Neunhundertfünf

Vor zwei Jahren war ich mehrere Wochen lang auf Datingportalen aktiv.
Vielleicht kann es dem einen oder anderen nützlich sein, wenn ich meine Erfahrungen bezüglich Kontaktaufnahme bei Datingportalen zusammenfasse.

Ich hatte mir insgesamt drei Accounts (nicht simultan sondern mit einigen Tagen Zeitabstand) auf unterschiedlichen Portalen angelegt. Ich gab nur die Daten an, die sich nicht vermeiden ließen, und änderte die innerhalb einer vernünftigen Unschärfe leicht ab (z.B. halte ich es nicht für nötig, die exakte Postleitzahl anzugeben, für die lokale Zuordnung reicht auch ein Ort in 20km Entfernung).
Auch Bilder lud ich keine hoch. Schließlich weiß man nie, was mit Bildern passiert, sobald man sie einmal online stellt. Und ich wollte auch vermeiden, dass Kunden oder sonstige Personen, die mich kennen, mein Bild dort wiedererkennen.
Umgekehrt legte ich auch keinerlei Wert auf Fotos von Männern. Man weiß eh nicht, ob die tatsächlich authentisch sind, ob sie wirklich diesen Mann darstellen, nicht schon zwanzig Jahre alt sind, oder nachbearbeitet wurden.

Obwohl also meine Profile praktisch kahl waren, erhielt ich in den ersten Tagen 70 bis 80 Zuschriften pro Tag und Portal.
Mir blieb gar nichts anderes übrig, als meine Profildaten so zu bearbeiten, so dass es weniger einladend, sogar leicht abschreckend wirkte, und dadurch die Anzahl auf etwa 20/Tag reduziert wurde.
Das war immer noch zu viel, um damit umgehen zu können, zumal ich die meisten Zuschriften dennoch als Spam verbuchen muss.

Ich hatte ausdrücklich in meinen Profiltext geschrieben, dass ich nur unverbindlichen Casual Sex und keine Beziehung möchte, und dass nur in jeder Hinsicht große Männer eine Chance haben.
Trotzdem bekam ich Zuschriften, von Männern, die es offenbar nicht für nötig gehalten hatten, meinen Text zu lesen. Denn sie kleisterten mich mit Beziehungswünschen voll, und waren teilweise sogar unter 1.80m. (Von den einigermaßen großen Männern begannen etliche ihre Nachricht sinngemäß mit: „Toll, endlich mal eine große Frau. Da brauche ich mich nicht so hinunterzubücken.“ Hallo! Wer mir gleich als erstes signalisiert, dass ich ihm keine Anstrengung wert bin, braucht nicht mit Enthusiasmus zu rechnen.)
Das mindeste, was ich erwarten würde, wäre ein Anschreiben, aus dem hervorgeht, dass mein Profil tatsächlich gelesen wurde. Stattdessen hatte ich bei den allermeisten Zuschriften den Eindruck, dass der Text nur per Copy’n’Paste verschickt wurde, ohne auf individuelle Gegebenheiten einzugehen.
Das ist genauso wie bei einer Bewerbung um einen Job. Da will der potentielle Arbeitgeber auch den Eindruck haben, dass sich der Bewerber vorher mit der Ausschreibung befasst hat, und nicht nur ein 08/15-Anschreiben lesen.

Es gab nur sehr wenige „Ficken?“-Zuschriften. Einerseits ist die Effektivität, gleich auf den Punkt zu kommen, durchaus beeindruckend. Andererseits stieß mich die vulgäre Wortwahl ab, was alleine noch nicht zur Disqualifikation führen würde. Allerdings entsprachen die Schreiber auch sonst nicht meinen Suchkriterien.
Es gab auch einige bizarre Zuschriften, die ich gar nicht konkreter nennen möchte, da Google sonst wieder unerwünschtes Publikum hierherschickt. Nur den (vergleichsweise harmlosen) Lustsklaven möchte ich erwähnen. Mein Klo wollte er allerdings nicht schrubben, wie ich das eigentlich von einem Sklaven erwarten würde.

