Neunhundertsechsundsechzig

Ist euch schon mal aufgefallen, welche abartig nichtssagenden Anfahrtskizzen manchmal auf Webseiten zu finden sind?
Da will man den Ort eines Unternehmens, einer Behörde, einer Instutution, eines Restaurants oder wessen auch immer nachschauen, aber die bereitgestellte Anfahrtskizze ist überhaupt nicht hilfreich.

Beispielsweise gibt es eine Übersichtsskizze, auf der zwei oder drei Autobahnen als dicke Balken eingezeichnet sind, und die Stadt als fetter Knödel. Sonst nichts. Ein Pfeil führt auf die „Detailskizze“, die jetzt ein paar innerörtliche Straßen anzeigt und den Zielort als Knödel, so dass noch nicht einmal zu erkennen ist, auf welcher Straßenseite sich der befindet.

Natürlich kann man Google Maps oder Openstreetmap bemühen. Aber sollte es nicht im Interesse der jeweiligen Verantwortlichen liegen, auf der Website selbst die Information so aufbereitet darzustellen, dass eventuelle Besucher leicht hinfinden?

Besonders schräg ist es, wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren will. Ist es denn so schwierig, den Namen der nächsten Haltestelle anzugeben, und möglichst noch die Nummern der jeweiligen Busse oder Bahnen?

Wenn man solche Informationen nicht geben will, sollte man besser die ganze Anfahrtsinformation weglassen, und den Besuchern diese Klicks ersparen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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25 Antworten zu Neunhundertsechsundsechzig

  1. Floh schreibt:

    In Paris wird bei allen Adressen immer die nächste Metrostation angegeben. Das ist wirklich hilfreich. Aber östlich des Rheines ist es wohl anders!

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    • breakpoint schreibt:

      Manche Seiten sind wirklich vorbildlich, und beschreiben den Weg (inkl. Nahverkehranbindung) ausführlich.
      Aber es gibt eben auch diese Gegenbeispiele, wo ich mich wirklich frage, welchen Sinn die haben sollen.

      Metro bzw. U-Bahn gibt es nicht überall. Aber zumindest durch Busse, Straßenbahnen, etc. ist jeder wichtige Punkt (in städtischen Gebieten – Land ist wieder ein anderes Thema) mehr oder weniger gut erreichbar.

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  2. mkuh schreibt:

    naja es gibt auch seiten wo die Adresse schon fast ein Geheimnis ist und eine lange suche normal ist

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  3. DerMaskierte schreibt:

    Zu den Öffis: Kommt auf das Unternehmen an. Im B2B-Bereich ist die Anreise mit Öffis nicht so stark vertreten. Maximal mit dem Zug und ab da Taxi.

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    • breakpoint schreibt:

      Damit hast du durchaus recht.
      Aber auch B2B-Unternehmen bekommen mal Besuch z.B. von Bewerbern auf offene Stellen. Da werden die Kosten für ein Taxi nicht immer übernommen.

      Und meine Kritik bezog sich in erster Linie auf solche Stellen, von denen man annehmen würde, dass sie (von der Allgemeinheit) gefunden werden wollen.
      Ich habe beispielsweise schon bei einem Museum erlebt, dass die Information über Haltestellen nicht angegeben war.
      Klar findet man die Verbindung trotzdem über die Website des ÖPNV-Unternehmens. Aber man könnte es den Besuchern schon leichter machen.

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  4. ednong schreibt:

    Meensch,
    so etwas würde mitdenken erfordern. Und da das Internet nun erst seit 1993 aktiv genutzt wird, würdest du da eine Änderung von nur innerhalb 22 Jahren erwarten. Also ich bitte dich!

    Es ist viel einfacher, jemanden zu bestellen und dann seine Unpünktlichkeit herauszuarbeiten …

    guitar player meint das Captcha zu sehen.

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  5. Molly schreibt:

    Ich brauche keine Skizzen, wir haben Navi. 😉
    Ich freue mich immer sehr, wenn zB ein Geschaäft oder eine Praxis so schlau ist, den nächsten Parkplatz anzugeben! DAS ist nämlich vor Allem in Städten elementar und sorgt bei uns mit den Kindern dabei auch für definitiv mehr Pünktlichkeit!

