Siebenhundertsiebenunddreißig

In einer nicht allzu entfernten Stadt fand ein interessanter Kongress statt. Carsten war gebeten worden, einen Vortrag zu halten, und so entschloss er sich, zusammen mit Jason hinzufahren. Da die Thematik auch für mich von Belang ist, schloss ich mich ihnen an.
Dort habe ich wieder einiges Neues erfahren, das ich auch für meine Arbeit nutzbringend einsetzen kann.
Carsten traf einige Geschäftsfreunde. Man kam überein, abends zusammen ein Steakhaus zu besuchen. Jason hatte den Abend allerdings schon anders verplant.

Da ich dieses blutige, fast rohe Rindfleisch nicht mag, zog ich Spareribs mit Wedges und Krautsalat vor.
Ich war froh, dass ich nicht allzu viel reden musste, nur ein wenig Smalltalk. Allmählich merkte ich auch, dass Carsten’s Anspannung nachließ. Aber eigentlich hätte ihm klarsein müssen, dass ich meine – zugegebenermaßen ziemlich geschmacklosen – Scherze über blutiges Kuhfleisch nicht machen würde, wenn andere Leute dabei sind. Die mache ich sonst höchstens noch in meinem Blog (diesmal allerdings höchstens auf Nachfrage).

Später wurden die Gespräche dann interessanter. Irgendwie kam das Thema auf das Studium und speziell auf die Diplomarbeiten.
So wurde ich tatsächlich nach meinem Thema gefragt.
„Da ging es um hochenergetische Stöße ..“, (Carsten warf mir einen warnenden Blick zu), „von zwei Elementarteilchen ..“, (Carsten entspannte sich), „die sich wechselwirkend vereinigen ..“, (Carsten runzelte die Stirn), „zu einem virtuellen Zustand ..“, (Carsten atmete erleichtert aus), „aus dem dann neue Teilchen entstehen. Über spezielle Eigenschaften dieser Teilchen habe ich theoretische Berechnungen durchgeführt.“

Ich ging nicht weiter ins Detail, sonst hätte ich mit Lagrangians, Spindichte-Tensoren, Dirac-Matrizen, Mandelstam-Variablen etc. anfangen müssen. Erfahrungsgemäß kennen sich damit nur die wenigsten Leute aus. Das ist auch sicherlich keine Bildungslücke, da es ein ganz spezielles Fachthema ist, mit dem auch bei weitem nicht alle Physiker in Berührung kommen.
Aber wenn ich die Sache allgemeinverständlich formuliere, ist es auch wieder nicht recht.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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31 Antworten zu Siebenhundertsiebenunddreißig

  1. Athropos schreibt:

    Soweit ich weiß kann man Steaks ja auch medium oder well bestellen. Oder ist „rotes Fleisch“ allgemein nix für dich (zumindest auf dem Teller).

    (fast) passendes Captcha: „pork pies“.

    lG,

    PS: die Geschmacklosigkeiten würden mich interessieren

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  2. schaum schreibt:

    wegen mir hättest du ruhig weitererklären können……solnage du keine bienen als darstellungsobjekt benutzt.

    es schäumt schadedrum

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  3. Leser schreibt:

    Schweinefleisch mögen zu können, erschließt sich mir nicht. Selbst Rind ist schon (auch gut durchgegart) nur in den seltensten Fällen wirklich tolerabel. Eigentlich finde ich nur Geflügel essbar, und dann auch nur zu bestimmten Situationen, bei bestimmten Teilen und bestimmter Zubereitung. Alles andere geht über meine Leidensfähigkeit hinaus.

    Aber, eigentlich wollte ich über die Scherze fragen: „Die mache ich sonst höchstens noch in meinem Blog“ – hast Du das Carsten so gesagt? (vielleicht liest er hier ja sogar schon seit einiger Zeit mit?) 😉

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  4. mkuh schreibt:

    Hallo
    du weist halt wie mal Spannung aufbaut 😉

    Viele Grüße

    Mkuh

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  5. engywuck schreibt:

    so sind die Geschmäcker verschieden – ich finde Schwein OK, Rind super (leider gern mal nicht grad günstig, vor allem die besseren Sorten), Geflügel so naja – und mag es gar nicht, wenn ich Knochen pulen muss. An SpareRibs ist ja von Knochen abgesehen fast nix dran, aber auch Schweinshaxen oder „halbe Hahn“ gelten für mich als „öh ich mach n Veggie-Day“ wenns die irgendwo als einzige Fleischvariante gibt.

    Am Witz wäre ich auch interessiert, ich komme nur auf Wortwitze mit Steak und stake(pfählen).

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    • breakpoint schreibt:

      Wenn alle den gleichen Geschmack hätten, wäre die Konkurrenz auf die gleichen Produkte zu groß.
      Es ist schon OK, dass jeder unterschiedliche Vorlieben hat.

      Knochen sind unpraktisch. Gräten auch.

      Der Witz über blutiges Kuhfleisch .. hm, OK, genug geziert .. der sog. Cowie-Lingus-Scherz besagt soviel, dass ein Mann, der Vergnügen daran findet, blutiges Rindfleisch zu essen, eigentlich auch keine Hemmungen haben dürfte, seine Partnerin während der Menstruation zu lecken. :.

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