Dann erinnere ich mich etwa an eine Zuschrift, in der in mehr als epischer Ausführlichkeit beschrieben wurde, wie er mich mit Seidentüchern an einen Stuhl fesselte. Der Text endete sinngemäß mit: „Und was machst du jetzt?“
Mich juckte es in den Fingern zu schreiben, „Ich schreie entnervt auf: ‚Hör auf meine Zeit zu verschwenden, und komm endlich zur Sache!'“, ließ es aber dann doch.
Oder ein anderer, der ein detailliertes Szenario entwarf, wie wir uns zum ersten Mal in einem Café treffen. Vorher hatte ich mich sogar einigermaßen gut mit ihm unterhalten. Aber als er dann in allen Einzelheiten wissen wollte, welche Kleider ich bei diesem imaginierten Treffen tragen würde, wurde mir das zu lästig.
Mit wieder einem anderen unterhielt ich mich eine Zeitlang ganz nett, bis er herausrückte, dass ihm Sex gar nicht wichtig sei, und er eigentlich nur eine Alibifreundin suche. Warum hat er mich dann überhaupt angeschrieben?

Immer wieder wurde ich nach Fotos gefragt. Aber aus den o.g. Gründen gebe ich keine raus. Und auch Mail-Adresse oder Telefonnummer nicht. Wem das nicht passte, der soll’s halt lassen.
Umgekehrt wurde versucht, mir Fotos aufzudrängen. Aber – wie bereits oben beschrieben – bin ich der Meinung, dass so ein Portrait-Foto nur äußerst begrenzte Aussagekraft hat. Da sehe ich mir höchstens geschmackvolle und ästhetisch ansprechende Penisbildchen an. Nicht, weil mich das visuell anmachen würde, sondern weil es einen Eindruck vermittelt, wie der Besitzer mit seinem besten Stück umgeht, und wie er es in Szene setzt. Außerdem erleichtert es das Aussortieren, wenn absehbar ist, dass die Mindestdimensionierung nicht erreicht wird. Kurz gesagt, mit solch einem Bild kann ein Mann seine Chancen eigentlich nicht steigern, jedoch völlig zunichte machen. Also besser weglassen.
(Übrigens hilft auch manchmal tiefstapeln. Ein früherer Bekannter, mit dem ich damals wohnortbedingt nur noch Mailkontakt hatte, war recht frustriert über seine geringe Rücklaufquote bei einem solchen Portal. Er hatte – wahrheitsgemäß, meine eigene Messung – 23 Zentimeter als Länge angegeben. Entweder glaubten ihm die angeschriebenen Frauen nicht, oder fühlten sich dadurch überfordert. Ich riet ihm, ein paar Zentimeter abzuziehen. Seit er 19 Zentimeter angab, hatte er significkant mehr Erfolg.)

Es erwies sich auch als schwierig, einen geeigneten Ort zu finden.
In meine Wohnung kommt mir keiner rein.
Viele Männer (insbesondere wenn gebunden) waren nicht besuchbar, oder wohnten zu weit weg.
Da Winter war, war Outdoor auch keine Option.
Im Auto ist es mir zu eng.
Ein Stundenhotel gibt es erst in der nächstgrößeren Stadt, und auch da ist das Angebot äußerst begrenzt.
Für einen Quickie in Umkleidekabine, Beichtstuhl oder Toilette ist mir meine Zeit zu schade, dafür erst ewig vorher mit einem Mann reden zu müssen, der mich ansonsten überhaupt nicht interessiert.

Zwar habe ich durchaus Verständnis, wenn ein Mann kurzfristig vor einem Treffen wegen Erkältung absagt (denn er sollte schon fit sein), dagegen macht es sich gar nicht gut, wenn man einen sehr kurzfristigen Terminvorschlag macht, und dann gleich beleidigt ist, wenn ich nicht sofort zusage. Schließlich habe ich auch noch anderes zu tun, noch Lust, Tante Irma zu einem Treffen mitzunehmen.

Weitaus die meisten Zuschriften waren also aus unterschiedlichen Gründen uninteressant für mich. Anfangs hatte ich mich noch bemüht, trotzdem zu antworten. Aber das ging alleine aufgrund der Menge nicht, so dass ich auf vorgefertigte Standardfloskeln zurückgreifen musste.
Auch Absagen interpretierten manche Männer jedoch als Interessensbekundung. In hartnäckigen Fällen half nur noch die Ignore-Liste.
Es gab jedoch auch ein paar Anschreiben, die sich recht sympathisch oder originell anhörten. Allerdings waren diese Männer aus anderen Gründen nicht attraktiv für mich, so dass es mir manchmal leid tat, sie mit einer Standardantwort abzuspeisen. Auf einen längeren Dialog wollte ich mich aber nicht einlassen. Dazu war mir meine Zeit zu schade. So mussten diese Männer wohl den Eindruck gewinnen, dass ich sie aufgrund bestimmter Besonderheiten ablehne, obwohl meine Motivation dafür eigentlich eine ganz andere war.

