Achthundertfünfundzwanzig

Meist kaufe ich die Dinge des täglichen Bedarfs im kleinen Discounter um die Ecke. Aber gelegentlich ist auch ein größerer Einkauf fällig. Da leihe ich mir nach Möglichkeit Carsten’s Auto aus, und fahre zu einem Supermarkt am Stadtrand.

Aber das ist gar nicht das Thema, über das ich bloggen wollte.
Die Filialleiterin dort fällt mir immer wieder durch ihr betont unattraktives Äußere auf.

Klar, von Natur aus sind nicht alle Menschen gleich attraktiv, und das ist an sich überhaupt kein Problem, solange man noch andere Qualitäten hat. Aber manche Leute – wie eben diese Filialleiterin – scheinen sich absichtlich so hässlich herzurichten. Von Natur aus scheint sie durchaus Durchschnitt zu sein. Aber durch Bürstenhaarschnitt, unförmige Hosen und schlabbriges T-Shirt macht sie sich unattraktiver als nötig.
Dazu kommt noch ein Nasenpiercing, das aussieht wie ein Pickel.
Andere Nasenpiercing habe ich schon gesehen, bei denen ich im ersten Moment dachte, dass Nasenputzen überfällig wäre. Von dem verbreiteten Nasenring mal abgesehen, der mich immer an Geschichten meiner Oma über Ochsen erinnert.
Auch die mittlerweile weit verbreiteten Tattoos erinnern mich meist eher an eine Hautkrankheit, bestensfalls noch an Dreck, selbst wenn sie fachmännisch gestochen wurden.
Warum verschandelt man seine Haut so? Warum verstümmelt man seinen Körper mit ekelhaften Piercings? Warum macht man sich freiwillig hässlich? Was sind das für Leute, die so wenig Respekt vor dem eigenen Körper haben?

Dann sehe ich gelegentlich Menschen in der Stadt, da kann ich nicht (gleich) erkennen, ob das jetzt Männlein oder Weiblein ist.
OK, mancheiner sieht von Natur aus halt eher androgyn aus. Aber z.B. durch Frisur und Kleidung ließe sich das ja eindeutig darstellen. Stattdessen frisieren und kleiden sich gerade solche Leute oft so, dass man gar nicht weiß, woran man mit ihnen ist.
Meist kann man das Geschlecht auch am Gang erkennen. Da Frauen ein breiteres Becken haben, so dass die Beine nach innen abknicken, so dass die Füße unten transversal nur geringen Abstand haben, kommt bei jedem Schritt auch eine Drehung hinzu, die bei Männern fehlt. Dieser Gang lässt sich durch geeignete Kleidung noch betonen.
Ich habe aber auch schon Frauen gesehen, die sich wohl einen „Seemannsgang“ antrainiert haben.

Von mir aus kann das natürlich jeder handhaben, wie er will. Aber ich kann die Gründe dafür einfach nicht nachvollziehen.


(Bild mit freundlicher Genehmigung von bonobo)

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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34 Antworten zu Achthundertfünfundzwanzig

  1. bonobo schreibt:

    Die Geschmäcker sind eben verschieden. Kurze Haare sind praktisch, Schlabberhosen sind praktisch, Piercings und Tatoos sind eben so eine Mode-Erscheinung, wobei ich einige schon sehr schön finde.
    Miniröcke, hohe Schuhe oder ein Make-Up sind unpraktisch, wenn man den ganzen Tag Kisten stapelt und kilometerweit rennt und schwitzt.
    Wenn man sich betont weiblich kleidet, wird man auch anders wahrgenommen und manche wollen das vielleicht nicht. Schon gar nicht, wenn man es jeden Tag mit Hunderten Menschen zu tun hat.
    Ich habe auch einen „Seemannsgang“, aber der ist nicht „antrainiert“, sondern ich bin schon immer so gelaufen und werde mir das auch nicht abtrainieren, weil mir sonst die Füße weh tun. Kein Mensch ist verpflichtet, so auszusehen oder zu sprechen oder zu laufen, dass er vom anderen Geschlecht als attraktiv wahrgenommen wird. Im schlimmsten Fall wirkt es gekünstelt.

    LG und einen schönen Tag,
    bo

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    • breakpoint schreibt:

      Kurze Haare finde ich unpraktisch, weil sie ja nachwachsen und man sie dann ständig wieder kurzschneiden lassen muss.