    Kristallkugelgruselcaptcha: mom and dad

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    • breakpoint schreibt:

      Das mit den Parkplätzen war mir jetzt nicht so bewusst, da ich eigentlich nie mit dem Auto irgendwohin fahre, wo ich nicht schon vorher mal war.
      Aber ich erinnere mich z.B. an den Lageplan eines Krankenhauses. Da waren zwar Parkhäuser eingezeichnet, aber nicht erwähnt, dass man, um sie zu erreichen, von einer ganz anderen Richtung kommen muss, als zum Haupteingang.

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      • Molly schreibt:

        Na, ich sag mal so: Du hast einen Termin für eines der Kinder bei einem Facharzt in Werweißwo, gibst das ins Navi ein und Navi sagt halbe Stunde. Planst Du 15 Minuten extra ein und fährst los und denkst Dir nichts Böses, weil Kleinstadt. Und dann stehst Du da und findest ums Verrecken keinen Parkplatz, weil Platznot in der Innenstadt und Praxis keinen eigenen Parkplatz. Fährst dann in Deiner Not weil sonst alles voll ins nächste Parkhaus oder sonstwohin und kommst dann schwitzend und keuchend mit 10 Minuten Verspätung an. AHRG!
        Seitdem frage ich immer gleich bei der Terminabsprache, wo man denn da parken kann, die Arzthelferinnen wissen sowas meist.
        Was soll ich sagen? bin Landei und gewöhnt, vor einer Praxis oder an der Straße parken zu können, 😀

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        • breakpoint schreibt:

          Das kann ich gut nachvollziehen.
          Einer der Gründe, warum ich mich gegen ein eigenes Auto entschieden habe, ist die ewige Parkplatzsucherei.
          In der Stadt ist man ja auch durch Busse etc. meist mobil genug.
          Auf dem Land dagegen – insbesondere mit Kindern – kommt man wohl nicht ohne Auto aus.

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  6. Leser schreibt:

    Bevor es OpenStreetMaps gab, war das mit den präzisen Anfahrtskarten immer so ein Problem, denn dafür brauchte man oft eine Lizenz, und die war nun mal teuer. OSM kennt heute aber auch noch nicht jeder, und deshalb bleibt das Problem bestehen.

    Dazu kommt, ähnlich wie der Maskierte es beschrieben hat, dass nicht-Auto-Nutzer gerne als „niedere Spezies“ angesehen werden im Land der Autofahrer, und deshalb auf alternative Verkehrsmittel (die eigentlich die primären sind, zumindest in Stadtgebieten) keine Rücksicht genommen wird. Nagut, oder sowas ähnliches jedenfalls… (ich hätte ja auch gerne wieder ein Auto, einfach weil’s Spaß macht und ein völlig illusionäres Gefühl von „Freiheit“ vermittelt 😉 )

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    • breakpoint schreibt:

      OpenStreetMap ist in der Tat nicht so bekannt, wie es das eigentlich verdienen würde. Auch deshalb habe ich es hier ja ausdrücklich genannt.

      Ach, ich habe einig solche Anfahrtskizzen gesehen, mit denen auch Autofahrer nichts hätten anfangen können.
      Offenbar geht man davon aus, dass die eh ein Navi nutzen.

      Ich meine trotzdem: entweder man stellt als Anfahrtsskizze eine Zeichnung bereit, mit der auch Ortsunkundige wirklich etwas anfangen können, oder man lässt es ganz bleiben. Diese halbherzigen Wegbeschreibungen, die man viel zu häufig findet, sind manchmal eine richtige Frechheit!

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      • Leser schreibt:

        Ja – dazu muss man mindestens OpenStreetMap kennen, und mit einem Graphikprogramm (The GIMP würde dafür sogar reichen, man bräuchte nicht mal Geld für ein Photoshop ausgeben, auch wenn das die meisten Webseitenersteller, die das mit Windows oder Mac machen, sowieso bereits besitzen) umgehen können. Außerdem dauert die Erstellung solcher Bilder halt vielleicht mal ein paar Minuten (gute mind. 30, evtl. 1-2 Stunden). Ist eben die Frage, ob das alles im Budget drin ist.

        Das Captcha sagt: oh yes – na dann mal los! 🙂

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  7. Pingback: Elfhundertneunundvierzig | breakpoint

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