Mehrere nette Anfragen habe ich in dieser Zeit auch von meinen Blogbekanntschaften bekommen. Aber da ich Blog und RL strengstens trenne, ging in nicht darauf ein. (Und als ich bereit war, für einen besonders geschätzten Blogfreund eine Ausnahme zu machen, machte der Betreffende schnell einen Rückzieher.)

Alle zwei oder drei Tage gab es einen Kontaktversuch, auf den es mir lohnend schien, darauf zu antworten. (Übrigens schrieb ich damals auch insgesamt fünf oder sechs Männer direkt an, die auch alle mehr oder weniger zügig antworteten.)
Allerdings empfand ich das ewige Vorgeplänkel und Hin und Her als lästig. Im Endeffekt sprangen nur wenige reale Treffen dabei heraus, über die ich damals auch gebloggt (324, 334, 346, 353) habe.

Fazit: Gut zwei Monate aktiv, hunderte Zuschriften, höchstens 30 ernsthaft beantwortet, 6 oder 7 geplante, aber nur 3 tatsächlich stattgefundene Treffen, einmal Sex.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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32 Antworten zu Neunhundertfünf

  1. Molly schreibt:

    😀 😀 😀
    Oh Mann, liebe Breakpoint! Vielleicht hättest Du Dich einfach mit einer Frau zusammentun sollen, die nach einer Beziehung sucht: Dann hättest Du ihr die btetreffenden Männer „abgeben“ können und ihr hättet beide was davon gehabt!

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  2. sweetsurrender schreibt:

    Ich empfinde solche Portale als Zeitverschwendung, auch wenn sicher andere auch gute Erfahrungen gemacht haben, so ist das für mich doch eher nichts. Es ist höchstens mal ab und an ganz amüsant.

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  3. Leser schreibt:

    Ein Freund von mir hat vor einiger Zeit ein ähnliches „Experiment“ gemacht, aber mit anderen Vorgaben, und damit auch mehr Erfolg. Er nutzte eine Smartphone-App dafür, die zugleich auch die genaue Position der Leute anzeigt (PLZ wird nicht benötigt), und natürlich auch mit Bild usw. Dieses vollkommen deanonymisierte Tracking verhindert natürlich auch den großen Spammer-Anteil, d.h. dort sind nur Leute, die es auch ernst meinen. Nunja, so hat er sich dort mehrere rein sexuelle Beziehungen parallel erhalten, und mit einer der Frauen (die sogar ihn angeschrieben hatte) ist er heute in einer festen, freiwillig exklusiven, nicht nur sexuellen Beziehung. Sozusagen: Mission geglückt. Wobei er es ursprünglich ja auch nur auf Sex abgesehen hatte, aber dann ist daraus eben mehr geworden.

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    • breakpoint schreibt:

      Wenn solche Portale – oder von mir aus Apps – nicht auch öfters erfolgreich arbeiten würden, gäbe es sie wohl nicht.
      Ich war damals mit der Ausbeute halt recht unzufrieden. Das lag aber wohl auch an überhöhten Ansprüchen, denen wohl kaum ein Mann gerecht wird.

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      • Leser schreibt:

        Haha, nett ausgedrückt – „überhöhte Ansprüche“ – man sollte fast nicht meinen, Du wärst verheiratet…

        Naja, jedenfalls denke ich auch, dass sowas nur funktionieren kann, wenn man auf seine Privatsphäre komplett verzichtet, weshalb ich diese App selbst z.B. nicht probieren würde: Ich habe es 17-18 Jahre lang erfolgreich geschafft, dass kein Foto von mir im Netz steht, und das soll auch bitteschön so bleiben. Ohne Foto ist man (zumindest bei der App, die mein Freund nutzte) jedoch komplett „uninteressant“.

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        • breakpoint schreibt:

          Damals war ich aber noch nicht verheiratet, sondern hatte gerade eine Trennung hinter mir, mich aber noch nicht von den gewohnten Ansprüchen gelöst.

          Ich hatte früher – beruflich bedingt – schon einige wenige Portrait-Fotos ins Netz gestellt.
          Inzwischen habe ich die zwar längst wieder zurückgezogen, aber das Internet vergisst nicht. Irgendwo können sie wohl noch herumgeistern.