      Klar, bei körperlicher Arbeit zieht man sich bequem und praktisch an, aber etwa ein Schlabbershirt ist da auch nicht praktischer als ein anliegendes Top.

      „und manche wollen das vielleicht nicht.“
      Aber warum nicht? Mit über 50 beschweren sie sich dann wieder, dass kein Mann mehr guckt.

      „Kein Mensch ist verpflichtet“..
      Natürlich nicht. Mich interessieren jedoch die Gründe, das nicht zu wollen.

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      • bonobo schreibt:

        Ja, die Haare wachsen nach, aber man frisiert sie nicht so lange. Man kann sie jeden Tag waschen und dann los rennen, die trocknen im Wind.
        In einem Schlabbershirt fühlt man sich doch viel wohler und es gibt nicht diese Riesenflecken Achselschweiß. Und man kann Speckröllchen kaschieren.
        Außerdem will ich auf Arbeit gar nicht sexy für Männer sein, dafür krieg ich keine Brezel. Wenn ich sexy für Männer sein will, in der Freizeit zum Beispiel, dann kann ich das ja tun. Sich betont männlich zu kleiden verhindert auf jeden Fall das angebaggert werden.
        Marktleiterin ist auch (anders als Nachrichtensprecherin oder Hotelrezeptionistin) kein Beruf, wo man für’s Aussehen bezahlt wird.

        Ich vermute, viele Frauen, die so rum rennen, wollen überhaupt nicht attraktiv für Männer sein, die wollen wegen ihrer inneren Werte geliebt werden oder gar nicht. Einige sind auch lesbisch.

        LG, bo

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        • breakpoint schreibt:

          Dass lange Haare so lange zum Trocknen brauchen, stimmt. Das ist aber auch der einzige Nachteil, den ich sehe.

          Bequem, praktisch, für die Arbeit geeignet .. ja, schon. Aber man kann ja den Stil auch mal variieren. Heute meinetwegen das Schlabbershirt, morgen eine Bluse.
          Es gibt viele Möglichkeiten, sich da angemessen zu kleiden.
          Aber wenn sich jemand ständig so unvorteilhaft wie möglich kleidet, kombiniert mit Bürstenhaarschnitt, fäält (mir) das einfach auf.

          „auf Arbeit gar nicht sexy für Männer sein“
          Wenn die Filialleiterin sich ein bisschen „normaler“ kleiden würde, würde sie trotzdem nicht sofort in den Fokus aller männlichen Kunden rücken.

          „Ich vermute, viele Frauen, die so rum rennen, wollen überhaupt nicht attraktiv für Männer sein,“
          Na, das ist wenigstens fairer, als wenn sie sich sexy kleiden würden, und sich dann über männliche Aufmerksamkeit beschweren würden.

          PS: Hab dein Bild inzwischen hier eingebunden. Dankeschön!

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          • engywuck schreibt:

            das mit dem Trocknen ist nicht der einzige Nachteil (und ja, ich habe als Mann auch mal Haare bis über die Schulterblätter gehabt… und das nicht (nur) wegen der Rückenbehaarung ;-))

            Lange Haare (ohne Zopf/Dutt) hängen beim Vorbeugen nach vorn und stören dann die Sicht bzw. kommen überall rein (mir mal beinahe mit einer Bohrmaschine so gegangen… bei der Filialleiterin wohl eher beim Kistenschleppen), Staub und Dreck verfängt sich besser – und nicht zuletzt zieht das Gewicht mächtig an der Kopfhaut, was bei manchen Personen Schwierigkeiten macht.

            In die gleiche Kategorie gehören „Schlabberklamotten“: die nerven nicht großartig beim tragen von Gegenständen (so sie nicht zu schlabbrig sind) und „kein Schmuck“ (kann wieder irgendwo reinkommen).

            Und zuletzt: evtl. will sie sich auch nicht wegen der Kunden so kleiden sondern wegen der Kollegen?

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            • breakpoint schreibt:

              Wenn lange Haare zu sehr stören, kann man sie zusammenbinden.
              Vor Staub und Dreck schützt – wieder mal – ein Kopftuch, das man nach getaner Arbeit schnell entfernen kann.

              Zwischen langen Haaren und Bürsenhaarschnitt sind auch noch etliche Zentimeter Unterschied.

