Achthundertfünfundfünfzig

Die Sache mit dem Clubbesuch liegt schon wieder etwas zurück. Um die Angelegenheit endlich mental ad acta legen zu können, blogge ich hier noch einmal einige Einzelheiten, so wie ich sie noch von Carsten erfahren habe.
Ich bin nicht so naiv, um ihm kritiklos alles zu glauben, sondern habe schon versucht, durch gezielte Fragen eventuelle Inkonsistenzen aufzuspüren. Dies ist jetzt also die abschließende Fassung, und damit streiche ich die Angelegenheit (hoffentlich) aus meinem Gedächtnis.

Carsten und Thomas waren also gemeinsam zu diesem „Club“ gefahren, und zahlten dort den „Mitgliedsbeitrag“, um eingelassen zu werden. Dann setzten sie sich erst mal an die Bar, um ein Bier zu trinken.
Schon nach kurzer Zeit gesellten sich zwei Frauen zu ihnen – eine Blondine zu Thomas, und eine Rothaarige zu Carsten, und verwickelten beide in ein erstmal belangloses Gespräch.
Thomas unterhielt sich anscheinend ganz gut mit der Blondine, und irgendwann später muss er mit ihr die Bar verlassen haben.
Die Rothaarige – angeblich nicht sein Typ, da u.a. zu stark geschminkt und viel zu klein für hin – machte sich plötzlich und ohne Vorwarnung über seinen Hosenstall her, und hatte ihn in für ihn überraschend kurzer Zeit freigelegt (kein Wunder, wenn man darin so viel Übung hat – während ich mir dabei sonst Zeit lasse und es gerne etwas verzögere). Falls er jemals wieder ein derartiges Etablissement aufsuchen sollte, werde ich dafür sorgen, dass er seine allerscheußlichste Unterhose trägt!
Er war perplex (als hätte er so etwas in dieser Umgebung nicht erwarten können!), so dass er nicht sofort reagierte, als sie sich nach unten beugte und sich über ihn her machte.
Als er sich von seiner Überraschung erholt hatte (lassen wir mal offen, wie lange das genau dauerte), sagte er ihr, dass er das nicht wolle, und forderte sie auf aufzuhören.
Das tat sie dann auch, wollte ihn dann aber noch in Preisverhandlungen verwickeln. Er erklärte ihr, dass er kein Interesse hätte, da er ja „so glücklich mit einer wundervollen Frau verheiratet“ sei, sondern hier nur einen Freund begleiten würde.
Daraufhin zog sie ab. Im Laufe des Abends – während Carsten auf Thomas wartete – kamen noch zwei andere Frauen auf ihn zu, die er aber sogleich abwehrte.
Irgendwann kam der offensichtlich entspannte und gut gelaunte Thomas zurück, so dass die Männer schließlich aufbrachen, und sich mit Taxi heimfahren ließen.

Diese Version will ich jetzt einfach glauben. Basta.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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29 Antworten zu Achthundertfünfundfünfzig

  1. aliasnimue schreibt:

    Ah, die Version mit dem ein bisschen zugeben.

    Aber Du hast Recht.
    Es bringt nichts, sich weiter damit zu beschäftigen.
    Er hat einen Fehler gemacht und Du hast ihm verziehen.

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  2. ednong schreibt:

    Naja,
    ist halt schwieriges Terrain im wahrsten Wortsinne. Letztlich wäre es egal, was oder wie er es erzählt – verdächtig wirkt es allemal.

    Selbst wenn du diese Version nicht glauben würdest – die Wahrheit wäre ja höchstwahrscheinlich dann eh nicht herauszubekommen. Es würde also nur Energie fressen, wenn du dich mit der Suche nach der deiner Meinung richtigen Version machst. Selbst wenn du sie findest, weißt du ja nicht, dass sie es ist.

