Achthunderteinundsiebzig

Nach der Installation des Updates KB971033 vor wenigen Wochen kam Windows irgendwie auf die Idee, dass meine Kopie nicht genuine wäre. Aber selbstverständlich habe ich Windows rechtmäßig erworben.

Der Desktop blieb schwarz (was mich eigentlich gar nicht sehr störte). Irgendwo in der bottomright corner stand etwas von „not genuine“, und immer wieder poppte eine Meldung auf, um mich darauf aufmerksam zu machen.

Ich probierte ein bisschen herum, bootete, versuchte neu zu aktivieren, deinstallierte dieses Update, aber alles schlug fehl.
Schließlich gab ich in einer Shell mit Adminrechten „slmgr -rearm“ ein. Dies hat das Problem gelöst. Offenbar war Windows irgendwie durcheinandergekommen, und dieser Aufruf hat es wieder gerichtet, indem der Lizenzstatus des Rechners durch den Softwarelizenzmanager zurückgesetzt wurde.

Allerdings war mein Desktop immer noch schwarz, und ich musste meine Einstellungen wieder neu vornehmen. Was hat sich Microsoft dabei nur gedacht, diese Daten einfach zu schrotten?

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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41 Antworten zu Achthunderteinundsiebzig

  1. plietschejung schreibt:

    Ja, sehr seltsam.
    War es der patch, der bereits zurück gezogen wurde?

    Hast du ein Backup oder funzt eine System Wiederherstellung?

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    • breakpoint schreibt:

      Keine Ahnung, das ist ja auch schon ein bisschen her.
      Jedenfalls war ich froh, dass alles wieder funktionierte.
      Nachdem mich die Angelegenheit ohnehin schon viel Zeit gekostet hat, wollte ich nicht noch mehr Zeit in vermutlich vergebliche Ursachenforschung inverstieren.

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  2. ednong schreibt:

    Also ich vermute mal, MS wird dabei nicht gedacht haben …

    Captcha: eat your dinner – vielleicht Teller nicht leergegessen?

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    • breakpoint schreibt:

      War auch nur eine rhetorische Frage.
      Aber es zeigt auch wieder, wie wichtig eine gründliche Analyse, Planung und Spezifikation bei der SW-Erstellung sind – und wie leicht man dabei etwas übersieht.

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      • ednong schreibt:

        Ist MS nicht generell der Inbegriff dafür, um genau so etwas aufzuzeigen?

        Ich mein, in meiner bisherigen Zeit hatte ich bisher genau zweimal Probleme bei Kubuntu, weil die ein Update versaubeutelt haben. Wenn ich mir MS in der Zeit ansehe, reichen die Finger nicht mehr zum Zählen (oder ich bräuchte Fremdhände).

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  3. DerMaskierte schreibt:

    Bei uns laufen derzeit vor jedem Patchday Wetten, welcher Patch diesmal zurückgezogen wird.

    So sehr ich die Produkte von Microsoft mag, hier ist ein deutlicher Qualitätsverfall bemerkbar.

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  4. Molly schreibt:

    Öh. Dazu kann ich so überhaupt nichts sagen, liebe Breakpoint, aber das aktuelle Captcha ist zu schön, um es verkommen zu lassen: „whole shebang“

    -> Was ließen sich daraus nicht lustige Wortspiele machen! 😉

    Und natürlich: Mein vollstes Mitgefühl für die Computerrumärgerei!

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  5. Leser schreibt:

    Haha, ein weiteres großartiges Beispiel für die Stümperei von Microsoft. „Qualitätsverfall“, hmm, nunja. Ich bin mir nicht sicher, ob die Qualität jemals gegeben war… Aber man sieht auch toll, wie bescheiden es ist, von einem proprietären Anbieter auf Gedeih und Verderb abhängig zu sein – System kaputt, nichts geht mehr. Also erst mal nen halben oder ganzen Tag auf die Neuinstallation verwenden, juchhu, das professionelle Umfeld freut sich! (Erst recht, wenn das dann in Firmen passiert, wo hunderte oder tausende von PCs betroffen sind.)
    Aber ja, ich habe auch schon Stimmen gehört, die vermuten, dass Betruebssysteme einfach nicht mehr wichtig sind für Microsoft. Da wird anscheinend kein Wert mehr drauf gelegt, dass da alles richtig funktioniert. Und wieso auch, gibt ja tausendundeine tolle Alternativen 🙂
    Microsoft konzentriert sich also lieber auf Cloud-Anwendungen wie Cloud-Office, und verhebt sich damit hoffentlich gründlich (weil kein verantwortungsbewusster IT’ler jemals auf die Idee kommen würde, unternehmensrelevante Daten in einer fremden Cloud auszulagern, Stichwort Industriespionage).