              “ nicht wegen der Kunden so kleiden sondern wegen der Kollegen?“
              Keine Ahnung. Bei dem anderen Personal dort ist mir nichts besonderes aufgefallen.

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            • engywuck schreibt:

              zusammenbinden oder Kopftuch muss man aber erstmal machen (und ggf. Zubehör dabeihaben).
              Letztlich bleibt aber: Bürste ist deutlich praktischer als sogar schulterlang (und einiges dazwischen).

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            • breakpoint schreibt:

              Meinetwegen kann sie auch eine Glatze tragen.

              Im Winter allerdings wärmen lange Haare, und nützen als Ersatz/Ergänzung zu Mütze und Schal.

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          • bonobo schreibt:

            Ich hatte früher sehr lange Haare, das hat schon genervt, ich bin sogar mal beim Aufstehen draufgetreten, das tat richtig weh. Darum habe ich sie auch abgeschnitten, so etwa die Länge, dass man einen Stummelzopf machen kann. Ich kann auch mit nassen Haaren los rennen, denn meine Haare passen alle unter eine Mütze.

            Borstenschnitt/ Glatze wollte ich nicht, das hatte ich als Jugendliche und wurde oft für lesbisch gehalten. Was mir nicht unbedingt recht war.
            Wie erwähnt hab ich einen Bauerntrampelgang und dazu noch eine Bunderwehrausbilderstimme, also ein bisschen was Weibliches finde ich ganz passend dazu. Auch in Bezug auf die Kleidung.
            Aus irgendeinem Grund passt mir Männerkleidung oft besser, bei Frauenkleidung sind fast immer irgendwelche Beulen an der falschen Stelle und die Ärmel zu kurz. Ich hab darum sehr viele selbstgemachte Sachen, gehäkelt, gestrickt, genäht, mit Rüschen und Blümchen, da steh ich einfach drauf. Macht aber Arbeit.

            Wenn ich körperlich arbeite (z. B. Freunden beim Umzug helfe) dann habe ich eine Army-Hose an und ein Schlabbershirt und wenn ich zu einer Projektbesprechung gehe, dann sehe ich eher schick aus. Ich kann mir vorstellen, dass ich als Filialleiterin mich praktisch kleiden würde, ich kann mir aber auch vorstellen, dass ich meinen repräsentativen Status ein bisschen hervorheben würde, zum Beispiel mit Ohrringen, etwas Make-up und einer schicken, neuwertigen Armyhose oder so.

            Diese Filialleiterin hat vieleicht ähnliche Probleme wie ich, aber sie schert sich einfach nicht drum, ob man sie für lesbisch hält – vielleicht ist sie es, vielleicht steht ihr Mann auf kernige Weiber mit Haaren an den Beinen?

            LG, bo

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            • breakpoint schreibt:

              Vor etlichen Jahren hatte ich Haare noch etwa bis zur Taille. Aber es stimmt schon, dass die dann irgendwann stören.
              Deshalb trage ich sie jetzt etwa bis zur Mitte zwischen Schulter und Ellbogen. Ungefähr einmal im Jahr ist dann Friseur fällig. 😦

              Auch wenn du teilweise Männerkleidung anziehst, legst du ja immer noch Wert darauf, auch deine Weiblichkeit sichtbar bleiben zu lassen.
              Und das ist, meine ich, der Unterschied zu manchen anderen, die ihren Körper möglichst kaschieren.

              Naja, ich zucke inzwischen nur noch mit den Schultern. Was fremde Leute machen, geht mich auch gar nichts an.

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            • bonobo schreibt:

              Ich möchte auch wie eine Frau aussehen. Wenn mir das nicht gefallen würde, könnte ich mich schließlich auch umoperieren lassen. Das ist heutzutage gar kein Problem, man kriegt ein paar Hormone und dann basteln sie einem so ein Stehpisserteil aus Eigenhaut vom Arm.

              Männerkleidung ist bequemer und praktischer und die Hosen haben Taschen. Die Jacken haben Innentaschen. Ich sehe das nicht so sehr als Tragen von Kleidung der anderen Rolle, sondern eher als Tragen von Wohlfühlkleidung. Ich habe auch nichts gegen Männer in Miniröcken. Soll jeder machen, wie er/sie will.
              Vielleicht muss man das alles auch gar nicht verstehen und vielleicht steckt bei vielen „Mannweibern“ ein sexuelles Trauma dahinter, das ich gar nicht anschauen will. Die sind vielleicht zu früh mit der Rolle des Sexualobjekts konfrontiert worden und haben darum keine rechte Freude daran?

