Achthundertsiebenundachtzig

Eigentlich hätte Carsten heute auf einen Kongress gewollt, aber da er noch nicht so recht fit ist, verzichtete er darauf, und schickte stattdessen seinen Vize.

Ansonsten kehrt heute hoffentlich wieder Routine ein. Letzte Woche habe ich den IT-Jour-fixe nicht besucht, weil ich krank war. Diesmal habe ich so viel anderes zu erledigen und nachzuarbeiten, dass ich es wohl auch nicht schaffe, höchstens teilweise.

Nachdem das Projekt mit der Geräte-Bedienungs-Oberfläche die letzten Wochen ziemlich auf Sparflamme lief, muss ich da jetzt mal wieder gasgeben und meine Jungs ordentlich antreiben, um Rückstände aufzuholen.

Aufträge für eigene Entwicklungprojekte habe ich derzeit zwar nicht (weil mir einfach die zeitlichen Kapazitäten fehlen, welche anzunehmen), aber zwei Beratungstermine bei Kunden musste ich letzte Woche verschieben. Die muss ich möglichst bald nachholen. Zwar habe ich mir ein gewisses Renommee erarbeitet, so dass die Kunden meine Dienste zu schätzen wissen. Sie länger hängen zu lassen, kann ich mir dennoch nicht leisten, denn die Konkurrenz schläft nicht.
Ich setze den Schwerpunkt meiner Tätigkeit jetzt ohnehin mehr auf Beratung. Da ich in Carsten’s Firma ziemlich beschäftigt bin (ich könnte mich dort auch Vollzeit betätigen, will aber finanziell unabhängig bleiben), bleiben mir für eigene Aufträge nur zehn bis fünfzehn Stunden pro Woche. Für Auftragsentwicklung ist das eigentlich zu wenig. Mache ich zukünftig höchstens noch für Stammkunden, die keine kurzfristige Fertigstellung fordern.
Ansonsten konzentriere ich mich auf Beratung. Das ist überschaubarer und lässt sich leichter zwischendurch einschieben. Zwar bin ich dann – weil sich nicht alles per Mail abwickeln lässt – mehr unterwegs, um Kunden zu besuchen, aber zum einen berechne ich natürlich die Reisezeit und ggf. -kosten, zum anderen ist die betreffende Branche ohnehin in unserer Region recht dicht vertreten.
Beratung ist einfach verdientes Geld, wenn auch bei weitem nicht so interessant wie die Entwicklung.

Ihr seht schon, ich bewege mich immer weiter von der Programmierschlampe weg. *seufz*
Naja, immerhin habe ich noch meine Standardsoftware, an der ich mich zwischendurch mal austoben kann.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu Achthundertsiebenundachtzig

  1. Molly schreibt:

    „Ihr seht schon, ich bewege mich immer weiter von der Programmierschlampe weg. *seufz*“ – Och Annchen!
    Du bist in der wunderbaren Position, das tun (oder lassen) zu können, was Du willst. Auf wie viele Menschen mag das zutreffen?
    Tu, was DIR Spaß macht, was DU möchtest! Nutze es, dass Dein Leben so ist, dass Dir das möglich ist!
    Lebe meinen, äh, Deinen Traum! 🙂

    Captcha: „Hold your horses“ – Meint das jetzt mich??? 😀

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    • breakpoint schreibt:

      Ach, Molly, das sagst du so leicht!
      Ich will halt vieles machen, aber für alles reicht die Zeit nicht.
      Deshalb setze ich Prioritäten.

      Dir geht’s doch so ähnlich. Du hast auch eigene Berufstätigkeit zugunsten deiner Kinder (die dich bestimmt voll auslasten) zurückgestellt.

      Wenn ich meinen Mann beruflich unterstützen will, dann reicht meine Zeit eben nicht, um ausgiebig zu programmieren (zumindest derzeit, in 1 oder 2 Jahren kann das schon wieder anders sein).

      Und soo schlimm ist Beratung ja jetzt auch nicht. Der einzige Job, bei dem man für Klugschei?erei auch noch opulent bezahlt wird.

      Theoretisch bräuchte ich gar nichts zu arbeiten, und könnte just for fun ein bisschen für den Eigenbedarf programmieren. Aber will ich das? Nö. Auch wenn mein Mann nichts dagegen hätte.
      Und was das Herumschlampen betrifft .. tja .. äh .. damit wäre mein Mann wohl nicht einverstanden.

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      • Molly schreibt:

        Ja natürlich sagt sich das von Außen so leicht, 😀
        Meine Kinder lasten mich aus? ÜBERlasten trifft es besser, *räusper*, gleichzeitig hab ich oft Langeweile, fiese Kombination.
        Ich meinte eben nur, Du solltest tun, was Dich glücklich macht! Sag, dass Du überwiegend glücklich bist und schon bin ich still, 😀

        Gruselednongskristallkugelcaptche: Moot point

        Oh, BTW: Jetzt muss ich Dir erstmal ein herzliches Lob aussprechen: Deine Captcha erweitern meinen englischen Wortschatz wie schon lange nichts mehr! 🙂

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        • breakpoint schreibt:

          Im Großen und Ganzen bin ich durchaus glücklich (zumindest meistens).

          Ich wollte keinesfalls den Eindruck vermitteln, dass ich deswegen herumjammere, habe ja nur sachlich beschrieben, warum ich derzeit die Programmiererei reduzieren muss (das ist zwar bedauerlich, aber nicht wirklich tragisch).

          „ÜBERlasten trifft es besser“
          Glaube ich dir schon.
          „gleichzeitig hab ich oft Langeweile“
          Dann nutze diese Zeit, um zu lernen, dich weiter zu bilden, sowie neue Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, und irgendwann (vielleicht wenn deine Kinder aus dem Gröbsten raus sind) machst du dich dann selbständig.

          Wie schade, dass ich die Captchas nicht zu Gesicht kriege!

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          • Molly schreibt:

            „Dann nutze diese Zeit, (…)
            -> Welche Zeit? 😀
            Hab nie behauptet, ich hätte welche; nur sind putzem, Klo schrubben und Staub wischen halt LANGEWEILIG!!!! 😀 😀 😀

            Captcha: Get over it
            -> Ganz schön frech die letzte Zeit! 😉

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  2. Athropos schreibt:

    Du kannst ja im Blogtitel die Programmierschlampe gegen Consultant austauschen (da wäre die Schlampe auch schon implizit dabei :p)

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  3. plietschejung schreibt:

    Sichere dir deine Programmier-Jobs, für dich, für deine Betätigung, für deinen Fun. Das ist wichtig.

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    • breakpoint schreibt:

      Ich habe immer noch genug zu programmieren.
      * bei meinen Jungs, wenn auch eher passiv
      * eigene Projekte, also Standardsoftware, die ich nach eigener Zeitplanung hin und wieder verbessere und erweitere
      * kleine Tools für den Eigenbedarf und auch mal für die Firma
      * gelegentlich Updates für Stammkunden, die bestehende Software ausbauen wollen

      Nur eigenständige, größere Projekte nehme ich vorläufig nicht als neue Aufträge von Kunden an.
      Dafür sind max. fünfzehn Stunden/Woche einfach zu wenig. Da muss man länger am Stück dranbleiben können, denn die Kunden wollen schließlich kein halbes Jahr oder länger auf erste Ergebnisse warten.

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  4. Pingback: Tausendeinundachtzig | breakpoint

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