    Und so geht eine Ära verdient zu Ende! (OK, ich bin meiner Zeit wieder mal ein paar Jahre voraus, aber die freudige Erwartung ist einfach zu stark)

    Und Breakpünktchen, wenn Du Dich mal (zunächst theoretisch) mit dem grundlegenden Aufbau eines Unixoiden Betriebssystems beschäftigst, dann wirst auch Du die Schönheit erkennen, die der absolut logischen Strukturierung des gesamten Systems inne wohnt. Und auch Freude daran finden, an jeder Stelle „von Hand“ Änderungen vorzunehmen, weil die meist verwendeten Systeme eben quelloffen sind (als Programmiererin kannst Du das sicher noch weitaus besser würdigen, als ich, der ich ein reiner Anwender bin). Passt etwas am Kernel nicht? Einfach die entsprechende Änderung vornehmen und neu kompilieren, et voilà, schon gehts. Passt was am Windows-Kernel nicht: Keine Chance, irgendwas daran zu ändern, da muss man eben sagen „geht nicht“.

    Captcha: feeding frenzy 🙂

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    • breakpoint schreibt:

      Ach ja, warum überrascht es mich nicht, von dir einen MS-kritischen Kommentar zu lesen, der Unix in den höchsten Tönen lobt?

      Weißt du, vielleicht sollte ich mich wirklich mehr mit Linux u.dgl. beschäftigen. Aber was nützt mir das?
      Meine Kunden nutzen Windows, und die wollen, dass meine Software auf Windows läuft. Also mache ich das beste daraus, und bin auch grundsätzlich mit Windows zufrieden.

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      • Es gibt Techniken, das Beste aus beiden Welten zu vereinen. 😉

        RDP/ICA[0] in die eine Richtung, X2Go[1] in die andere.

        Ich hole mir mit X2Go z.B. bei Bedarf einzelne grafische Linux-Anwendungen auf den Windows-Bildschirm.
        So habe ich Windows als GUI und für Kram der unbedingt unter Windows installiert werden muss, und der eventuell nicht oder nicht performant über Remote nutzbar ist, und trotzdem die Stabilität eines Linuxsystems für die wichtigen Anwendungen, die auch für Linux verfügbar sind.
        Denn schmiert mir das Windows ab, wird die Ausgabe der Linux-Anwendungen einfach pausiert. Nach dem Windows-Neustart kann ich die Linux-Anwendungen genau da weiternutzen, wo ich aufgehört habe.

        Umgekehrt kann ich auch einen minimalen Linux-Client bereitstellen, der nichts anderes macht, als eine RDP- oder Citrix-Sitzung von einem zentralen Server auf den Bildschirm zu zaubern. Für Büroarbeitsplätze in der Verwaltung ideal. „PC“ defekt? Einfach die neue Kiste in die Hauspost; die 5 Kabel (Maus, Tastatur, Bildschirm, Netzwerk, Strom) umstecken kann der Anwender selbst. Updates? Gehen alle zentral und ohne dass der „PC“ dazu eingeschaltet sein muss. Und alles mit der Windows-Oberfläche, die die DAU-Nutzer gewohnt sind.
        =>Die Client-Hardware ist günstiger (braucht keine Festplatte/SSD mehr), wartungsfreier (weniger oder gar keine bewegte Teile), hält länger (weil sie nicht so leistungsfähig sein muss), und ein wenig Lizenzkosen spart man AFAIK auch noch dabei, weil man für den Client „nur“ die Remote Desktop-Clientlizenz von MS erwerben muss und keine Windows-Clientlizenz dazu (früher war die im Client-Betriebssystem inklusive, aber ich glaube irgendwann um XP SP3 herum wurde das geändert).

        Ich glaube, man merkt, dass ich ein Fan von Remote Applications und Remote Desktops bin. 😉

        Disclaimer: Ich verdiene damit auch mein Geld – habe aber bewusst darauf verzichtet, hier Links zu Firmen zu posten, mit denen ich beruflich zu tun habe.

        [0] http://www.citrix.com
        [1] http://wiki.x2go.org

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        • Hm, Blöd, da hat’s die Links zerlegt. Breakpünktchen, könntest Du bitte den Ursprungspost fixen?