              LG, bo

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            • breakpoint schreibt:

              „man kriegt ein paar Hormone und dann basteln sie einem so ein Stehpisserteil aus Eigenhaut vom Arm.“
              ROFL .. wie du das so prägnant ausgedrückt hast .. warte .. ich muss mich erst mal beruhigen.

              Dass Damenbekleidung kaum Taschen hat, und man deshalb den ganzen unerlässlichen Kram extern transportieren muss, stört mich auch.
              Darüber hatte ich mal hier geschrieben: https://breakpt.wordpress.com/2012/11/03/zweihundertachtundsechzig-15141017/

              „Ich habe auch nichts gegen Männer in Miniröcken.“
              Männerbeine in einem Kilt können ja auch unerhört sexy sein. Wenn der Saum weiter hochrutscht, würde mich das auch nicht stören.

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            • bonobo schreibt:

              Danke für den Link!

              Die Designer gehen davon aus, dass eine Frau immer eine Handtasche hat. Und einen Diener, der sie ihr trägt.
              Und darum machen wir immer noch einen auf viktorianisches Zeitalter und entwickeln Haltungsschäden. Das ist ein Teufelskreis. Und die neueste Unmode sind diese kleinen Klapptaschen ohne Henkel, in die genau ein Lippenstift reinpasst. Die soll ich dann den ganzen Tag festhalten? Oder hinten in den Rocksaum schieben?
              Der ganze aufrechte Gang – Millionen Jahre Evolution – damit der Mensch die Hände frei hat und dann kommt so was!

              (Kennst Du eigentlich alle Nummern Deiner Beiträge auswendig oder so ungefähr? Ich nicht, ich habe meine Grafiken ja auch chronologisch nummeriert, aber muss fast jedes Mal nachsehen und manchmal liege ich ganz schön daneben.)

              Männerbeine finde ich auch sexy, von mir aus könnten die alle im Minirock rum laufen. Ich stell mir gerade die entsprechenden Polizeiuniformen vor. Oder ein Bundeswehrgeneral im Minirock. Hm, das hätte was 😀

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            • breakpoint schreibt:

              Wenigstens die Handtaschenhersteller profitieren davon. Die haben da bestimmt eine heimliche Vereinbarung mit den Modedesignern.

              „Die soll ich dann den ganzen Tag festhalten?“
              Du kannst sie ja in eine größere Tasche stecken, und die vielleicht in einen Trolley, damit die Trolleyhersteller auch was davon haben.

              „Kennst Du eigentlich alle Nummern Deiner Beiträge auswendig oder so ungefähr?“
              Nee, leider gar nicht. Ich muss immer nach Stichworten oder Datum suchen. Das ist der Nachteil der Numerierung. *seufz*

              Let it Rock!

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            • bonobo schreibt:

              LOL 😀
              Ja, und den Trolley stelle ich dann in meinen Lieferwagen, denn die Autoindustrie soll ja auch was davon haben.
              (Es ist sicher eine Verschwörung des Patriarchats! Und die Chiropraktiker, die meine haandtaschengeschädigten Schultern wieder ausrenken, hängen sicher auch mit drin!)

              Ich bin jetzt beruhigt, dass ich nicht die einzige bin, die keine 1000 Beiträge mit zugehöriger Nummer im Kopf haben kann. Gibt auch Wichtigeres im Leben.

              LG, bo

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  2. Windmuehle schreibt:

    Den Grund, warum Frauen Kopftücher tragen, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Zurück zur Filialleiterin: Unförmige Hosen und schlabbriges T-Shirt sind wahrscheinlich ihre Berufsbekleidung. Die kann sie sich eben nicht aussuchen.
    Und was den Haarschnitt angeht, stehen ihr lange Haare vielleicht nicht oder sie verabscheut einfach langes Haar. Und da sie nicht den ganzen Tag hinter dem Schreibtisch sitzt, sondern permanent auf den Beinen ist, bevorzugt sie bequemes Schuhwerk, was nunmal nicht immer und in jedem Fall schick aussieht.

    Frag‘ sie doch mal, was sie von deinem Erscheinungsbild hält.

