Siebenhundertvierundvierzig

Bei dem Unwetter Anfang der Woche muss sich ein Dachziegel auf Carsten’s Haus gelöst haben. Jedenfalls ist das Dach dort kaputt und im Raum darunter ein Wasserschaden.
Nichts weltbewegendes, aber ärgerlich.
Die Haushälterin hatte den Schaden bereits entdeckt, erste Maßnahmen getroffen, und in Absprache mit Carsten Handwerker bestellt, die den Schaden wieder beheben sollen.

Ja, Eigentum verpflichtet. Aber so ein Haus ist doch nur Ballast.
Das sehe ich auch beim Häuschen meiner Eltern. Ständig ist da etwas kaputt und muss repariert oder renoviert werden. Da war mal ein Rohrbruch im Keller. Ein andermal ging eine Glastür zu Bruch. Demnächst müssen sie die Regenrinnen erneuern lassen, und bei der Gelegenheit wird das ganze Haus neu verputzt.
Oder bei meiner Schwester. Soweit ich weiß, zahlen sie immer noch den Bausparvertrag ab. Trotzdem mussten sie bereits den Küchenfußboden erneuern, und ständig gibt es irgendwelchen Ärger mit der Heizung.

Hier in der Wohnung nervt es mich bereits, dass ich alle paar Jahre neu tapezieren oder streichen müsste. Naja, ich schätze, dass ich das mit dem Wohnungseigentümer regeln kann, das noch weit in die Zukunft aufzuschieben. Solange die Wände sauber sind, hat er ja auch kein Interesse daran, und wird vermutlich nicht von sich aus daran denken.
Versteht mich nicht falsch – das Tapezieren selbst (ausmessen, zuschneiden, einkleistern, ankleben) hat mir früher bei meinen Eltern sogar ein bisschen Spaß gemacht. Was ich aber so gar nicht leiden kann, ist das Umräumen und Möbelschieben davor und danach. Uähh – grausam.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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20 Antworten zu Siebenhundertvierundvierzig

  1. aliasnimue schreibt:

    Ich mag Tapeten nicht sonderlich. Irgendwie find ich die spießig. Ok, im Altbau sind sie notwendig, aber auch da kann man sie überstreichen.
    Aber jeder so, wie er mag.
    Ich mag halt glatte, gestrichene Wände. Ohne groß chichi.

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    • breakpoint schreibt:

      So groß gemusterte Tapeten wie daheim bei meinen Eltern habe ich in der Wohnung auch nicht.

      Entweder nur ganz klein dezent gemustert oder weiße Rauhfaser. Die sollten dann gestrichen werden statt tapeziert – hatte in meinem morgentlichen Tran ganz vergessen. (Hab’s jetzt noch ergänzt.)

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      • aliasnimue schreibt:

        Gibt nur ganz wenige, die ich ok finde.
        Z.B breite Blockstreifen, aber nur in kleinen Teilbereichen. Und auch nicht im Wohnzimmer.
        Aber wenns Dir gefällt ist doch gut.

        Gibt aber glaub ich nur noch wenige Menschen, die Tapeten haben. Jedenfalls in meinem Bekanntenkreis.

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        • breakpoint schreibt:

          Als ich die Wohnung bezogen habe, war sie schon tapeziert.
          Neue Tapeten drüberzuklatschen war einfacher, als die alten runterzureißen und die Wände erst mal zu verputzen.

          Eigentlich ist mir das auch ziemlich egal.
          Ich habe noch nicht mal darüber nachgedacht, wie ich es einrichten würde, hätte ich an neuen Wänden die freie Wahl.

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          • aliasnimue schreibt:

            Mir ist es extrem wichtig wie ich wohne. My home is my castle.
            Obwohl ich auch nicht zu der Umräum-Fraktion gehöre. 😉
            Oder ständig alles ändern will.
            Wenn mir einmal etwas gefällt, bleibt das auch lange so.

            Für Deine Wände gibt es sogenannte Renovierungstapeten. Die kann man dann leicht überstreichen.

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  2. gammler67 schreibt:

    deswegen würde und habe ich immer gemietet…

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  3. ednong schreibt:

    Uha – eine Frau, die ungern umräumt. Kannte ich bisher noch nicht.

    Klar ist an einem Haus immer was zu machen. Wie am eigenen Auto halt auch. Vorteil ist eben: es ist deins. Du kannst darüber bestimmen, wie und was damit gemacht wird – und von wem es genutzt werden kann. Dafür dann eben die zweite Seite der Medaille: die Kosten der Instandhaltung.

    Wohnst du zur Miete, hast du die Instandhaltungskosten auch am Hals – durch die Betriebskosten (zumindestens den Teil, den der Vermieter dir aufdrücken darf [ok, bei dir drückt er ggf. anders]). Also los wirst du die Kosten nicht. Und ist etwas kaputt, mußt du meist erst einmal den Vermieter informieren, bevor irgendein Handwerker kommt. Entweder von dir beauftragt oder nach vielem Hin und Her mit dir terminlich abgestimmt.

    Also einfacher ist das nicht unbedingt. Und kostengünstiger vielleicht bezogen auf die Erstausgabe (Kaufpreis und Co.).

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    • breakpoint schreibt:

      „eine Frau, die ungern umräumt. Kannte ich bisher noch nicht.“
      Welche Art Frauen kennst du denn?
      Umräumen ist doch nun wirklich schauderhaft.

      Eigentum oder Miete – beides hat halt Vor- und Nachteile.
      Bei mir hat (früher) den Ausschlag gegeben, dass ich mir die Option offenhalten wollte, unproblematisch wegzuziehen.
      Das ist mit Miete einfacher. Bei Eigentum bindest du dich viel stärker an einen bestimmten Ort.