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        • breakpoint schreibt:

          Ich nutze v.a. virtuelle Maschinen, aber auch Remote Desktop per mstsc.

          „DAU-Nutzer“ ist übrigens ein Pleonasmus, weil der Nutzer schon im U für User steckt.

          Die Links habe ich wunschgemäß gefixt. Du solltest nicht so sparsam mit Blanks umgehen.

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          • Danke. Das mit den Blanks ist eine C64-Unsitte.
            10pR“Hello World“:gO10
            ist dort gleichbedeutend mit
            10 print „Hello World“ : goto 10

            Remote Desktops als „Desktop im Desktop“ finde ich unbequem und unhandlich.
            Entweder Fullscreen Remote Desktop auf einem Thinclient, wo man gar keinen lokalen Desktop mehr braucht, oder Remote Applications im Seamless Mode zusammen mit den lokalen Anwendungen.

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            • breakpoint schreibt:

              Du hast immer noch C64-Gewohnheiten? Heiliger Commodore!

              Fullscreen kann ich ja überhaupt nicht haben. Bei mir hat jede VM oder RD-Fenster ein eigenes Fenster. Sonst komme ich durcheinander.
              Gelegentlich sehe ich z.B. bei Mitarbeitern Vollbild- oder Seamless-Mode. Grausam.

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            • Hey, ich war 9 Jahre alt, als ich den C64 bekam. Das nennt man, glaube ich, frühkindliche Prägung (oder so ähnlich). 😉
              Einen x86-kompatiblen Rechner gab’s erst 6 Jahre später.
              Das hat mich für immer versaut, was das Programmieren angeht. Ich Sysadministriere und Systemintegriere lieber vor mich hin. 😉

              Fullscreen mache ich auch nur dann, wenn ich an einem ThinClient sitze (also sowieso keine lokale Anwendung habe) oder am Stück etwas auf dem entfernten System arbeiten muss.

              Aber Fenster im Fenster finde ich grausam. Das Fenster zeigt nie genau den Bildschirmausschnitt, den ich gerade brauche, es gibt aber auch kein automatisches Scrolling, und der entfernte Desktop lässt sich auch nicht auf die Fenstergröße resizen, sondern zeigt stur seine 1280×1024 und die Scrollbalken. Ergo muss man immer mittendrin aufhören, mit der Maus an den Scrollbalken (weil das Mausrad auch nicht funktioniert, oder man nur vertikal Mausrädeln kann, aber gerade horizontal hin und her muss) fassen, dann wieder im Fenster weiterwerkeln, …
              Danke nein.

              Außer Du hast auf x Maschinen überall die gleiche Anwendung laufen und keine Möglichkeit, sie z.B. in der Titelzeile zu unterscheiden, da macht das Fensterln dann wieder Sinn.

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            • breakpoint schreibt:

              Soso, jetzt wissen wir wenigstens, wo deine Versautheit bzgl. des Programmiererei herkommt. :>

              Mein physischer Monitor hat eine Auflösung von 1920px mal 1080px.
              Remote Desktops lass ich unter 1280*1024 laufen. Das passt wunderbar.
              Die VMs resize ich mir so, wie es mir gefällt. Da brauche ich nichts zu scrollen.

              Bei Vollbild müsste ich immer erst über irgendeine Tastenkombination, die ich mir nicht merken will, umschalten. Das ist mir viel zu umständlich.

              Und bei Seamless komme ich durcheinander, insbesondere mit dem Dateisystem.

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    • engywuck schreibt:

      „wenn Du Dich mal (zunächst theoretisch) mit dem grundlegenden Aufbau eines Unixoiden Betriebssystems beschäftigst, dann wirst auch Du die Schönheit erkennen, die der absolut logischen Strukturierung des gesamten Systems inne wohnt. “

      Der Windows NT Kernel soll von der Architektur her recht schön sein. Jedenfalls schöner, als was Unix um 1990 zu bieten hatte.

      Und ganz ehrlich: wer bitte hat die nötigen Kenntnisse, an einem *Kernel* was rumzubasteln? Speziell in den Bereichen, die ein Windows als Kernel ansieht – Devicetreiber gehören da nicht dazu… Linux Kernel selber kompiliert habe ich auch schon, aber so wirklich nötig war das doch eigentlich nie, außer man musste updaten, da nur in der neuesten Version der Treiber für XY drin war. Bei Windows spiele ich halt den neuesten Treiber vom Hersteller ein.