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    • breakpoint schreibt:

      „Den Grund, warum Frauen Kopftücher tragen, kann ich auch nicht nachvollziehen.“
      Die sind wunderbar praktisch bei kühlem Wetter, Wind oder leichtem Regen. Außerdem zusammengefaltet leicht zu transportieren.

      “ ihre Berufsbekleidung. Die kann sie sich eben nicht aussuchen.“
      Glaube ich nicht. Da ist kein Logo oder sonst etwas darauf.
      Die anderen Mitarbeiter tragen ganz normale Kleidung, evtll. zusätzlich eine spezielle Weste mit dem Logo.

      Ihre Schuhe habe ich nicht kritisiert. Ich achte gar nicht darauf, welche sie trägt.

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  3. vademekum schreibt:

    Ich kann nachvollziehen, dass du diese Vernachlässigung des Äußeren als unnötig erachtest, denn ich freue mich immer, wenn ich gepflegte und schöne Menschen sehe. (Schön im Sinne davon, dass die Person Wert aufs Äußere legt) Allerdings finde ich es wichtig, hässlich sein zu dürfen. Manchmal gehe ich absichtlich „hässlich“ aus dem Haus, weil mir einfach danach ist, weil ich genug davon habe, hübsch sein zu wollen. Es kann Spaß machen, sich absichtlich dem Ideal zu widersetzen und damit auch dem Zwang, attraktiv oder zumindest gepflegt zu sein.

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    • breakpoint schreibt:

      Von Vernachlässigung oder Ungepflegtheit habe ich nichts gesagt.
      Ich gehe davon aus, dass sie sich morgens frische Kleider anzieht und sich auch wäscht.

      Wenn ich mich anziehe, dann sind Wetter und Anlass die wichtigsten Kritierien. Trotzdem möchte ich auch einigermaßen attraktiv erscheinen (was besonders im Winter schwierig sein kann).

      „hässlich sein zu dürfen“
      Sicher. Ich mache da niemandem Vorschriften, darf aber auch über die Gründe spekulieren.

      „Es kann Spaß machen, sich absichtlich dem Ideal zu widersetzen “
      Das glaube ich dir. In anderer Hinsicht habe ich das schon oft getan, was meine Kleidung betrifft, eher nicht.

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  4. baerlinerinn schreibt:

    …hallo? Heute ein bissl zickig? Warum so betont aggressiv gegenüber Tattoos und Piercings?

    Das Beispiel mit dem Kopftuch hast du sicherlich auch unter Betrachtung der Religionszugehoerigkeit verstanden, wolltest dir aber weitere posts sichern, ja?

    Also ich stimme Bo voll zu. Da gibt es genug Gründe, die sich uns nicht erschliessen moegen, aber in Betracht gezogen werden koennen, warum Man (n wie Frau) so rumlaeuft, wie siees tun. Frage mich sich jeden Tag, wie man sich nicht mal die Haare kaemmen kann und noch die Schlafwirbel zu sehen sind. Dann geht mein Kopf-Kino weiter, ob die ueberhaupt Zähne geputzt oder sich gar gewaschen haben. .. Yack.

    Warum sprichst du die Dame nicht darauf an? Du nimmst doch sonst kein Blatt vor den Mund. Einfach mal nett erkundigen.

    Und du weißt, dass mich das Thema Tattoos und Piercings persönlich betrifft… da ich dich respektiere, kann ich auch deine Einstellung verknusen, doch wenn du mehr wissen magst, frag doch die, denen du begegnest.

    Ich trage beides mit Stolz und Lust und Wohlgefallen, seit ich 17 bin. Das erste Tattoo hat mir mein Dad sogar zu Weihnachten mit finanziert.

    Alle erzählen Teile meiner Geschichte, meines Lebens… und gerade das von Miss Liebreiz auf meinem Ruecken gab mir Halt und ein bissl Lebensfreude zurück, nachdem ich mich vom Leben betrogen fuehlte.

    Es gibt noch so viel mehr zu erzählen, allein mir fehlt die Zeit.

    LG.

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    • breakpoint schreibt:

      Zickig? Oh .. :.

      Nee, das war eigentlich ein Verlegenheitseintrag, weil mir beim besten Willen nichts besseres eingefallen ist, und ich nicht zweimal hintereinander Tweets recyclen wollte.

