Achthundertsiebzig

Vor einigen Tagen hatte ich Änderungen und Aktualisierungen an der Firmenwebsite veranlasst. Am Wochenende sprach ich noch mit Carsten darüber. Dabei kamen wir auch auf das Firmenblog zu sprechen.
Seit mehreren Monaten existiert es ja bereits. Aber es ist noch völlig leer.
Das Marketing hat offenbar keinerlei Interesse, etwas zu posten. Der Chef hat keine Zeit. Und mir fehlen ja ganz eindeutig die Fähigkeiten, bloggeeignet zu schreiben.

Ich hatte mir schon öfter vorgenommen, Carsten von meinem Geblogge zu erzählen. Diesmal nahm ich allen Mut zusammen.
„Ich habe übrigens auch schon gebloggt“, meinte ich beiläufig.
„Ja? Über was denn?“
„Ach, über alles mögliche. Zum Beispiel auch Computerkram und solches Zeugs.“
„Und wann hast das gemacht?“
„Äh, das ist schon ’ne Weile her.“ (Immerhin schon etliche Stunden.)

Ich setzte mich rittlings auf seine Beine und nestelte am Reißverschluss seiner Hose herum. Eigentlich hätte er schon längst lernen können, dass ich diese Praktik gerne als Ablenkungsmanöver nutze. Allerdings verhindert diese Methode auch effiktiv sein Denken. Außerdem mache ich das auch ohne Anlass häufig, so dass es keinen offensichtlichen Grund gab, misstrauisch zu sein.
Er fragte also nicht weiter nach. Falls er in Zukunft irgendwann von meinem Blog erfährt, kann er nicht behaupten, ich hätte ihm das verschwiegen.

(Und wenn ednong demnächst seinen großen Lotterie-Gewinn feiert, brauche ich keine plausiblen Vorwände zu erfinden, um an der Party teilzunehmen.)

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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33 Antworten zu Achthundertsiebzig

  1. schaum schreibt:

    also ich hatte auch probleme das bloggen zu erklären, aber ich habe es schon vor jahren getan, ohne meine identität zu lüften. so ist ein kompromiss entstanden, mit dem beide leben können…….ein lottogewinn wäre auch für mich keine schlechte idee, ich würde ihn mit euch allen feiern 🙂

    es schäumt dernichtspieler

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  2. sweetsurrender schreibt:

    Ich kann nichts verschweigen. Außerdem gibt es keinen Grund dazu.
    Völlig offen. 🙂

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    • breakpoint schreibt:

      Meinst du, die Inhalte deines Blogs sind alle so geeignet für deine Tochter?

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      • sweetsurrender schreibt:

        Das ist was völlig anderes. Ich meinte das jetzt auf einen Partner bezogen.

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        • breakpoint schreibt:

          Ach so.

          Aber wenn du jetzt jemand Neuen kennenlernen würdest, wann würdest du ihm davon erzählen?

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          • sweetsurrender schreibt:

            In einer Beziehung recht früh.
            Ich stehe zu meinem Blog und meinen Gedanken.
            Einfach weil sie zu mir gehören.
            Für mich ist es wichtig, in einer Beziehung das zu teilen, was mich bewegt.
            Sicher ist das irgendwie auch egoistisch, so offen zu sein.
            Selbst bin ich ein Mensch, der Offenheit schätzt und sich nicht leicht angegriffen fühlt.
            Das mag für andere nicht so gelten.
            Dennoch möchte ich authentisch bleiben, bzw. kann es auch nicht anders.
            Mich würde es zu sehr belasten, Dinge die mich beschäftigen, nicht frei aussprechen zu können.

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            • breakpoint schreibt:

              Tja, aber wann weißt du, dass eine Beziehung beginnt?
              Und was, wenn du bereits vorher über diesen Mann gebloggt hast (möglicherweise nicht alles für ihn angenehm) ?
              Möchtest du, dass er das dann liest? Und könntest du weiterhin unbefangen auch über ihn bloggen, wenn du davon ausgehen musst, dass er alles liest?

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            • sweetsurrender schreibt:

              Was zwischen ihm und mir ist, dass bleibt privat, also zwischen ihm und mir und bleibt auch da.
              Das würde ich dann höchstens verallgemeinert als Thema aufgreifen.

              Wenn es etwas gibt, dass ich geschrieben habe, was für ihn nicht angenehm ist, ja, auch das darf er lesen und ich würde es erklären.
              Ob er alles lesen möchte, dass überlasse ich ihm.
              Meinen Ex habe ich ja erst über den Blog kennengelernt, weil er auch hier geschrieben hatte. Da war das weniger ein Problem.
              In einer Beziehung bin ich für ein offenes Visier. Mir würde man es ohnehin an der Nasenspitze ansehen. Also ist das Geheimnis die gegenseitige Toleranz und der Respekt.