      Die letzten (mehr als) fünfzehn Jahre hatte ich übrigens auf mindestens einem meiner halbwegs regelmäßig genutzten Rechner Debian als Hauptbetriebssystem drauf (meist sogar auf dem Hauptrechner, derzeit auf dem Laptop). Mal sehen, wie sich das mit dem systemd nun entwickelt.

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      • „Und ganz ehrlich: wer bitte hat die nötigen Kenntnisse, an einem *Kernel* was rumzubasteln?“

        Es muss gar nicht der Kernel sein.
        Nehmen wir das vorhin von mir angeführte X2Go.
        Das ist genauso OpenSource.
        Es gibt diverse Firmen, die gelegentlich freie Entwickler damit beauftragen, neue Features zu X2Go gegen Geld hinzuzufügen.
        Versuch‘ das mal bei Microsoft Windows, oder Microsoft Office. Da heißt es „friss oder stirb“.

        Open Source heißt „geht nicht gibt’s nicht“, denn Du kannst, wenn Du selbst kein Programmierer bist, *immer* einen Programmierer finden, der Dir gegen Geld Dein Wunschfeature einbaut. Selbst wenn der ursprüngliche Maintainer Deinen Patch nicht haben will – Du kannst für Dich problemlos die gepatchte Version zum Einsatz bringen.
        Bei Microsoft wäre das aus rechtlichen Gründen nicht zulässig, selbst wenn Du aus irgendeinem Grund in der Lage wärst, dass Du es technisch könntest.

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  6. Uschi-DWT schreibt:

    Da könnte man fast glauben das es nach dem Motto „It’s not a bug, it’s a Feature“ abgelaufen ist.

    So hat Microsoft aktuelle Rückmeldungen ihrer registrierten User und vielleicht kommt so auch der eine oder andere ohne Lizenz ans Tageslicht.

    Mir ist heute etwas ähnliches mit einem Update meiner Virensoftware passiert. Immer wieder kam die Meldung „System nicht sicher, Updates vorhanden“.

    Nach der Abfrage auf Updates kam die Meldung „keine neuen Updates vorhanden“.

    Erst nach mehrfachem Neustart und Registry cleaning war das wieder bereinigt, ohne wirkliche neue Updates zu installieren.

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    • breakpoint schreibt:

      Ach, du wirst ja selbst wissen, wie das mit Software ist:
      Da ändert man an einer Stelle etwas, und plötzlich funktioniert irgendetwas an einer ganz anderen Stelle nicht mehr. 🙄

      Aber Hauptsache, man kriegt’s wieder zum Laufen!

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  7. Machen sich Physikerinnen eigentlich beim „sex on the beach“ mit Arztgattinnen über Penise unter 16 cm lustig?
    ODer wie läuft das ab?

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  8. engywuck schreibt:

    der KB971033 war ja wenigstens offiziell was zum Thema Aktivierung.

    „Lustig“ war ja auch der Dezember-Patchday (wegen dem „meine“ Server nun doch nicht vor Weihnachten noch Updates bekommen – zumindest die internen): gleich drei zurückgezogene Updates, darunter eines, das Exchange verhaut und eines, mit dem Zertifikatprüfungen unter Win7/2k8R2 nicht mehr gehen – Windows erkennt interne Komponenten als „nicht original“ und findet insbesondere auch keine neuen Updates, also auch nicht das Zurückziehen… Bei einigen Personen soll auch Windows gemeldet haben, es sei nicht original – bis zur Deinstallation.

    Wobei es diesmal ja eigentlich dreieinhalb fehlerhafte Updates waren – ein weiteres verhaut in Office2010 Schaltflächen, die mit VBA hinterlegt sind. Die sind „einfach“ nicht mehr anklickbar, bis man es deinstalliert oder %localdata%temp leert. Bisher nicht zurückgezogen…

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  9. Dilbert hat das Thema heute schön aufgegriffen:

    http://dilbert.com/strip/2015-03-01

    CAPTCHA: april may
    Nö, es ist gerade mal März.

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    • breakpoint schreibt:

      Eine Neuinstallation als ultima ratio lässt sich noch toppen durch einen neuen Computer. Tja ..

      Ich hatte seither keine Probleme mehr mit der Genuinität meines Rechners.
      slmgr /xpr sagt: „The machine is permanently activated.“

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  10. Pingback: Tausendzweiundsiebzig | breakpoint

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