, weil der Synchronsprecher immer anders spricht, als der Schauspieler – vor allem vom Tonfall und den Emotionen, die er in das gesprochene hineinlegt. Wenn man mal eine Zeitlang Originale angeschaut hat, dann merkt man regelrecht, ohne konkret hinzuschauen (z.B. auf die Synchronizität der Lippenbewegungen zu achten, oder anderweitig zu „cheaten“), dass das, was da gesprochen wird, von einem Sprecher an einem Mikrofon in einem Studio aufgenommen wurde. Es hört sich einfach ganz anders an, als es ein „originaler“ Schauspieler – egal in welcher Sprache – spielen würde. Das geht sogar soweit, dass ich mich an synchronisierte Produktionen, deren Originalsprachen ich nicht verstehe, erst extrem gewöhnen muss. Da wäre mir dann Originalton mit Untertiteln auch fast lieber…

        Und zur Werbebranche: Die hat es in meinen Augen nicht verdient, zu existieren. Oder nur in einem sehr spezifischen, kleinen Segment der Welt. Keinesfalls jedoch so, wie sie existiert.

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        • breakpoint schreibt:

          Das Thema der Synchronfassungen hatten wir auch schon.
          Da Synchronsprecher in der Regel gut dafür ausgebildet und geübt sind, sowie das Mikrofon optimal plaziert, versteht man eine gut-synchronisierte Fassung oft besser als das vernuschelte Original.

          Bei Untertiteln kriege ich gar nichts mit. Halb lese ich, halb höre ich, und beide Informationskanäle interferieren dann so, dass im Endeffekt nichts hängen bleibt.

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        • ednong schreibt:

          MAn kann eigentlich immer recht schnell erkennen, ob synchronisiert wird oder nicht (bzw. ob PlayBack läuft oder live gesungen wird). Gute Synchronfassungen sind so gut synchronisiert, dass das kaum stört. Und wesentlich besser zu hören, als die meisten Originale, die ich kenne.

          Und klar ist der Synchronsprecher ein anderer. Gute Studios achten aber auf eine gut passende Auswahl. Und natürlich wird das Synchronisierte dem Land, der Kultur angeglichen. Finde ich aber eher positiv. Und wer möchte, kann sich das Original im Kino oder von DVD anschauen – spricht ja nix dagegen.

          Werbung dagegen finde ich nicht verkehrt, gute Werbung ist teilweise recht lustig. Aber natürlich nervt ein Zuviel davon, gerade wenn sie aufdringlich ist wie Overlay-Werbung im Internet.

          Allerdings sollte man berücksichtigen, dass die Dienste im Internet nur deshalb kostenlos sind, weil jemand die Kosten dafür übernimmt. Und die dann zum Beispiel über Werbung versucht, wieder hereinzubekommen. Selten ist etwas tatsächlich ohne Gegenleistung verbunden.

          Captcha: minty fresh – heut ist aber viel Minze unterwegs …

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          • breakpoint schreibt:

            Ja, stimmt. Es gibt auch lustige und originelle Werbespots, wenngleich das Ausnahmen sind.
            Als Kind habe ich z.B. gerne die Spots für Katzenfutter oder Katzenstreu gesehen.
            Aber selbst wenn mir ein Werbespot gefällt, bedeutet das noch lange nicht, dass ich das beworbene Produkt auch kaufe.

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  2. Pingback: Elfhundertachtundfünfzig | breakpoint

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