Siebenhundertfünfundsiebzig

Ihr seid es ja schon gewohnt, dass es von meinen Urlaubserlebnissen nur sehr wenig zu lesen gibt. Auch diesmal ist keine Ausnahme.

Wir mögen eben im Urlaub keine Action oder hektische Aktivitäten, sondern haben es lieber ruhig und komfortabel. Im Urlaub habe ich auch gar nichts dagegen, mich gelegentlich ein bisschen zu langweilen (bzw. einfach meinen Gedanken nachzuhängen). Das ist besser als herumzuhetzen.
So waren wir ca. vier Flugstunden entfernt in einem Ebensoviele-Sterne-Hotel (wieder mal ein Kompromiss) untergebracht, relaxten, entspannten, erholten uns bei ausgezeichneter All-Inclusive-Verpflegung einschließlich Cocktails. Nur ein vernünftiger Kaffee war schwer zu kriegen, und das Bett hätte etwas größer sein dürfen.
Das Meer war nur wenige Minuten Fußweg entfernt, und erlaubte sowohl Schwimmen als auch Strandspaziergänge. Etwas weiter im Landesinneren fanden wir auch (allerdings erst am dritten Tag) ein ruhiges Plätzchen, das Outdoor-Aktivitäten erlaubte.
Nachts fuhren wir einmal weiter ins Landesinnere, wo sich abseits des Touristenrummels der Sternenhimmel beobachten ließ. Das war unser einziger, aber sehr schöner Ausflug.

Einmal am Tag schauten wir nach Mails. Glücklicherweise war nichts wirklich Wichtiges, Dringendes oder sonstwie Zeitaufwändiges dabei.
Eure Kommentare etc. habe ich alle gelesen – vielen Dank – aber im Urlaub beschränke ich mich da auf Readonly-Zugriff.

Tja, jetzt muss ich mich vom Dolcefarniente erst wieder an den Alltag gewöhnen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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23 Antworten zu Siebenhundertfünfundsiebzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Einmal im Jahr kann ich das mit dem nichtstun im Urlaub auch gut.
    Und was gibt es schöneres als einfach den Gedanken nachzuhängen?

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  2. Andreas-Selk schreibt:

    Ich könnte mich gut daran gewöhnen, immer Urlaub zu haben. Allerdings mit wechselnden Örtlichkeiten 🙂

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  3. Geeforce schreibt:

    Ich kann’s nachvollziehen…:yes:

    Sowohl die Ruhe im Urlaub, als auch die Eingewöhnungsphase danach…:roll:

    Take it slow.:wave:

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  4. Uschi-DWT schreibt:

    Das Wichtigste an einem Urlaub denke ich mal war für mich immer so richtig entspannen und nur das tun, wofür man Lust hat.

    Keine geplanten Aktionen, denn die hat man im normalen Alltag mehr als genug.

    Aber viele sehen eben Urlaub nicht als Erholungsphase, sondern möchten so viel wie möglich erleben.

    So kommen sie nach dem Urlaub richtig erholungsreif zur Arbeit zurück.

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  5. idgie13 schreibt:

    Schön, dass Du wieder da bist 🙂

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  6. Leser schreibt:

    Erst mal: Willkommen zurück!

    Und dann, nur mal so eine Frage: Ist es nicht der ideale Lebensentwurf, immer nur das zu tun, worauf man Lust hat? Ich weiß, diesen Luxus hat (trotz der ultrahohen Produktivität heutiger Zeit) praktisch nur, wer – zumindest aus finanzieller Sicht – „hochwohlgeboren“ ist.
    Dazu ein paar Links.
    Zunächst was zum anschauen (in Spielfilmlänge, aber sehr gut gemacht): http://www.youtube.com/watch?v=Pq7l1Bg9H2M
    Und dann noch was zum lesen: http://strikemag.org/bullshit-jobs/
    Ebenfalls „sehr insightful“.

    Jedenfalls wäre aus diesem Blickpunkt gesehen mein Traumberuf der des Privatiers. Aber ohne dafür vorher mein Gewissen verkauft, oder meinen Körper und meinen Geist zerschunden zu haben. Ich habs nur noch nicht raus, wie das klappen wird, aber ich gebe nicht auf. Und solange bleibe ich eben so frei, wie es mir möglich ist (d.h. die Freiheit ist nur aus finanziellen Gründen eingeschränkt, und es geht mir dabie gar nicht mal so sehr um räumliche Freiheit, sondern eben um Handlungsfreiheit). Urlaub nicht brauchen zu müssen, ist eben auch eine Art Luxus…

    OK, das war mein Wort zum Montag 🙂

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    • breakpoint schreibt:

      „Ist es nicht der ideale Lebensentwurf, immer nur das zu tun, worauf man Lust hat?“
      Entwerfen kann man viel, aber dieser Entwurf scheint an einigen Designfehlern zu leiden.