          Fotos werden generell überbewertet. Sie bergen nur die Gefahr, dass man erkannt wird, wo man lieber anonym bleibt.
          Und man weiß auch nie, ob ein Foto tatsächlich die jeweilige Person darstellt, und ob es halbwegs aktuell ist.
          Durch den derzeitigen Selfie-Hype entstehen vor allem unvorteilhafte Fotos. Da doch lieber ganz bleiben lassen.

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          • Leser schreibt:

            Fotos bergen vor allem die Gefahr, dass sie anhand von biometrischen Merkmalen „profiliert“ werden. Damit ist es dann möglich, sämtliche Bilder biometrisch auszuwerten, um zu schauen, wer darauf zu sehen ist. Das war damals, als ich mit dieser Policy anfing, noch kein Problem. Inzwischen ist es das.
            Wobei, mir fällt gerade auf/ein, dass ich das ja eigentlich auch schon gebrochen habe, denn ich habe vor 2 Jahren oder so einmal die Videotelefonie sowohl über „Google Hangouts“, als auch über Skype ausprobiert. Damit haben die größten Datenhalden des Internets also schon meine biometrischen Merkmale. Das ist ärgerlich…

            Naja, trotzdem ist „sich rar machen“ wohl doch immer noch mit die beste Lösung. Sprich, keine Services nutzen, die irgend eine Art von Profilverknüpfung erlauben. Damit meine ich nicht mal die (leider unheimlich praktischen) Online-Shops eBay und Amazon, sondern eben vor allem solche Dating-Sites, oder was es da halt noch so gibt. Um soziale Netzwerke, allen voran Facebook, mache ich ja auch einen riesen Bogen. Das geht auch damit einher, dass ich WhatsApp nicht nutze, einfach weil es mir nicht passt, dass diese App mein Telefonbuch an deren Server sendet – meine Telefonnummer dürfte da schon von viel zu vielen Leuten unbewusst hochgeladen worden sein…

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            • breakpoint schreibt:

              Stimmt, automatische Gesichtserkennung und Biometrie bergen auch zusätzliche Risiken, sind aber erst in den letzten paar Jahren ein Thema geworden.

              Ich gehe mal davon aus, dass die wenigen Aufnahmen, die ich von Körperteilen online gestellt habe, nicht diesen eindeutigen Wiedererkennungswert haben wie ein Gesicht.

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  4. ednong schreibt:

    So einen hohen Spamanteil hatte ich nicht erwartet. Ist ja dann richtig aufwendig, derart zu antworten oder zu kommunizieren.

    Und dann nur einen solch kleinen Teil als Ergebnis verwundert doch. Wie du schon schriebst: vielleicht zu hohe Ansprüche für „nur Sex“ 😉

    Captcha paßt: the big easy

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    • breakpoint schreibt:

      Ja, gerade das Aussortieren kostete enorm viel Zeit.
      Der Wirkungsgrad war gering. Und insbesondere störte es mich, dass ich zwar exakt kommuniziert hatte, was ich wollte, aber dennoch Unmengen von Angeboten erhielt, die völlig an den Anforderungen vorbeigingen.

      In meiner damaligen Situation verhielt ich mich offenbar nicht ganz konsistent. Einerseits wollte ich „nur Sex“, andererseits war ich an ein hohes Niveau gewöhnt, auf das ich doch nicht so ganz verzichten konnte oder wollte.

      Du hast zu dieser Zeit ja schon hier gelesen und kommentiert. Vielleicht erinnerst du dich noch daran.

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  5. idgie13 schreibt:

    Meine Begeisterung für die Art Portale hält sich auch in Grenzen und ich hab auch auf den „Nur Sex“-Portalen immer nur Männer kennengelernt, die eine Beziehung wollten *grr*.

    Auf Parship hab ich mal ein Fun-Profil gemacht und war dann so genervt, dass ich mich gar nimmer eingeloggt hab. Als ich mich Wochen später angemeldet hab, um mein Profil zu löschen, hab ich doch eine Anfrage beantwortet. Ihn hab ich sogar nach ein paar Tagen getroffen. Er ist mein Partner seit 3 Jahren B).

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    • breakpoint schreibt:

      Da fragt man sich wirklich, warum Männer mit Beziehungswünschen nicht auf geeignetere Portale ausweichen. Aber ich glaube, viele davon sind sogar kostenpflichtig.

      Du bringst ein schönes Beispiel. Weiterhin viel Glück euch beiden!