      Tattoos und Piercing mögen ja Geschmackssache sein. Und ich persönlich finde sie einfach nur hässlich.
      Aber was partout nicht in meinen Kopf will, ist, wie man so etwas seinem Körper antun kann.
      Ich meine, man hat doch nur einen einzigen Körper, und der muss bis zum Lebensende reichen.
      Gesundheit und körperliche Unversehrtheit sind das allerhöchste Gut.
      Wieso setzt man das auf’s Spiel, indem man – ohne Notwendigkeit und praktisch irreversibel – an seinem Körper herumpfuschen lässt?
      Ich versteh’s nicht.

      „Warum sprichst du die Dame nicht darauf an?“
      Ich kenne sie nicht näher, und möchte auch gar nicht über solche persönlichen Dinge mit ihr sprechen.

      Kopftuch:
      Meine Oma war stockkatholisch, ist niemals ohne Kopftuch in die Kirche (BTW, fast täglich).
      Für mich ist ein Kopftuch ein leichter Wetterschutz, und gelegentlich auch nützlich als Augenbinde.

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  5. Leser schreibt:

    Ich kann auch Tatoos und Piercings nicht verstehen. Bei mir in der Gegend läuft ein Mann herum, der zumindest im gesamten Gesicht und an den Armen komplett schwarz tätowiert ist – das sieht grausam aus, für einen Europäer.

    Allerdings verstehe ich es ebensowenig, wenn Leute meinen, sich „besonders hübsch zu machen“ und dabei dann ihre gesamte natürliche Schönheit unter Schminke und anderen Maßnahmen verstecken, so dass nichts mehr davon übrig ist, weil nur noch eine künstliche Persona vor einem steht, die nicht mehr nach Mensch aussieht, sondern nur noch nach „Figur“.

    Die Supermarkt-Leiterin ist aber vielleicht einfach lesbisch und wehrt sich deshalb dagegen, dem weiblichen Schönheitsideal zu entsprechen? Sowas gibt es zumindest bei manchen Lesben.

    Mir persönlich ist aber auch vollkommen egal, wie ich aussehe. Ich habe zwar nun 2 Jahre lang ausgesetzt mit meiner all-frühjährlichen Kahlrasur des Kopfes, aber inzwischen ist das Gestrüpp auf der Rübe schon wieder sowas von ärgerlich unangenehm (kämmen geht nicht, zu dicht…), dass es im nächsten April ganz sicher wieder runter kommt (so, wie davor bis 2012 auch). Das Gesichtsfell kommt alle paar Wochen/Monate mal runter, wenn es anfängt, mich zu stören (aber auch nur grob mit Haarschneidemaschine), und der Rest – einfach egal eben. Manche finden mich schön, von anderen weiß ich es nicht. Es macht viel aus, mit welcher Miene, welchem Gesichtsausdruck ich draußen rumlaufe, wie attraktiv ich für andere Menschen bin. Ich glaube, *das* ist das wichtigste daran überhaupt. Wobei es natürlich je nach Tagesform, Laune, Ausgeruhtheit etc. natürlich nicht immer leicht ist, fröhlich zu sein (und Fröhlichkeit heucheln klappt mir zum Glück auch in der Regel nicht, bzw. ich käme nicht auf die Idee, es zu probieren).

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  6. ednong schreibt:

    Hihi,
    eine zicke „Schlampe“ heute hier? 😉

    Also ich kann das schon ein wenig nachvollziehen. Als Marktleiterin in einem Supermarkt – wenn man sie schon im Laden sieht – hat sie sicher die Verantwortung zu tragen (Marktverantwortliche dürfte die offizielle Bezeichnung sein, die sie trägt), jedoch kaum großartig andere Aufgaben als das Fußvolk. Eher im Gegenteil – meist dann die Aufgaben, die sich nicht (mehr) delegieren ließen.

    Und dann ist ein bequemes T-Shirt wirklich bequemer als eine Bluse, eine bequeme (schlabbrige) Hose ebenfalls bequemer. Und bei dem vielen Gehetze lohnt es sich nicht, sich großartig zu schminken (oder sie hat es diesbezüglich nicht drauf).

    Bei Piercings und Tattoos muß ich dir zustimmen – ich halte die meisten auch für eine Verschandelung der Haut. Aber gut, hat jeder selbst zu entscheiden, wie er seinen Körper schädigt (andere rauchen, etc.).