      Hast du immer „Lust“, Zähne zu putzen oder mit deinem Hund Gassi zu gehen (zwei spontane Beispiele, mir fiele noch mehr ein).
      Manches muss man halt machen, unabhängig von Arbeit, Zeit und Geld.

      Ja, man kann seine Zeit natürlich auch damit verbringen, Youtube-Videos anzuschauen oder TLTR Artikel zu lesen.
      Mir ist das (zumindest heute) zu viel.

      Urlaub und Faulenzen ist eine Zeitlang sicher schön, aber auf Dauer ist mir eine sinnvolle Tätigkeit schon wichtig (ich bilde mir ein, keinen „bullshit job“ zu machen).

      „Urlaub nicht brauchen zu müssen“ ..
      Tja, perpetual holiday halt.

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      • Leser schreibt:

        Ich hab auch nicht gemeint, dass diese Links heute konsumiert werden sollen. Sondern eher mal für ein paar ruhige Stunden. Mit dem Verfasser des verlinkten Textes gibt es auch noch ein Interview, und dessen Gedankengänge über die Arbeitswelt sind zutreffenderweise oft als „synapse-sparkling“ (oder so ähnlich) bezeichnet worden.

        Und nein, bei Deinem Job handelt es sich nach der Definition aus dem Text tatsächlich nicht um einen Bullshit-Job (das wollte ich auch nicht andeuten, es geht mir ums Allgemeine), aber es ist eben leider so, dass der Overhead an Bullshit-Jobs es verhindert, dass eine Person heutzutage mit einer 20-Stunden-Woche eine 4-köpfige Familie auf gutem Lebensstandard ernähren könnte, oder ähnliches…

        Und: „Faulenzen“ als „Betriebsmodus“, nach dem Motto „jetzt wird runtergetaktet, die Drehzahl der Platter halbiert, und kaum mehr was gemacht“ geht eh nicht auf die Dauer, ohne dabei krank zu werden. Das meinte ich auch nicht. Es geht mMn darum, überhaupt nicht zwischen „Betriebsmodi“ unterscheiden zu müssen, also Freizeit/“Produktivzeit“ (Was ist man dann in letzterer? Unfrei? Freiwillig unfrei? Wieso tut man sich das an? usw…), oder sich dem üblichen Konkurrenzdenken, oder auch nur allgemein dem „Homo Oeconomicus-Denken“ hinzugeben, anstatt vernunftbegabt zu denken und handeln. Dabei ist das „Homo-Oeconomicus-Denken“ ja leider so sehr in uns hinein-indoktriniert, dass es erst mal ein gewaltiges Wachstum des bewusst Seins benötigt, um dies zu erkennen, und da, wo es mit Vernunft betrachtet nicht sinnvoll ist, sondern bloß „normal“, zu unterlassen, praktisch die Konditionierung anhand der eigenen, später gefundenen Wertvorstellungen zu „debuggen“, indem man sie anhand dessen hinterfragt – und solche Bequemlichkeits-Ausfluchts-Antworten wie „ist halt normal“, „muss doch jeder so machen/macht doch jeder“, „es funktioniert aber doch!“(unter Ausblendung der offen sichtbaren nichtvorhandenen Skalierbarkeit) nicht gelten zu lassen, sondern wirklich das zu betreiben, was im Englischen sehr treffend „soul-searching“ genannt wird (alle deutschen Übersetzungen dieses Begriffs decken immer nur einen Teilbereich ab und sind daher inadäquat)…

        Und ehrlich, ja, so ein Leben ist einerseits unangenehm, andererseits erkennt man aber auch eine ganze Menge an Missständen, die man sonst mitunter niemals hätte wahrnehmen wollen. Gewisse kognitive Dissonanzen funktionieren dann bei einem selbst nicht mehr, und man kann anderen dabei zuschauen, wie sie sich „aus der Not heraus“ neu bilden…

        Aber das genügt jetzt auch erst mal an schweren Themen 🙂

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        • breakpoint schreibt:

          Du scheinst dir völlig falsche Vorstellungen von meiner Zeitverteilung zu machen.
          Zwar habe ich tagsüber immer wieder mal zwischendurch ein paar Minuten frei verfügbare Zeit, aber eine ganze Stunde oder länger nur selten bis nie (und wenn, dann habe ich meist besseres zu tun, als solche time-consuming links zu verfolgen).

          Entsprechend habe ich heute Morgen auch kaum Zeit, auf deinen Kommentar näher einzugehen, weil ich nachher einen Kundentermin habe.

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  7. Bellona schreibt:

    wir können nicht ganz ohne ausflüge, aber als wir kürzlich auf malle waren, waren wir auch fast nur faul. wir kannten die insel ja bereits und haben das rumliegen, sonnen, baden, schlafen, essen und partymachen sehr genossen. grundbedürfniserfüllung. 😉

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  8. Pingback: Tausendneun | breakpoint

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