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  6. Gerhard11111 schreibt:

    „Mir blieb gar nichts anderes übrig, als meine Profildaten so zu bearbeiten, so dass es weniger einladend, sogar leicht abschreckend wirkte, und dadurch die Anzahl auf etwa 20/Tag reduziert wurde.“

    „Fazit: […] einmal Sex.“

    Ich habe den Verdacht, Du hast die falschen abgeschreckt. Mindestens bis zum ersten Treffen bin ich nicht wählerisch, aber wer in seinem Profiltext nicht freundlich ist, ist direkt draußen.

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    • breakpoint schreibt:

      „Mindestens bis zum ersten Treffen“
      Mehr als ein Treffen/Mann hatte ich ja erst mal gar nicht vorgesehen, wäre sonst zu viel Aufwand gewesen für einen ONS.
      (Bei beidseitigem Gefallen wären später aber natürlich Wiederholungen willkommen gewesen.)

      Tja, wie formuliert man, um nicht die falschen abzuschrecken? Die meisten haben den Profiltext anscheinend ohnehin nicht gelesen, sind zumindest im Anschreiben nicht darauf eingegangen.
      Mit meinem – nicht gerade unfreundlichen, doch schon etwas arrogant 🙄 wirkendem – Profiltext wollte ich eben gerade die Männer ansprechen, die das ganze rein sachlich sehen, und nicht darauf aus sind, mich zeitlich etc. zu sehr zu vereinnahmen.

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  7. Gerhard11111 schreibt:

    Wie man formuliert? Ich denke am besten ehrlich und freundlich-sympathisch.

    So wie wir Männer unsere Strategien aus Sicht der zu Erlegenden machen, so solltest Du halt auch schauen womit Du welche Männer aussortierst oder eben anziehst. Die Reduktion muß sicher sein, aber wenn bei den 20/Tag nur noch Blödhammel dabei sind, hast Du halt falsch gesiebt.

    Aber klar, es ist nicht leicht.

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    • breakpoint schreibt:

      Zum Glück habe ich ja dieses Dilemma nicht mehr. 😀

      Wenn man freundlich schreibt, kriegt man halt Unmengen Anfragen, von denen die meisten aber nicht passen. Schreibt man unfreundlicher, kriegt man zwar weniger Resonanz, aber vermutlich nur noch von denen, die den Inhalt eh nicht lesen.

      Wie man’s auch macht, ist es wenig zielführend.

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  8. Pingback: Elfhundertsieben | breakpoint

  9. imion schreibt:

    „Stattdessen hatte ich bei den allermeisten Zuschriften den Eindruck, dass der Text nur per Copy’n’Paste verschickt wurde, ohne auf individuelle Gegebenheiten einzugehen.
    Das ist genauso wie bei einer Bewerbung um einen Job.“
    Das ist halt immer das beste an Frauen, immer nur meckern, aber nie selbst mache. Sprecht ihr doch mal Männer an, gebt den Männern doch mal Getränke und die dates aus. Aber nein, Frau ist ja Prinzessin und möchte so behandelt werden, während sie die Männer wie Bedienstete behandelt, die ihr gefälligst die Tür aufhalten soll.

    Schon mal auf den Trichter gekommen, das es einen Grund gibt, das sich die Texte wie copy und paste anhören? Vielleicht weil die Männer genervt davon sind, das die Prinzesschen weis gott was verlangen, selbst aber nichts zu bieten haben?

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    • Auf solchen Portalen gibt es wesentlich mehr Männer als Frauen, weshalb die wenigen Frauen dort die Regeln vorgeben können, denn sie bieten das knappere Gut.
      Wenn es zahlenmäßig umgekehrt wäre, sähe die Situation natürlich ganz anders aus.

      Ich habe damals (vor etwa dreieinhalb Jahren) durchaus ein paar Männer angeschrieben, deren Profil mir gefiel, und auch Antworten erhalten.

      Inzwischen höre ich jedoch aus meinem Bekanntenkreis, dass Männer Frauen kaum noch antworten, weil diejenigen Frauen, die Männer anschreiben, erfahrungsgemäß meist Fakes sind, bzw. kommerzielle Interessen verfolgen.
      Wenn sich eine Frau also trotzdem die Mühe macht, einen Mann anzuschreiben, bekommt sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar keine Antwort mehr.

