Neunhundertneunundzwanzig

Vor einigen Jahren, als ich mir online ein bisschen Spielzeug bestellt habe, habe ich auch – weil ich eh bestelle und aus ansonsten nicht mehr nachvollziehbaren Gründen – eine große Flasche Gleitmittel mitbestellt.
Die stand seither unbenutzt und praktisch vergessen in meinem Schrank hinter den Handtüchern.

Aus irgendwelchen Gründen muss sie dann kürzlich umgekippt sein. Der Verschluss war entweder kaputt oder warum-auch-immer nicht dicht. Jedenfalls lief mehr als die Hälfte des Zeugs aus.

Und dieses Zeug trägt seinen Namen – leider – durchaus zu recht. Überall lief es hin, auch in die Fächer weiter unten. Kurz – ich habe jetzt eine Riesensauerei im Schrank. Die Handtücher und sonstige betroffenen Textilien dürfen alle in die Wäsche. Den Schrank habe ich teilweise ausgewischt, aber das Zeug ist hartnäckig.

Nie mehr kaufe ich etwas, für das ich gar keine Verwendung habe!

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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32 Antworten zu Neunhundertneunundzwanzig

  1. aliasnimue schreibt:

    Fällt mir ein: hab ich auch noch im Schrank. Und damit anfangen kann ich auch nichts. Auch die in den Wechseljahren oft vorkommende Beschwerde, die eine Nutzung nötig machen würde, ist ausgeblieben. 😉

    Ist das Zeugs auf Silikonbasis? Das würde die Hartnäckigkeit erklären.

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  2. schaum schreibt:

    also ich habe so etwas nicht, aber eine flasche massageöl. und die schweinerei ist die gleiche.

    es schäumt wareingeschenk

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    • breakpoint schreibt:

      Man sollte sich wirklich gut überlegen, wo man solche Flaschen aufbewahrt.

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      • schaum schreibt:

        die im massageöl vorhandenen ätherischen öle scheinen die plastikdeckel zu zersetzen im laufe der jahre. ich habe auch das gefühl, dass sich das öl danke der flüchtigkeit von alleine in bewegung setzt, da gab es doch diesen physikalischen effekt der adhäsion? ich konnte mir das nur bei massageöl niemals vorstellen. es hat auch so das ganze regal im bad eingesaut ohne umzukippen 🙂

        es schäumt vongleitgelkeineahnung

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        • breakpoint schreibt:

          Oh, je!
          Ja, Plastikverpackungen sind immer kritisch. Nur durch Weichmacher werden sie überhaupt geschmeidig gehalten, und im Laufe der Zeit wird Plastik spröde.

          Ölflaschen stelle ich grundsätzlich auf einem Bierfilz o.ä. ab.

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          • schaum schreibt:

            ein guter tip, ich jedoch versuche sie grundsätzlich zu meiden……

            es schäumt einreliktausdervergangenheit

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          • engywuck schreibt:

            da muss ich widersprechen. Weichmacher brauchst du nur bei Kunststoffen, die „natürlich“ hart sind, also PVC und ähnliches. PE (Polyethylen) und PP (Polypropylen) benötigen keine Weichmacher (von extremen Anwendungsfällen abgesehen) – und die meisten Verpackungen dieser Art dürften PE sein.

            Was natürlich prinzipiell sein kann ist, dass quasi umgekehrt aus dem abgefüllten Material eine Art Anti-Weichmacher hineindiffundiert.

            Alternativ ist aber eine natürliche Versprödung durch intensives Sonnenlicht (vermutlich brechen da die Ketten auf und verknüpfen neu? Je nach Farbstoff katalysiert) und/oder einfach Alter denkbar. PE besteht nämlich aus „glasartigen“ Bereichen, in denen die Ketten sauber parallel geordnet sind und amorphen Bereichen. Das kann sich aber meines Wissens mit der Zeit umlagern. Allerdings ist das ein seeeeeeeeeehr langsamer Prozess.

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  3. Helferlein schreibt:

    Erinnert irgendwie an Daniel Düsentriebs „Alleslöser“. Ein universelles Lösungsmittel. Dummerweise löste es auch das Aufbewahrungsbehältnis an bzw. auf …

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    • breakpoint schreibt:

      Ja, da gibt’s auch den alten Chemikerwitz, bei dem ein Student eine Säure erfunden hat, die alles auflöst.
      Darauf der Professor: „Sehr schön, aber wo wollen Sie die aufbewahren?“

      Oder die Probleme bei der Kernfusion, wo man das heiße Plasma durch Magnetfelder einsperren muss.

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      • engywuck schreibt:

        so Stoffe die mit (fast) *allem* reagieren gibt es. Stichwort ClF3 (Chlortrifluorid). Auf Aluminium, Eisen etc. bildet sich zwar eine schützende Fluoridschicht, aber *wehe* die bekommt einen Kratzer.

        Oder wie John D. Clark in seinem Buch „Ignition!“ über die Entwicklung von Raketentreibstoffen schreibt:
        „It is, of course, extremely toxic, but that’s the least of the problem. It is hypergolic with every known fuel, and so rapidly hypergolic that no ignition delay has ever been measured. It is also hypergolic with such things as cloth, wood, and test engineers, not to mention asbestos, sand, and water — with which it reacts explosively. It can be kept in some of the ordinary structural metals — steel, copper, aluminum, etc. — because of the formation of a thin film of insoluble metal fluoride which protects the bulk of the metal, just as the invisible coat of oxide on aluminum keeps it from burning up in the atmosphere. If, however, this coat is melted or scrubbed off, and has no chance to reform, the operator is confronted with the problem of coping with a metal-fluorine fire. For dealing with this situation, I have always recommended a good pair of running shoes.“

        Verwendet wird es u.a. in der Halbleiterindustrie zum Säubern von CVD-Kammern.

        Wer lieber fiktionales mag: Thiotimolin ist so löslich in Wasser, dass es sich bis zu 1,12 Sekunden *vor* Wasserkontakt auflöst 🙂

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        • breakpoint schreibt:

          Tja, ich bin schon froh, dass ich nichts mit solchen aggressiven Chemikalien zu tun habe. Das Chemie-Praktikum hat mir gereicht.

          „dass es sich bis zu 1,12 Sekunden *vor* Wasserkontakt auflöst“
          Hihi, das muss der Dampfdruck sein.

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  4. gammler67 schreibt:

    melkfett tut es auch…

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  5. Molly schreibt:

    Hihihi … Vielleicht würde ich so wieder in meine eine Jeans reinkommen? 😀 😀 😀

    Captcha: Caesar salad – Immer diese Kristallkueglkommentare! 😉

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  6. House-of-mystery schreibt:

    Hättest du sicherlich besser anderweitig benutzt ! 🙂

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  7. Pingback: Elfhundertdreiundzwanzig | breakpoint

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