Sechshundertneunundsiebzig

Endlich ist Ostern vorbei!

Am Samstag Nachmittag platzte Carsten endgültig der Kragen (nachdem die Kinder u.a. eine Überschwemmung im Gästebad verursacht hatten), und er schmiss Patrick mitsamt Erstfamilie raus. Verena war hin- und hergerissen, ob sie zusammen mit Patrick abreisen solle, blieb aber schließlich mit Sophie da.
Immerhin war es etwas ruhiger geworden.

Am Sonntag fragte Verena, warum es keine Ostereier gäbe (Memo an mich selbst: Easteregg mal wieder überarbeiten). Sophie hätte sich so sehr darauf gefreut, ein „Odahäs“ zu sehen. Tja – hätte Verena schon selber organisieren müssen (ach, wie gut, dass niemand weiß, was ich letztes Jahr mit einem Schokohasen erwogen hatte).

Wir waren dann in einem Restaurant essen. Das Mittagessen zog sich ewig hin, weil Sophie wenig kooperativ war, wenn Verena sie füttern wollte. Trotzdem schaffte diese es immer wieder, zu betonen, welch begnadete Köchin doch ihre Mutter gewesen sei.
Später versuchten wir einen Spaziergang zu machen, aber wenn Sophie überhaupt lief, dann in die falsche Richtung. Wenn Verena sie in den Buggy setzte, fing sie sofort an zu schreien, und versuchte aufzustehen und herauszuklettern.
So fiel der Spaziergang erheblich kürzer aus, als geplant.

Am Montag dann fand Sophie irgendwo eine kleine Metallkugel und hatte nichts besseres zu tun, als sie sich in die Nase zu stopfen. Verena wurde ziemlich hysterisch, als sich die Metallkugel nicht mehr entfernen ließ, während Sophie das überraschend stoisch ertrug.
Carsten telefonierte kurz, schnappte sich Sophie und fuhr mit ihr und Verena in die Stadt.
Anderthalb Stunden später waren sie wieder da, nachdem Sophie’s Großonkel Norbert die Metallkugel fachmännisch entfernt hatte.
Inzwischen war es höchste Zeit, dass Verena mit Sophie aufbrach, um wieder nach Hause zu fahren.

So hatten Carsten und ich wenigstens einen kleinen Teil dieses verlängerten Wochenendes noch für uns.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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36 Antworten zu Sechshundertneunundsiebzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Armes kleines Mädchen.

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    • breakpoint schreibt:

      So schlimm scheint Sophie die Sache mit der Kugel gar nicht empfunden zu haben.

      Vielleicht lernt sie daraus, dass man sich nicht gedankenlos irgendwelche Gegenstände in die Körperöffnungen stecken sollte.

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      • sweetsurrender schreibt:

        Wenn ich das richtig interpretiere hatte sie ein stressiges WE. Die ganzen Spannungen zwischen den Erwachsenen, das Gefühl nicht willkommen zu sein, dann wird ihr Papa „rausgeworfen“. Der Osterhase ist nicht gekommen…also hat sie wohl etwas schlimmes falsch gemacht. Danach soll sie auch noch in einem Restaurant still sitzen und anschließend bei Fuß laufen.
        Da sie noch keinen eigenen Blog hat, blieb ihr wohl nur, sich die Kugel zu geben. Jedenfalls hat ihr das die nötige Aufmerksamkeit geschaffen.

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        • breakpoint schreibt:

          Sie hatte ein stressiges Wochenende???

          So gut wie sie, möcht ich’s auch noch mal haben: Alle kümmern sich um mich. Ich selbst muss nix machen, werde gefüttert, gefahren, gewindelt (na, letzteres lieber nicht), .. Keine Verantwortung. Mache rücksichtslos einfach was ich will.

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          • sweetsurrender schreibt:

            Ich führe das mal weiter…
            ich bin den ganzen Spannungen um mich herum und den Erwachsenen hilflos ausgeliefert. Ich kann meine eigenen Emotionen (noch lange) nicht in Worte fassen und schon gar nicht damit umgehen. Wenn ich bspw. keinen Appetit habe, kann ich nur meinen Kopf wegdrehen oder versuchen die Gabel, die sich ständig meinem Mund nähert mit den Händen abzuwehren.
            Ich spüre die Gereiztheit der Erwachsenen, auch wenn sie versuchen es zu überspielen.
            Das verstehe ich nicht. Also muss es ja an mir liegen. Ich mache etwas falsch. Weiß aber nicht was.
            Wenn ich mir eine Kugel in die Nase stecke, erreiche ich endlich Aufmerksamkeit. Vorher hat mich keiner wirklich „gesehen“.

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            • breakpoint schreibt:

              Uiii, endlich bin ich die anderen Kinder los, die mich immer an den Haaren ziehen!
              Und der Papa kann mich nicht mehr davon abhalten, endlich das Regal auszuräumen.

              Ich mag diesen Brei nicht essen, will lieber Süßigkeiten.
              Und mag nicht darüber laufen, renne lieber auf die Straße. Mal schauen, ob ich die anderen abhängen kann.