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      • imion schreibt:

        @Anne
        „Wenn es zahlenmäßig umgekehrt wäre, sähe die Situation natürlich ganz anders aus“
        nein, sähe sie nicht besonders. Jedenfalls nicht von Männerseite. Männer würden Frauen immer noch anschreiben, etc pp. Es sind Frauen, die es geniesen, wie die Männer zu kreuze kriechen und für sie bezahlen. Wir hatten hier in Deutschland mal einen Frauenüberschuss. Hat das dazu geführt, das die Männer verlangt haben, bezahlt zu werden? Nein. Weil den Meisten Männern etwas an der Person liegt und an der Partnerschaft. Die meisten Frauen interessiert aber nur das finanzielle.

        Deshalb sind Ladies nights und solche Portale auch so beliebt, hier betreibt der Betreiber schon eine Vorauswahl, es bleiben nur die Männer übrig, die bereit sind, für Frauen zu bezahlen. Deshalb kommen auch die Standard mails zustande, einfach, weil nur der Mann investieren muss.

        Ein Mann hätte es nämlich nicht so machen können wie, und sich einfach so anmelden und mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu treten. Ein Mann muss immer zahlen. Weil Frauen das so wollen, weil die meisten Frauen nichts in eine Partnerschaft investieren wollen. Im gegenteil, für die meisten Frauen ist Sex und Partnerschaft eine Geldquelle, mit der es sich angenehm leben lässt.

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        • Die Veranstalter von Ladies Nights und Betreiber diverser Portale gewähren Frauen Vergünstigungen oder bessere Konditionen, weil sonst wesentlich weniger Frauen teilnehmen würden.
          Folglich wären diese Veranstaltungen und Portale auch für die männliche Kundschaft nicht mehr attraktiv, da die Chancen, dort mit einer Frau in Kontakt zu kommen, noch einmal drastisch sänken.

          Du kannst davon ausgehen, dass die Veranstalter/Betreiber sehr genau wissen, was sie tun, und ihre Preisgestaltung auf maximalen Gesamtumsatz bzw. Gewinn optimieren.
          Wenn zu erwarten wäre, dass Frauen gleichermaßen bereit wären, Eintritt oder Beitrag zu bezahlen, würden sie auch entsprechend zur Kasse gebeten.

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          • imion schreibt:

            „weil sonst wesentlich weniger Frauen teilnehmen würden“
            „Wenn zu erwarten wäre, dass Frauen gleichermaßen bereit wären, Eintritt oder Beitrag zu bezahlen, würden sie auch entsprechend zur Kasse gebeten.“
            Und das sag eigentlich alles über Frauen aus. Wie ich oben schon schrieb, der Betreiber betreibt eine vorauswahl für Frauen, da Frauen rein an dem Geldbeutel der Männer interessiert sind. Deshalb wollen Frauen auch nichts bezahlen, nichts in eine Partnerschaft investieren, weil Männer nur Nutzvieh für Frauen sind, ein laufender Geldbeutel und nichts weiter.

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            • Es wird kein Mann gezwungen, solche Veranstaltungen zu besuchen, und mit dortigen Frauen Kontakt aufzunehmen.
              Die, die es tun, machen das aus freier Entscheidung.

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            • imion schreibt:

              @anna
              „Es wird kein Mann gezwungen, solche Veranstaltungen zu besuchen“
              Doch, wird er. Hier in der Gegend gibt es keine Club, nichts wo man tanzen könnte, bei dem die Männer nicht die Frauen finanzieren müssten. Die einzige möglichkeit wäre zuhause zu bleiben und keinen spass zu haben. Genauso auf den Dating seiten.

              Ich frage mich nur, wie man als Mensch so was gutheissen kann und selbst ohne einen funken reue sich permanent auf kosten anderer durchs zu schmarotzen. Es ist erschreckend, wie sich Frauen verhalten, das Frauen Männer nicht als Menschen sehen.

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            • Wenn dies in deiner Gegend so ist, so haben ja die Frauen auch nicht die Möglichkeit, irgendwo anders – auf eigene Kosten – hinzugehen, selbst wenn sie das gerne möchten.

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            • imion schreibt:

              @anna
              Doch, könnten Sie. In Bars z. B., aber da müssten Sie selbst alles bezahlen. Oder wenigstens könnten sie mal Männer ansprechen, aber selbst das ist zu viel, weil auch hier könnten sie nichts an Bezahlung herausschlagen. Oder Sie könnten dem Betreiber mitteilen, das sie das nicht gut finden, auch hier wieder nichts von Frauen. Oder sie könnten mit den Männern bei der Ladies night halbe halbe machen, auch hier wieder fehlanzeige. Alles nur, weil Frauen in Männern keine Menschen sehen, sie Männer in wertes und unwertes Leben einteilen.

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