    Ergo: entscheide dich, ob du ihm (weiterhin) vertraust oder nicht. Und dann hake es ab. Es ist plausibel, dass ihn die Schnelligkeit überrumpelt hat. Die Damen wollen ja schließlich auch Kohle machen.

    Und sollte so ein Besuch nochmals anstehen, solltet ihr da vorher ganz konkret Grenzen ziehen. Wobei ich persönlich den Besuch in so einem Etablissement für verfehlt halte, wenn man die Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen will.

    Wäre irgendwie so, als wenn ich mich in der Post in die Schlange stelle um am Schalter dann zu äußern, dass ich ja gar nichts kaufen will, sondern einfach nur mal die Atmosphäre geniessen wollte …

    Die Captchas sind unschlagbar: funny farm
    und dann gehts nicht und es kommt: not yet

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    • breakpoint schreibt:

      Alles noch mal durchzukauen uhd in seine Einzelteile zu zerlegen, bringt es nicht.
      Ich will mit der Geschichte abschließen. Ich kenne ihn ja, und glaube ihm das so.

      Und ein erneuter Besuch ist nicht geplant. Thomas kann ggp. auch alleine hin.
      Aber man weiß ja nie, was die Zukunft irgendwann bringt.
      Ja, deine Kristallkugel weiß es schon, und die muss mit den Captchas hier in irgendeiner geheimnisvollen Wechselwirkung (Quantenverschränkung o.ä.) stehen.

      OT: Unterschätze das Schlangestehen nicht. Laut Molly’s heutigem Blogpost, bei dem es BTW auch um Unterhosen, Blasen und Mathematik (sofern ich das richtig verstanden habe) ging, kann es neue Erkenntnisse und Einblicke vermitteln.

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  3. Lehrerin schreibt:

    Klingt schlüssig- abhaken und glücklich weiter leben.

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  4. Molly schreibt:

    Insgesamt: Glaubhaft, ja.

    Ich stelle mir die Szene so vor: Er sotzt da, die Dame kommt an, lächelt, flirtet ihn an… Er fühlt sich – obschon es sich um eine professionelle Dame handelt – geschmeichelt, so sind die Männer eben 😉 , sie legt vielleicht eine Hand auf seinen Oberschenkel… ja und dann… Ja, ich glaube wirklich, dass Mann sich da überrumpelt vorkommen kann! Klar muss Mann in so einer Umgebung schon irgendwie mit so einer „Attacke“ rechnen, aber andererseits… Wäre ich zB auf einer Party und ein Mann, mit dem ich plaudere, würde mich auf einmal küssen, da würden sicher auch ein paar „Schreckskunden“ vergehen, ehe ich wieder agierfähig wäre.
    UND: Er hat es Dir erzählt! Das wiegt eine Menge auf, finde ich! Immerhin gab es ja keine „Zeugen“ für den Vorfall, er hätte Dir die ganze Sache auch einfach verschweigen können! Dass er es Dir dennoch erzählt hat, zeugt für mich von Reue, aber auch Vertrauen in Dich und Eure Liebe! 🙂

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    • breakpoint schreibt:

      Ja, in meinem Kopfkino hat sich das wohl ähnlich etabliert, und dieser Film will jetzt nicht mehr daraus verschwinden.

      Einerseits rechne ich es ihm ja durchaus hoch an, dass er es mir nicht verschwiegen hat, und ich zweifle auch gar nicht an seiner Ehrlichkeit mir gegenüber.
      Andererseits hätte es mir vermutlich besser getan, diesbezüglich unwissend zu bleiben.

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  5. plietschejung schreibt:

    Tja, Haken dran.

    Aber ich glaube nicht, dass eine scheußliche Unterbuxe irgendeine dieser Damen abhalten würde :no:

    Mal ihm lieber einen dicken Pickel auf seinen Johannes !

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  6. Bellona schreibt:

    danke, das waren alle antworten, die mich interessiert haben. 🙂

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  7. Pingback: Tausenddreiundsechzig | breakpoint

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