Siebenhundertfünfzehn

Um Selbstvertrauen geht es bei der aktuellen Blogparade auf 1001 Erfolgsgeheimnisse.

Selbstvertrauen – das ist sicherlich teilweise synonym mit Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein – würde ich definieren als Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten.
Ein gesundes Selbstvertrauen ist wichtig. Menschen mit Selbstvertrauen haben eine viel positivere Ausstrahlung als Menschen ohne.

Ich persönlich ziehe mein Selbstvertrauen hauptsächlich aus meinem fachlichen Wissen und beruflichen Können. Das war nicht immer so. In meiner Jugend war ich eher schüchtern und zaghaft, bis ich mich durch konsequentes Lernen sicherer fühlte.
Leider habe ich keinen Tipp, wie man schnell zu Selbstvertrauen kommt. Das ist ein längerer Prozess. Wenn man etwas gut kann – das kann z.B. auch ein Hobby sein – kann das Selbstbewusstsein und der Stolz darauf zu Selbstvertrauen führen.
Auch wenn man in der Vergangenheit eine schwierige Aufgabe erfolgreich bewältigt hat, trägt das zum Selbstvertrauen bei.

Keinesfalls sollte man sich jedoch durch Misserfolge und Fehlschläge entmutigen lassen. Die gehören nun mal auch zum Leben. Auf solche negativen Ereignisse reagiert man am besten, indem man sie analysiert, die Fehler (bei sich selbst – und nicht bei irgendeinem Sündenbock) sucht, und es das nächste Mal eben besser macht.
Auf die Gefahr hin, etwas zu weit vom eigentlichen Thema abzukommen, aber ich habe die Beobachtung gemacht, dass man Gewinner und Verlierer dadurch unterscheiden kann, wie sie mit Niederlagen umgehen.
Der Losertyp beklagt sich, lamentiert herum und jammert, gibt anderen die Schuld, versinkt in Selbstmitleid, und beißt sich dermaßen am Problem fest, dass ihn das für alles andere lähmt.
Ein Siegertyp dagegen akzeptiert es, zuckt mit den Schultern, lässt sich nicht entmutigen, und hat beim nächsten Versuch eine neue Chance (allerdings keine Erfolgsgarantie, was ihm bewusst ist), die er als Herausforderung sieht. Was ihn nicht umbringt, macht ihn stärker – um es mal ganz plakativ auszudrücken.

Generell ist es wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, die Stärken zu betonen, und mit den Schwächen angemessen umzugehen.

Wie so bei so vielen Dingen kommt es auch beim Selbstvertrauen auf die Dosis an. Ein übertriebenes Selbstvertrauen führt häufig zu Selbstüberschätzung und Arroganz.
Ein Mensch mit vernünftigen Selbstvertrauen ist aufgrund seiner Erfahrung davon überzeugt, auch bestimmte schwierige Aufgaben zu schaffen und komplizierte Probleme lösen zu können, kalkuliert dabei jedoch stets ein gewisses Risiko des Scheiterns mit ein.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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16 Antworten zu Siebenhundertfünfzehn

  1. gammler67 schreibt:

    ich denke,selbstvertrauen kommt auch mit dem alter.

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  2. Uschi-DWT schreibt:

    Gut Beschrieben was Selbstvertrauen ist und wie man es aufbauen bzw. stärken kann.

    Bei der Arroganz sollte jedoch unterschieden werden ob man wirklich arrogant ist oder es nur andere so empfinden.

    Mir selbst ist es öfters passiert das ich im nachhinein erfahren habe das mich jemand für arrogant hielt bevor er mich besser kennen lernte und feststellte das ich nur ein enormes Selbstvertrauen, Wissen und Können habe.

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    • breakpoint schreibt:

      Das ist ein ganz wesentlicher Punkt.
      Mir ist es auch schon passiert, dass ich als arrogant, überheblich, hochnäsig – besserwisserisch sowieso – eingeschätzt wurde.
      Tja, ist wohl manchmal nicht vermeidbar.

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      • Uschi-DWT schreibt:

        Ich habe festgestellt das sehr oft alles was nur ein bisschen außerhalb der Norm (wer legt die eigentlich fest) ist misstrauisch beäugt wird.

        Aber auch damit richtig umzugehen gehört mit zu dem Selbstbewusstsein nach meiner Meinung.

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        • breakpoint schreibt:

          Tja, als „normal“ gilt wohl, was innerhalt einer Standardabweichung vom Mittelwert liegt.
          Aber wer will schon durchschnittlich und mittelmäßig sein? :>

          Meinen Respekt hat jeder, der selbstbewusst zu seinen Abweichungen von der „Norm“ steht, und nicht immer nur im Mainstream mitschwimmt.

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  3. baerlinerinn schreibt:

    …und es kommt m.E. auch aus der Erziehung seitens des Elternhauses. – Geben dir die Eltern schon mit, dass du JEMAND bist, unterstutzen sie deine Fantastereien, Hobbies etc. und staerken dich… bist du bereits gut geruestet. 🙂

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  4. plietschejung schreibt:

    Zuerst einmal muss man sich selbst akzeptieren, zu sich stehen und zu dem, was man erreicht hat oder kann. Egal, in welcher Disziplin.

    Der Rest kommt mit Akzeptanz, Lob und Anerkennung.

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  5. Maria schreibt:

    Danke für den schönen Beitrag! Wir haben auch noch an der Parade teilgenommen (http://www.epilierer.org/blogparade-selbstvertrauen/) und ich kann es nur unterschreiben, was du sagst. Selbstvertrauen muss sich entwickeln und auf gewissen Pfeilern aufbauen – häufig ist es das Berufsleben, das kann ich nachvollziehen.

    In diesem Sinne: Alles alles Gute für alle Blogparaden-Teilnehmer. 🙂 Und immer schön lächeln.

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    • breakpoint schreibt:

      Für ein stabiles Selbstvertrauen ist es IMHO unerlässlich, über bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen.

      Durch Äußerlichkeiten lässt sich das Selbsvertrauen vielleicht noch verstärken, es jedoch alleine darauf zu begründen, kann keine dauerhafte Wirkung haben.

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  6. Pingback: Artikel: Edition F über „unfähige Männer in Führungspositionen“ | ☨auschfrei

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