    Kurze Haare sind allerdings wirklich ungemein praktisch – 2 Minuten waschen und gut ist. Kann ich nur zustimmend nicken …

    Captcha hat Humor: yeah right

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  7. engywuck schreibt:

    „Dann sehe ich gelegentlich Menschen in der Stadt, da kann ich nicht (gleich) erkennen, ob das jetzt Männlein oder Weiblein ist.
    OK, mancheiner sieht von Natur aus halt eher androgyn aus. Aber z.B. durch Frisur und Kleidung ließe sich das ja eindeutig darstellen.“

    Warum sollte man (frau)? Letztlich muss man das doch nur machen, um potentiellen (Sex-)Partnern zu signalisieren, wen sie vor sich haben – aber muss das so sein?

    Zudem: *dieses* Problem ließe sich ganz einfach lösen, wenn Männer den „natürlichen Unterschied“ stehen lassen würden. Wenn sich aber über 90% der Männer über „rasieren“ dem androgynen Mischwesen annähern sollte dies Frauen auch erlaubt sein 🙂

    Btw: „There’s a name for people without beard. Women.“

    (ja, ich bin bekennender Bartträger :-))

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    • breakpoint schreibt:

      „wenn Männer den „natürlichen Unterschied“ stehen lassen würden“
      .. ach so, du meinst den Bart. Ich hatte schon wieder ganz andere Assoziationen in meinem Kopfkino.

      Bärte mag ich. Allerdings nur, wenn sie auch konsequent getragen werden. Teilweise wachsen lassen, teilweise rasieren ist IMHO unsinnig. Entweder ganz oder gar nicht.

      „sollte dies Frauen auch erlaubt sein“
      Ich bin da tolerant. Meinetwegen darf sich jede Frau so viele Bärte wachsen lassen, wie sie mag.
      Da mir persönlich der Bartwuchs aber fehlt, hätte ich diese Option gar nicht.

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  8. Anitschka schreibt:

    … bin selbst jahrelang in betont androgyner unattraktiver Kleidung rumgelaufen.
    Der Grund war dass ich in einer erzkatholischen hinterwäldlerischen Gegend aufgewachsen bin und ernsthaft mit 12 gefragt wurde warum ich mich in der Schule anstrenge, ich würd ja eh heiraten.

    Konsequenz: Hab mir die Haare auf 5mm abschneiden lassen und bin nur mehr mit übergroßen Holzfällerhemden aus dem Haus gegangen. Die Haare hab ich mir erst wieder mit 25 wachsen lassen…. und sie nerven immer noch, besonders nachts wenn sie einem schon wieder ins Gesicht fallen.

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    • breakpoint schreibt:

      So unterscheiden sich also die „erzkatholischen hinterwäldlerischen Gegend“en. In meiner wäre ich in meiner Kindheit/Jugend nie auf die Idee gekommen, etwas anderes anzuziehen, als das, was mir meine Eltern gegeben haben, bzw. das,was ich später manchmal zusammen mit meiner Mutter aussuchen „durfte“.
      Mir war das damals aber auch gar nicht wichtig, geschweige denn bewusst, welche Wirkung man durch die Kleidung erzielen kann.

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  9. Bellona schreibt:

    ich denke, es gibt frauen, die schlimmes erlebt haben und deshalb möglichst wenig auffallen wollen, was männerblicke angeht. das ist sicherlich auch eine erklärung für die ein oder andere frau, die betont hässlich herumläuft. aber es gibt nochv iele andere. zu faul, wegen innerer werte geliebt werde wollen, sich eher männlich fühlen… wurde alles schon gesagt. ich kann es selbst nicht nachvollziehen, fühle mich wohl wenn ich mich ansehnlich fühle. aber ich habe verständnis für hässlichkeit, weil man eben nicht drinsteckt und die geschichte dazu verstörend sein kann.

    piercings und tattoos, finde ich, haben nicht viel mit körperlicher gesundheit und deren gefährdung zu tun. klar, es kann immer was passieren, aber das kann es auch beim fliegen oder autofahren oder laufen (in hochhackigen schuhen z.b.). im grunde genommen ist es körperschmuck, der geschmackssache ist. ich mag sowas, aber auch nicht immer und bei jedem und erst recht nicht alles.

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  10. Pingback: Tausendsiebenundvierzig | breakpoint

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