              Ich muss die anderen unbedingt auf Trab halten, weil das so lustig für mich ist. Die sollen ja nicht auf die Idee kommen, ich würde nachmittags schlafen, damit sie ihre Ruhe haben.

              Juchhu, was ist denn das für ein rundes Ding? Das passt ja genau in meine Nase.
              Ob es aus meinem Ohr herauskommt, wenn ich es ganz tief reinbohre?

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            • sweetsurrender schreibt:

              (Uiii, endlich bin ich die anderen Kinder los, die mich immer an den Haaren ziehen!
              Und der Papa kann mich nicht mehr davon abhalten, endlich das Regal auszuräumen.)
              Endlich sind die alle weg und ich kann Zeit alleine mit Carsten verbringen und mit ihm spielen.

              (Juchhu, was ist denn das für ein rundes Ding? Das passt ja genau in meine Nase.
              Ob es aus meinem Ohr herauskommt, wenn ich es ganz tief reinbohre?)
              Kann man einen Schokoladenhasen als Dildo benutzen?

              :))

              Ihr werdet noch beste Freundinnen!!!

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            • breakpoint schreibt:

              Die Mama ist aber noch da, und zupft ständig an mir rum.
              Und der Opa spielt lieber mit der komischen Frau da, die mich immer so misstrauisch anguckt.

              Bei der Frage, die ein gewisses wissenschaftliches Interesse vermuten lässt, habe ich vielleicht voreilig von mir auf andere geschlossen.
              Ich jedenfalls überlege mir die eventuellen Folgen eines Experiments schon vor dessen Ausführung, und manchmal lasse ich es eben dann auch bleiben.

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            • aliasnimue schreibt:

              Vielleicht kommt die komische Frau beim nächsten Mal auf die Idee mich den Schrank mit den Töpfen in der Küche ausräumen zu lassen. Und wenn sie mir noch einen Kochlöffel dazu gibt bin ich längere Zeit ganz alleine beschäftigt und finde das ganz toll. 🙂
              Für die anderen Schränke mit den gefährlichen Sachen wie Putzmittel und Messer gibt es bei IKEA günstig eine Kindersicherung. 😉

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        • idgie13 schreibt:

          In DIE Situation hat die Kleine aber die Mutter gebracht und die ist hier auch in der Verantwortung, nicht Anne.

          Und dass der Papa rausgeworfen wurde, hat wohl auch dieser selbst zu verantworten.

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  2. plietschejung schreibt:

    Mein Beileid.
    Manche Kinder sind eben doof. Ein Abbild der elterlichen Erziehung.

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  3. gammler67 schreibt:

    es sind kinder!
    und kinder funktionieren eben nicht immer so,wie man es von ihnen erwartet.
    das geheimnis ist,das beste daraus zu machen…

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  4. ednong schreibt:

    LOL – ein ereignisreiches Fest. Ihr solltet der Kleinen möglichst bald Schreiben beibringen. Und einen eigenen Blog näher bringen – damit wir endlich erfahren, was sie denkt 😉

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  5. Uschi-DWT schreibt:

    Das was du so beschreibst war früher der Grund warum ich mich an solchen Tagen lieber in mein Büro verzogen habe um dort in aller Ruhe 12 – 16 Stunden an irgendwelchen Programmen zu arbeiten.

    Wobei es meistens auch Zeit bis nach den Feiertagen gehabt hätte aber eine gute Ausrede war es immer gut.

    Ich hoffe das ihr euch wenigstens am Abend noch etwas vom ganzen Osterstress erholen konntet.

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    • breakpoint schreibt:

      Ich hatte mir durchaus überlegt, mich einfach in die Stadtwohnung abzusetzen.
      Aber dann wollte ich halt meinen Mann nicht ganz allein seinem Schicksal überlassen.

      Am Montag Nachmittag war dann der ganze Spuk vorbei. Und – ja, danke – wir haben den Rest des Tages noch genossen. 🙂

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      • Uschi-DWT schreibt:

        Und wenn ihr beide einfach gemeinsam wegen dringender Arbeiten verschwunden währt … vielleicht hätte es keiner richtig bemerkt :yes:

        Das schlimmste an solchen Feiertagen fand ich wenn nach dem ganzen Trubel auch noch schlechte Stimmung zwischen meiner Frau und mir herrschte.

        Wenigstens das habt ihr besser im Griff und das freut mich sehr für euch.

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  6. breakpoint schreibt:

    SiebenhundertneunNie mehr Kondome!

    Ich hatte es kürzlich ja schon angedeutet:
    Carsten hat sich am Mittwoch bei einem Urologen einem ambulanten Eingriff unterzogen, bei dem eine Vasektomie durchgeführt wurde. Um sich noch etwas zu schonen, geht er heute nicht ins Bü…

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  7. breakpoint schreibt:

    SiebenhundertdreiundachtzigIch war nicht gerade erfreut, als mich Sonja anrief, um sich mit mir für ein paar Tage später zu verabreden, hatte aber auch keine ernsthaften Einwände.
    Also traf ich sie gestern in einem Café. Carsten hatte die Verabredung nur stirnrunzelnd zur Kennt…

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