Sechshundertsiebenundvierzig

Gestern war Kathrin’s letzter Tag hier. Ihren Ausstand feierte sie nicht. Immerhin nahm sie Carsten’s Einladung zum (eher nachmittäglichen) Mittagessen an. Außerdem waren noch die Sekretärin, Jason und Lukas dabei.

Ich hätte mich in den letzten Wochen nicht gewundert, wenn sie sich doch noch mit Johnny versöhnt hätte. Aber dies passierte nicht. Stattdessen kam mir Kathrin überraschend optimistisch vor. Sie schaut zuversichtlich in die Zukunft.

Dass sie tatsächlich wieder zurück in die Kleinstadt will, kann ich nicht nachvollziehen. Ganz egal, wie mein Leben verlaufen würde, heim zu meinen Eltern würde ich nicht mehr ziehen wollen. Aber ich habe auch einige Ersparnisse, während Kathrin erst mal auf die finanziellen Zuwendungen durch ihre Eltern angewiesen ist (da sie ihre Stelle selbst gekündigt hat, bekommt sie auch nicht gleich Arbeitslosengeld).

Nach dem Essen räumte Kathrin ihren Arbeitsplatz auf, packte ihre paar Sachen ein, verabschiedete sich noch von ein paar Leuten, und verließ die Firma für immer.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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17 Antworten zu Sechshundertsiebenundvierzig

  1. Lehrerin schreibt:

    Traurig zu lesen- so endgültig.

    Aber sie muss sehr entschlossen gewesen sein, wenn sie den Schritt gewagt hat ohne eine Sicherheit. Ich wünsche ihr alles Gute!

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  2. ednong schreibt:

    Und ich hab noch immer nicht die Adresse für die Bewerbung …

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    • breakpoint schreibt:

      Das ist keine Stelle, für die man vier- oder fünfhundert Kilometer umzieht.

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      • ednong schreibt:

        Och,
        es gibt bestimmt einen ICE-Bahnhof in der Stadt …

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        • breakpoint schreibt:

          Dann verfährst du viel mehr Geld mit dem Pendeln, als du bei dem Job verdienst.

          Aber von mir aus, mail mir deine Bewerbugsunterlagen (mit Zeugnissen, sonstigen Qualifikationsnachweisen, frühest möglichem Eintrittstermin und Gehaltsvorstellungen) zu.
          Ggf. könnte ich sie ja in geeigneter Weise an mich selbst weiterleiten.

          Ach ja, das Anschreiben bitte in English.

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          • ednong schreibt:

            Also Englisch wäre nicht das Problem (wo stand das in der Stellensuche?). Allerdings benötige ich für ein korrektes Anschreiben schon die Firmenadresse – ich mein, ich kann ja nicht einfach ins Adreßfeld „Carsten“ reinschreiben …

            Und gerade so bzgl. Datenschutz und so gebe ich meine DAten nur in vertrauensvolle Hände. Da weiß ich dann schon gern, wem diese gehören.

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            • breakpoint schreibt:

              Zunächst bekomme ja nur ich deine Bewerbungsunterlagen zu Gesicht.
              Und ich lege erst mal keinen Wert auf Formalien, sondern auf eine Begründung, warum du ausgerechnet hier arbeiten willst, und was dich speziell für einen Job als Bürohilfe auszeichnet.
              Falls ich deine Einstellung befürworten würde, könnte man die Firmenadresse immer noch ergänzen.

              Eine der Hauptaufgaben der Bürohilfe wäre es, eingehende Telefonanrufe entgegenzunehmen.
              Wenn Kunden aus dem Ausland anrufen, muss sie sich mit denen verständigen können.
              Kathrin hat das ganz ordentlich geschafft, weil sie Englisch-Leistungskurs hatte.

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    • engywuck schreibt:

      solltest Du zum Vorstellungsgespräch geladen oder gar genommen werden erwarten wir natürlich, dass Du uns den Klarnamen der Firma nennst! 🙂

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  3. plietschejung schreibt:

    So spielt das Leben. Wer weiß, wofür das gut ist.
    Zumindest trifft sie Entscheidungen.

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  4. breakpoint schreibt:

    AchthundertachtundvierzigWeil ich gestern abend nichts besseres zu tun hatte, habe ich Kathrin (meine Cousine, die eine Zeitlang in Carsten’s Vorzimmer gearbeitet hat) mal wieder angerufen.

    Sie ist inzwischen im 5. Monat oder so schwanger, und erschien mir ziemlich glücklic…

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