      „[ok, bei dir drückt er ggf. anders]).“
      B) LOL

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  4. ednong schreibt:

    „eine Frau, die ungern umräumt. Kannte ich bisher noch nicht.“
    Welche Art Frauen kennst du denn?
    Umräumen ist doch nun wirklich schauderhaft.

    Welche, die irgendwie alle Vierteljahr umräumen müssen. Furchtbar. Mag ich überhaupt nicht, sowas. Gott sei Dank betrifft es mich nicht (mehr).

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  5. Leser schreibt:

    Eigentum zum drin wohnen „funktioniert“ eigentlich nur, wenn man sich auch selbst darum kümmern kann. Dazu braucht man die nötige Zeit, sowie das Know-How, handwerkliches Geschick und das passende Werkzeug – eben so, dass man alle „kleineren“ Arbeiten einfach selbst machen kann.
    Für Eigentum, was man vermietet, wäre es interessant, mal zu sehen, ab welcher Größe es sich lohnt, man damit also einen Gewinn macht, nachdem sämtliche Handwerkerrechnungen und sonstige Wartungskosten, die man nicht direkt in die Miete einpreisen darf, bezahlt worden sind. Dieser „break even point“ hängt aber natürlich auch stark vom lokalen Mietpreislevel ab.

    Und ja, ich mag es auch nicht, die Ordnung (auch wenn es wie ein Chaos aussieht) in der Wohnung auseinanderzurupfen, um etwas am setup zu ändern. Never touch a running system, oder so ähnlich…ist ganz ähnlich wie beim PC.

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    • breakpoint schreibt:

      Die Kosten für Reparaturen etc. lassen sich für den Vermieter ja von der Steuer absetzen, was das Problem deutlich entschärft.

      Bei den derzeitig niedrigen Zinsen ist ein Geldanlage in Immoblien durchaus überlegenswert (AFAIK lassen sich sämtliche Anschaffungskosten auf mehrere Jahre verteilt von der Steuer absetzen).
      Die Betriebskosten werden auf den Mieter umgelegt, so dass durch die Miete einiges an Gewinn übrigbleibt.

      Bei Bekannten habe ich allerdings mitgekriegt, dass Vermietungen von Eigentumswohnungen oft problematisch sind.
      Da gibt es z.B. Mietnomaden, die die Wohnung verwüsten, aber keine Miete zahlen – das ist dann eher der „break odd point“.
      Selbst ein ganz normaler Mieterwechsel, weil der Mieter umziehen will, ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden.

      OT: Deine Mails habe ich erhalten, beantworte ich nach dem Wochenende.

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  6. engywuck schreibt:

    Du musst solange du drin wohnst und das Ganze keine Probleme verursacht weder neu tapezieren noch streichen (wer soll’s auch nachweisen…). Wenn du einen starren Fristenplan hast ist er ohnehin unwirksam, beim flexiblen („in der Regel…“) macht mans halt beim Auszug. Obwohl ich das dooph finde, besser jeder machts beim Einzug, dann wohnt er in den Tapeten/Farben, die ihm passen.

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    • breakpoint schreibt:

      Ich persönlich würde es ja ohnehin an den Wohnungseigentümer delegieren. 😀

      Grundsätzlich meine ich, dass ein Mieter die Wohnung in einem ordentlichen, sauberen Zustand hinterlassen soll.
      Da dürfte es in vielen Fällen notwendig sein, die Wohnung zu streichen/tapezieren.

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      • engywuck schreibt:

        aber nur wenn’s nötig ist, und ggf. beim Übergeben. Nicht jedoch fest „Küche alle drei Jahre streichen“ und auch nicht „muss durch Handwerker erledigt werden“ oder „in Handwerkerqualität“

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        • breakpoint schreibt:

          Naja, wer legt denn fest, ob es nötig ist?

          Wie in einem anderem Kommentar erwähnt, habe ich Bekannte, die zwei oder drei Wohnungen vermieten.
          Die haben immer wieder Probleme, wenn ein Mieter auszieht.
          Da ist die Wohnung teils abgewohnt, und in einem Zustand, den man keinem Nachmieter mehr zumuten kann.
          Es wäre also notwendig (auch wenn der Mieter das vermutlich anders sieht).

          Da ist es gut, wenn es eindeutig definierte Regeln gibt, z.B. dass der Mieter grundsätzlich bei Auszug zu streichen hat.
          Alles andere wäre willkürlich.

          Ist natürlich die Wohnung in einem Top-Zustand, kann er sich sicher mit dem Vermieter einigen, dass er das nicht braucht.

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  7. engywuck schreibt:

    „Naja, wer legt denn fest, ob es nötig ist?“

    Solange man drin wohnt: solange man’s aushält ists unnötig 🙂
    wenn man auszieht: dann wenn man selber in die (leere) Wohnung nicht einziehen würde ohne zu streichen.

    Aber wie ich vermutlich schon anderswo schrub: am liebsten ist mir die Regel, die ich in der letzten Wohnung hatte: ich streiche beim Einzug, nach Auszug streicht der nächste Mieter (gut, waren da auch „nur“ vier Jahre).
    „Vorher“ war schon wegen penetranten Rauchgestank nötig. Klar hätte ich da den Vermieter zwingen können, aber dem war’s so auch lieber 🙂
    In der aktuellen war die Farbe noch fast feucht (Vormieterin glaub grad mal n Jahr drin), so dass ich nicht gestrichen habe(n wollte). Auch wenn orange als Wandfarbe gewöhnungsbedürftig ist 🙂

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  8. Pingback: Neunhundertachtundachtzig | breakpoint

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