Achthundertdrei

Wie angekündigt (und nach einigen technischen Schwierigkeiten) folgt jetzt die Fortsetzung des gestrigen Eintrags.
Was bisher geschah:
Auf dem Leichenschmaus von Carsten’s Schwiegermutter lernen wir Fiona’s neuen Freund Vincent kennen.

„Was sollte das?“, fragte ich Carsten auf dem Heimweg, „du hast dich da ziemlich aufgeregt.“
„Jetzt hat sie schon wieder so einen selbstgefälligen Schnösel! Ein verwöhnter Bummelstudent noch dazu! Der ist wohl kaum ein Fortschritt im Vergleich zu Sven. Mit dem sie außerdem immer noch verheiratet ist.“
„Du kannst das nicht beeinflussen. Meine Eltern sind mit ihrem Schwiegersohn auch nicht übermäßig glücklich. Liegt wohl in der Natur der Dinge. Aber wenn sie das heraushängen ließen, würde mich das eher gegen sie aufbringen als gegen meinen Mann.“
„Stimmt“, antwortete er seufzend, „ich werde wohl wieder mal gute Miene dazu machen müssen.“
Er machte eine Pause, dann: „Von welchem der beiden Schwiegersöhne deiner Eltern redest du?“
„Och, Thorsten finden sie toll. Der hat ihnen erst kürzlich das Wohnzimmer neu tapeziert.“
„Der andere ist ihnen wohl zu alt?“
„Vielleicht. Aber er hat auch keinen sicheren Arbeitsplatz und bereits ältere Kinder.“
„Hm. Und du? Stört dich das?“
„Ich komme schon irgendwie klar damit. Er hat ja auch ein paar Eigenheiten, die ich sehr schätze.“
„Ich frage lieber nicht weiter.“
„Besser so.“

Mittlerweile waren wir bei der Stadtwohnung angekommen. Carsten fuhr noch einmal ins Büro, während ich zuhause einiges zu tun hatte.
Im Laufe des Abends kam ich später noch reichlich in den Genuss gewisser seiner Eigenheiten.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Achthundertdrei

  1. tom174 schreibt:

    seufz. ich mag gar net dran denken, wie das mal bei mir in 20 jahren wird (vorher haben meine zwei 8 und 6jährigen töchter ganz sicher keine Dates)
    Ich hoffe ja immernoch, dass ich mich so verhalte: http://goodmenproject.com/ethics-values/brand-dear-daughter-i-hope-you-have-awesome-sex/
    Aber die Versuchung in die Richtung zu gehen: „When your daughters boyfriend picks her up for a date, throw a shotgun shell at him. Then tell him „it moves a LOT faster after 10PM“ ist verdammt groß 😉

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    • breakpoint schreibt:

      Halbiere mal deine Zeitprognose. Ich glaube, das kommt besser hin (wenn du Glück hast).

      Oh, mein Mann gönnt seinen Töchtern schon Sex (solange sie wirksam verhüten).
      Aber er möchte halt (welcher Vater wohl nicht?), dass sie mit jeweils einem zuverlässigen, beruflich leistungsfähigen Mann zusammen sind.

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  2. sweetsurrender schreibt:

    Es gibt keinen perfekten Schwiegersohn. Jedenfalls nicht für die eigenen Töchter. 😉
    Fiona muss da ihre eigenen Erfahrungen machen. Und ob es reicht in Zukunft zurückhaltender zu sein nach diesem Auftritt?
    So benimmt man sich einfach nicht. Ich denke, da ist eine Entschuldigung fällig. Man behandelt seine Kinder nicht respektloser als andere Menschen. Auch wenn man das leicht vergisst. 😦

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    • breakpoint schreibt:

      „Fiona muss da ihre eigenen Erfahrungen machen.“
      Das hat sie bereits. Aber offenbar nichts daraus gelernt.

      „Man behandelt seine Kinder nicht respektloser als andere Menschen.“
      Woraus schließt du, dass er das täte?
      Wo siehst du überhaupt Respektlosigkeit?

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      • sweetsurrender schreibt:

        Nun, er hat seine Tochter völlig bloss gestellt. Das war sehr rüde und auch verletzend. So nach dem Motto: Du stehst zwar daneben, aber ich zeig Dir jetzt mal, was Du Dir schon wieder für eine Nulpe ausgesucht hast. Weil das zu erkennen bist Du ja zu dumm.

        Würde er sich so auch gegen andere verhalten? Nehmen wir mal einen Freund, der ihm jetzt eine 25jährige Russin als neue Partnerin vorstellt?

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        • breakpoint schreibt:

          Dass das auf der Beerdigung war, war unschön. Das hätte Fiona aber verhindern können, wenn sie ihren Vater vorab hinreichend informiert hätte. Sie sollte ihn eigentlich gut genug kennen, um zu wissen, dass er schon unangenehm direkt werden kann.

          Mit wem sich seine Freunde einlassen, ist ihm egal. Bei seinen Töchtern ist ihm das jedoch nicht gleichgültig.

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  3. Murgs schreibt:

    Ich denke Carsten war nicht gerade in bester Stimmung, um einen potentiellen Schwiegersohn zu inspizieren. Das Verhältnis zur Schwiegerfamilie (englisch „In -Laws“ klingt böser) ist ja nicht gerade herzlich, so wie Du es beschrieben hast.
    Fiona hätte sich lieber einen harmloseren Ort und Zeitpunkt aussuchen können, als gerade Omas Begräbnis.

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  4. plietschejung schreibt:

    Also ich war oft ziemlich willkommen 🙂 …….

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  5. meeresrauschen-gc schreibt:

    hehe, ich warte auch noch auf den Tag, an dem meine Tochter mir ihren ersten Freund präsentiert. Wahrscheinlich wird der erst ein halbes Jahr vor mir versteckt 🙂
    aber nette Geschichte, mal von der anderen Seite eben …
    Grüße
    Jorge

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  6. Pingback: Tausenddreiunddreißig | breakpoint

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