Siebenhundertneunundsechzig

Seit x Jahren (10 < x < 25) habe ich eine Lieblingschipssorte. Diese Marke ist nicht gerade die billigste, aber gelegentlich gönne ich mir schon eine Tüte davon.

Seit kurzem jedoch scheinen diese Chips anders zu schmecken.
Entweder hat sich mein Geschmacksempfinden verändert, oder – was mir plausibler vorkommt, da ich für den ersteren Grund keinerlei sonstige Hinweise finde – der Hersteller hat das Rezept geändert.
In jedem Fall schmecken mir diese Chips bei weitem nicht mehr so gut, so dass ich zukünftig auf dieses Produkt verzichten werde.

Wenn noch andere Konsumenten ähnlich handeln, wird der Umsatz vermutlich zurückgehen, so dass eine Chance besteht, dass der Hersteller die ursprüngliche, leckere Rezeptur der Gewürzmischung reaktiviert.
Vielleicht probiere ich dann in einem Jahr oder so diese Chips erneut.

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass sehr gute Produkte absichtlich durch den Hersteller verschlechtert werden. Ein Produkt, das praktisch am Optimum ist, wird nicht mehr besser, wenn man es verändert.

Advertisements

Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

36 Antworten zu Siebenhundertneunundsechzig

  1. besser wird es nicht….aber es erlaubt ein neues, bzw überarbeitetes Produkt nachzuschieben das zwar immer noch nicht besser als das Original, aber um Längen besser als die letzte, noch in der Erinnerung des Konsumenten verbliebenen, Variante. Letzterer wird die VErbesserung registrieren und Frieden mit dem überarbeiteten Produkt schliessen desse, Herstellungsprozess natürlich kostengünstiger für den Produzenten ist als das ursprüngliche Original…;)

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Tja, die Herstellungskosten zu drücken, ist natürlich schon ein Argument.
      Dagegen spricht aber, dass die Verbraucher bislang schon bereit waren, einen relativ hohen Preis für diese Chips zu bezahlen. Eine mäßige Preissteigerung hätte zumindest ich akzeptiert.

      Es wäre auch möglich, dass die benötigten Gewürze nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind, und deshalb die Zusammensetzung geändert werden musste. Dann ist das Original vermutlich für immer dahin.

      Gefällt mir

      • nicht mehr erhältlich, oder….zu teuer 😉

        vielleicht steckt aber auch eine aus dem Untergrund operierende Anti-Kartoffelchips-Organisation dahinter welche an chronischer Chipsolitis leidende (wobei das Leiden nicht unbedingt als solches von den Betroffenen empfunden wird…) mit auf ein Mindestmass zurückgeschraubten Entzugserscheinungen auf den Weg der gesunden Ernährung zurückgeleiten will !

        Gefällt mir

  2. sweetsurrender schreibt:

    Vielleicht wurde einer der künstlichen Inhaltsstoffe verboten? 😉

    Gefällt mir

  3. unfrankiert schreibt:

    Ich glaube nicht, dass reine Kaufweigerung etwas bewirkt.
    Der Hersteller sollte schon einen schriftlichen Hinweis erhalten, WARUM sich der Konsument entschließt, ein Produkt nicht mehr weiter zu kaufen.
    DANN kann es durchaus sein, dass schnell reagiert wird.

    Gefällt mir

  4. idgie13 schreibt:

    Chips mag ich eh nicht, ich finde die riechen schon widerlich.

    Soweit möglich vermeide alles an Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern. Das verändert den Geruchs- und Geschmackssinn gewaltig.

    Bei mir gibt’s nur selbstgemachtes Essen, ich mahl sogar meine Körner selber B)

    Vielleicht war bei Deinen Chips auch nur ein Marketingheini am Werk, der das Gefühl hatte, es muss mal was Neues her. Neu ist nicht immer besser ..

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Was Essen betrifft, so bin ich ein reiner Konsument.

      Das ist ja auch ein Riesenaufwand, alles selbst zu machen.
      Für eine große Familie mag sich das ja noch lohnen, aber ihr seid doch auch nur zu zweit.

      Gefällt mir

      • idgie13 schreibt:

        Was heisst schon „lohnen“?

        Ich hab auch für mich allein alles selbst gekocht und gebacken, weil ich wissen mag, was in meinem Essen ist und Fertigfutter ganz schlecht vertrage. Deswegen geh ich auch nicht gern essen.

        Für mich ist das einfach eine Wertschätzung mir selbst gegenüber und für meine Lieben natürlich auch 😉

        Gefällt mir

        • breakpoint schreibt:

          Es ist ja nicht so, dass ich nie versucht hätte zu kochen. 😳

          Aber tja, es hat mich einfach genervt.
          Da bin ich mitten im Debuggen – aufstehen und Sauce umrühren.
          Da kreise ich gerade einen widerborstigen Käfer ein – kochen mir die Nudeln über oder brennen die Schnitzel an.

          Nee, parallel zur Arbeit lässt sich kaum kochen, und konzentriert man sich nur auf das Kochen, kostet das viel zu viel Zeit.

          Also habe ich – wenn überhaupt – gleich für (mindestens) zwei Tage gekocht, damit es sich wenigstens halbwegs rentiert.
          Aber so richtig bewährt hat sich das nie, so dass ich das Kochen und Backen lieber den Profis überlasse.