              Nehmen wir mal Dein Beispiel von dem kleinen Flirt letztens. Warum sollte ich das nicht erzählen? Das ist doch was schönes und wenn es mich hat lächeln lassen, darf er das gerne wissen und sich mit freuen oder eben auch andere Gefühle äußern.
              Sicher bin ich naiv, aber thats me.

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            • breakpoint schreibt:

              Dazu hast du halt eine andere Einstellung als ich, und das ist dein gutes Recht.
              Ich dagegen brauche ein bisschen Freiraum, und würde meine Unbefangenheit verlieren, wenn er anfangen würde, hier zu lesen.
              Da würde ich mich selbst zensieren, selbst dann, wenn es sich nur um harmlose Angelegenheiten handelt.

              Umgekehrt will ich auch gar nicht alles von ihm wissen.

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            • sweetsurrender schreibt:

              Ich fühle mich nicht in meinem Freiraum eingeschränkt auch wenn ich alles erzähle.
              Das heißt ja nicht, dass ich mich selber beschränken würde.

              Vielleicht lässt mich meine Naivität einfach unbefangen sein.
              So ist halt jeder anders und das ist auch gut so.

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  3. plietschejung schreibt:

    Ich bezweifle, dass ein Firmen-Blog intern funktioniert, schon weil interessante Themen wahrscheinlich fehlen, da jeder in seinem Funktionsbereich denkt. Wir haben hier so etwas auch, es ist bockenlangweilig.

    Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch eine Privatsphäre hat und haben sollte. Eine 100% Offenbarung ist nicht nötig und auch gar nicht für eine Beziehung nötig.

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  4. ednong schreibt:

    Ach ja,
    wenn denn das Geld nur fließen würde – dann würde ich auch feiern 😉

    Und ja, du (und natürlich auch Carsten) wäret dann natürlich herzlich eingeladen …

    Aber leider leider kommen die mit dem Geld nicht rum. Und das, obwohl ich ja nicht mal einen Lottoschein benötigte, um dran teilzunehmen …

    Irgendwie seltsam, das Ganze.

    Das Captcha wieder: would you believe.
    Ey, echt jetzt.

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    • breakpoint schreibt:

      Ist denn die Datenverifikation wenigstens schon abgeschlossen?
      Und hat sich das Inkassobüro Rechtsnawaltsbüro Carlos Sanchez schon um die Auszahlung gekümmert?

      Wenn du den Termin für die Feier festlegst, gib mir doch bitte schnell Bescheid, damit ich mir den Tag freihalten kann. :>>

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  5. Leser schreibt:

    Also das mit dem Marketing, da würde ich ernsthaft auf den GF einwirken, dieses Team zu „verschlanken“ oder aber gleich auch noch effizienter zu gestalten. Ich weiß ja nicht, aus wieviel Leuten die derzeitige Marketingabteilung besteht, aber wenn es 5 oder mehr sind, dann ist das tendenziell ganz schön viel (zumindest, wenn man bedenkt, wie inkompetent die anscheinend sind). Ein Mitarbeiter, integriert in die Strukturen der Vertriebsabteilung sollte ausreichen. Für Broschüren u.ä. kann man auch externe Designer beauftragen, die machen mitunter sogar einen besseren Job, weil sie eben Folgeaufträge haben wollen (oder solche Fehler, wie neulich, bedeuten, dass sie die Broschüren auf eigene Kosten einstampfen und neu drucken müssen).

    Und zum Firmenblog: Das kann dann entweder der eine Marketing-Mitarbeiter aus der Vertriebsabteilung übernehmen, oder aber in Abstimmung mit der GF verschiedene Abteilungen etwas schreiben lassen, je nach dem, welches Thema der jeweilige Blogeintrag betrifft. Dann braucht es nur noch eine gewissenhafte „Endkontrolle“ durch einen Mitarbeiter, bevor es veröffentlicht wird.

    Passendes Captcha: collaborate and listen

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    • breakpoint schreibt:

      Du kannst mir glauben, dass ich durchaus auf den GF einwirke, das Marketing auf Vordermann zu bringen.
      Dabei gibt es durchaus kleine Erfolge. Aber schließlich können wir die nicht einfach alle vor die Tür setzen.

      Zur Zeit sind sie ganz gut beschäftigt, indem sie Weihnachtskarten für die Kunden vorbereiten. Da können sie nicht viel falsch machen.

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  6. breakpoint schreibt:

    NeunhundertneunundfünfzigDa das Jubiläum IMHO inzwischen weit genug zurückliegt, um meine Annenühmität nicht mehr zu bedrohen, kann ich ja jetzt ein wenig dazu schreiben.

    Wir hatten die Feier als Tag der offenen Tür für Familienangehörige der Belegschaft aufgezogen.
    Der Ch…

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