Achthundertfünfundvierzig

Ich glaube, es war schon etwas seinem schlechten Gewissen geschuldet, dass Carsten für uns Karten für ein Orgelkonzert besorgt hat.
Ein paar Wochen später wären es vermutlich eher weihnachtliche Choräle gewesen. So genossen wir Bach und andere barocke Meister.

Ich mag es ja, wenn die Bässe so richtig über einen hinwegdröhnen.
Meine Resonanzfrequenz muss irgendwo bei 80 Hertz liegen. Davon werde ich besonders wuschig (also noch wuschiger als ich ohnehin schon bin).
Das erinnert mich an Lorenz, einen Organisten und Komponisten. Er war einer der wenigen Nicht-Nerds, mit denen ich jemals eine Liaison hatte. Vermutlich verband uns die Vorliebe für J. S. Bach, der ja nicht erst seit D. Hofstadter’s „Gödel, Escher, Bach“ als der Mathematiker unter den Komponisten gilt.
Und ich erinnerte mich auch an so manches Konzert, bei dem ich selbst als Chorsängerin beteiligt war. Chöre gehören ja zu den Gruppen, bei denen eine Geschlechtertrennung sinnvoll ist, weil es nur wenige erwachsene Männer gibt, die Alt oder gar Sopran singen, und auch nur wenige Tenörinnen oder Bassistinnen existieren (Genderfeminist_#x*Innen selbstverständlich ausgenommen). Nein, diesmal gibt es keinen C#-Witz, weil Cis ohnehin der Defaultwert ist, und die relative frequency von Abweichungen im vernachlässigbaren Bereich liegt.

Wie gesagt, wir waren abends bei diesem Konzert. Anschließend wurde ich noch mit einem Candle-Light-Dinner überrascht. Dieses Dinner war zwar ganz nett, das Menü OK, aber an sich hat es mich nicht beeindruckt, seine Bemühungen um mich dagegen schon. Ich glaube ihm ja, dass ihm die Sache leid tut..

Da es danach schon recht spät war, und wir auch beide Alkohol getrunken hatten, übernachteten wir in der Stadt, und sind erst vorhin auf’s Land gefahren.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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12 Antworten zu Achthundertfünfundvierzig

  1. Molly schreibt:

    Oh, also volles Verwöhnprogramm! 🙂 Also irgendwie kann ich mir Dich nicht so recht in einem Chor vorstellen… Sopran oder Alt? Kirchenchor oder Gospel oder oder oder?
    Ja, Bässe haben was… 😉

    PS: Dein Beitrag in Kombination mit Captche „motley crew“ hat mir jetzt einen hübschen „This is the life“-Ohrwurm verpasst. Hmpf, den werde ich doch jetzt wieder tagelang nicht los! 😦

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  2. aliasnimue schreibt:

    Ich denke mal er weiß, dass es mit einem Konzert und einem Essen nicht getan ist.
    Das lässt sich so leicht wohl nicht kitten.
    Da hilft nur viel Zeit.

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  3. Pingback: Tausendsechsundfünfzig | breakpoint

  4. Andy schreibt:

    Wie ich mal eine Frau schockiert habe

    Ich unterhielt mich mit einer jungen Frau über ihre Fortschritte auf der Orgel. Sie sagte, es gehe schleppend voran, weil sie mit dem Bassschlüssel nicht so recht warm werde. Ich antwortete: „da haben Männer es natürlich einfacher.“

    Lähmendes Entsetzen …

    Ich fügte dann hinzu, dass Männer bzw. Jungs seit ihrem Stimmbruch aus dem Bassschlüssel singen und daher vertrauter mit ihm sind. Da war sie wieder beruhigt.

    War das jetzt eine biologistische oder eine kulturkonstruktivistische Argumentation?

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