          Gefällt mir

  5. gammler67 schreibt:

    so ging es mir mit chipsfrisch ungarisch.

    Gefällt mir

  6. ednong schreibt:

    Das Abstimmen mit den Füßen (oder in diesem Falle die Kaufverweigerung) alleine bewegen nichts, denn der Hersteller/Verkäufer weiß ja noch immer nicht, warum die Kunden so reagieren. Das mußt du schon ihm gegenüber kommunizieren.

    Des weiteren: Es geht dem Hersteller selten, wirklich selten, um ein Optimum (oder wenn: um das falsche Optimum), sondern fast immer um „billig, billig um jeden Preis“. So wohl auch hier. Ohne Ankündigung wird das Rezept geändert. Merkt der Kunde schon nicht. Und wenn, dann hat er doch erst einmal 3-5 Chipstüten gekauft. Und derzeit hat sich dann irgendein Vorstandsmitglied wieder profiliert, weil man ja pro Tüte 0,1 Cent einsparen kann. Oder so.

    Diese Profitgier geht mir so ziemlich auf den Senkel. Wird leider immer mehr/stärker. Wenn es doch mal um den Kunden/den Verbraucher gehen würde, um die Zufriedenheit eben dieses Kunden. Aber das scheint Old School zu sein und somit raus (oder altmodisch). Abartig.

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Es stimmt ja alles, was du schreibst.

      Ich kann nur noch mal wiederholen, dass ich bereit wäre, ein bisschen mehr für die Chips mit Originalrezeptur zu zahlen.
      Der aktuelle Geschmack ist mir allerdings nicht den geforderten Preis wert. Da weiche ich eben auf ein Alternativprodukt aus.

      Gefällt mir

  7. engywuck schreibt:

    das Geschmacksempfinden soll sich ja auch ändern, wenn man schwanger ist… *duck*

    Im Ernst: manchmal ändert sich der eigene Geschmack (ich kenne beispielsweise Personen, die schon *lange* erwachsen waren, als sie plötzlich Käse mochten). Zudem kann es sein, dass der Produzent nun einen anderen Lieferanten hat, die spezielle Chipstüte zu lange falsch gelagert wurde vom Händler, die Rezeptur (aus Kostengründen oder weil der neue Chef das *so* besser findet), die Herstellungsmaschinen ersetzt wurden und was es alles an Möglichkeiten noch gibt.
    Wenn du Details wissen willst: frag den Hersteller.

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      Schwangerschaft kann ich mit sehr großer Sicherheit ausschließen.

      Wenn sich mein Geschmack geändert hätte, hätte ich ja bei irgendwelchen anderen Produkten auch etwas merken müssen. Dem ist aber nicht so.

      Es liegt auch nicht an einer einzigen Tüte. Da hätte ich noch gedacht, dass es an einer einzelnen Charge, falscher Lagerung o. dgl. liegt.
      Der veränderte Geschmack ist mir in den letzten Wochen oder Monaten mehrfach aufgefallen.

      Gefällt mir

  8. Leser schreibt:

    Ich bin auch dafür, den Hersteller zu fragen.

    Aber mit etwas Glück findest Du die alte Rezeptur noch als Eigen-/Handelsmarke in irgend einem Discounter. Nur, die wieder alle durchzuprobieren, ohne sichere Aussicht auf Erfolg, ist halt auch wieder einiges an Aufwand. Dann doch lieber auf Chips ganz verzichten (Also, zumindest die aus Kartoffeln, die anderen sind ja überall drin, da kommt man gar nicht drum herum) – ist eh gesünder, und wenn man mal seinen Geschmackssinn eine Zeit lang rekalibriert hat, dann merkt man auch, wie eklig die Dinger in Wirklichkeit schmecken…

    Gefällt mir

    • breakpoint schreibt:

      So kurz vor dem Urlaub habe ich nun wirklich nicht den Nerv, mich mit dem Hersteller auseinanderzusetzen.

      Durchprobieren ist sicherlich auch nicht die Lösung.
      Schließlich bin ich nicht süchtig nach den Dingern. Sie haben mir nur sehr gut geschmeckt – und keineswegs „eklig“.

      Gefällt mir

      • Leser schreibt:

        Klar, das ist ja nix wichtiges – kann auch nach dem Urlaub, oder irgendwann geschehen (aufgeschoben ist nicht aufgehoben). Aber „gut schmecken“ habe ich bei aromatisierten Knabbereien wie Chips noch nicht vorgefunden. Dazu noch das ganze Glutamat, was die Geschmackssensoren desensibilisiert (ich kann es nicht genauer beschreiben, danach fühlt sich die Zunge immer wie „taub“ an), alles in allem doch eine recht widerliche Mischung – zumindest meiner Meinung nach. Und das selbst bei den Sorten, die „gut schmecken“. Süchtig machen die Dinger übrigens nur in Kurzzeit, was man daran merkt, dass es oft schwer ist, eine Tüte zu öffnen, und dann *nicht* innerhalb von wenigen Stunden komplett zu leeren.

        Gefällt mir

  9. Pingback: Tausendeins | breakpoint

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s