Sechshundertzweiundvierzig

Das Skiwochenende vor ein paar Wochen hatte noch ein Nachspiel. Ich wollte das damals nicht bloggen, aber, naja, jetzt mach ich’s doch.

Ich selbst war nicht dabei, als Carsten ein paar Tage später mit Bernd, dem Gastgeber, telefonierte. Aber nach allem, was mir Carsten erzählt hat, muss das Gespräch etwa folgendermaßen abgelaufen sein:

„Deine Frau ist wirklich bildhübsch.“
„Ja, danke, das ist sie.“
„Aber sie scheint mir nicht sehr gesprächig zu sein.“
„Sie muss eben nicht zu jeder Banalität ihren Senf dazugeben. Ich unterhalte mich immer bestens mit ihr.“
„Ja, sicher!“ (Anzügliches Lachen) „Aber wegen ein bisschen Sex muss man nicht gleich heiraten.“
„Ich hatte durchaus noch weitere Gründe, sie zu heiraten.“
„Sie muss dir ja ganz schön den Kopf verdreht haben.“
„Nun, ich kann immer noch klar denken.“

Irgendwie fehlt mir dann der Übergang, wie es weiterging. Bernd muss sinngemäß behauptet haben, es sei unmöglich, mit mir eine Konversation zu führen, und ich ziemlich unterkühlt wirke (kein Wunder mitten im Schnee).
Carsten war kurz davor, seinerseits anzudeuteten, was er von Bernd’s Frau Marion hält (nämlich „fettleibiger, geschwätziger, nervtötender Putzteufel“), ließ es dann aber, um die Geschäftsbeziehung nicht zu gefährden, sondern antwortete stattdessen: „Anne ist eine hochintelligente, gebildete Frau. Sie mag aber keinen Wintersport, und ich hätte sie nicht überreden sollen, mit zur Skihütte zu kommen.“

Daraufhin gab Bernd zu, dass das Geschmackssache ist, und die beiden Männer wechselten das Thema wieder zu geschäftlichen Belangen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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21 Antworten zu Sechshundertzweiundvierzig

  1. schaum schreibt:

    ok, das rundet ales ab, wenn auch unschön, hauptsache rund und eine rekenntnis fürs nächste mal 🙂

    es schäumt einende

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  2. aliasnimue schreibt:

    Was Bernd wohl für „wegen ein bisschen Sex“ tut? ;D

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  3. plietschejung schreibt:

    Sowas muss die am A**** vorbeigehen. Mehr nicht.

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  4. Uschi-DWT schreibt:

    Da kann ich nur dazu sagen das einzig richtige zu so einem Gerede wie das von dem Geschäftspartner deines Mannes… große Tüte nehmen, gut einpacken und entsorgen (natürlich nicht den Geschäftspartner :no: .

    Ich weiß schon warum ich meistens Geschäftliches und Privates versucht habe zu trennen auch wenn es oft auf Unverständnis gestoßen ist.

    Lieber als Arrogant im geschäftlichen Bereich gehalten werden als ein zu guter Kumpel der dann auch schon mal ein Auge zudrückt.

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    • breakpoint schreibt:

      Carsten hat mit Bernd schon eine sehr langjährige Geschäftsbeziehung, und da geht es halt gelegentlich auch etwas privater und vertrauter zu. 😦
      Bernd kannte wohl auch schon Carsten’s erste Frau.

      Für Arbeitnehmer ist es normalerweise einfacher, den Beruf vom Privatleben abzuschotten.
      Da arbeitet man seine 7 oder 8 Stunden am Tag. Dann ist Feierabend und Schluss.
      Wer jedoch selbständig ist, muss da manches Zugeständnis und Kompromisse machen.

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      • Leser schreibt:

        Vielleicht bekommst Du irgendwann ja auch mal die Chance, Dich mit Bernd über Logarithmen zu unterhalten, und ihm so zu zeigen, dass Du nicht die bist, für die er Dich hält…

        Passendes Captcha: know thyself

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        • breakpoint schreibt:

          Ich mag mich täuschen, aber er erschien mir nicht als der Typ, der sich mit Logarithmen auskennt oder sich gerne darüber unterhält.

          Ach ja, der gute, alte Logarithmus,
          der bei vielen Formeln mit muss.

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          • Leser schreibt:

            Dennoch wünsche ich Dir eine Gelegenheit, wo Du ihm gegenüber Deine Intelligenz und Bildung mal unter Beweis stellen kannst – schon um ihn tatsächlich davon zu überzeugen, dass Du nicht nur eine Art Konkubine Deines Mannes bist. (Oh, und das „nur“ bitte nicht falsch verstehen…)

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            • breakpoint schreibt:

              Warten wir’s mal ab.
              Aber er wohnt weiter weg, und da ich keinen großen Wert darauf lege, erneut mit ihm zusammenzutreffen, ist die Wahrscheinlichkeit dafür eher gering. Zumindest nicht so bald.

              Aber eigentlich ist mir das völlig unwichtig.
              Und ich bin gerne (auch) Carsten’s Konkubine.

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      • Uschi-DWT schreibt:

        Wem sagst du das … ich habe 30 Jahre Selbstständigkeit hinter mir und leider dabei feststellen müssen das ich meist nicht gut gefahren bin wenn ich die Grenze zwischen Geschäft und privat überschritten habe.

        Aber es kommt eben auch immer auf die einzelnen Menschen an und wenn jemand den man vor einer geschäftlichen Beziehung bereits kannte ein guter Geschäftspartner wird kann ich mir gut vorstellen das das ganze auch gut geht.

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        • breakpoint schreibt:

          Tja, auf jeden Fall ein komplexes Thema, das man aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten müsste.

          Einerseits kann es passieren, dass man mit Personen, die man schon privat kennt, ins Geschäft kommt.
          Andererseits kann sich eine Geschäftsbeziehung ins Private hin entwickeln.

          Ich habe beides erlebt, und normalerweise da durchaus positive Erfahrungen gemacht.
          Einige Male halt auch nicht.

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  5. baerlinerinn schreibt:

    …mit Verlaub, wie dumm muss dieser Geschäftspartner nur sein! Dich nur einmal gesehen zu haben und Carsten offenkundig dann bereits zu unterstellen, möglicherweise nur auf seine Körpermitte gehört zu haben (nein, damit meinte ich NICHT das Herz… :-p ), ist ja wohl das dummschwätzigste und übelste Vorurteil gegenüber einer attraktiven Frau, die weiss, wann und mit wem es sich überhaupt erst zu reden lohnt!!! – Du merkst schon, ich reg mich mal wieder mehr auf, als du selbst… 😉 Ein entspanntes Wochenende – es soll ja frühlingshafte 20 Grad geben, die zu Waldspaziergängen einladen 😉 – und ❤ -liche Grüße aus der Hauptstadt.

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    • breakpoint schreibt:

      Cool down, das ist die Aufregung nicht wert.
      Es ist auch nicht das erste Mal, dass wir mit solchen Unterstellungen konfrontiert werden.
      Es scheint, dass manche Menschen offenbar nur die Motive Sex oder Geld kennen.

      Ja, ein tolles Wetter, das zu Outdoor-Aktivitäten reizt!
      Dein Romeo hat sicherlich auch große Lust auf Spielchen auf der Wiese.
      Viel Spaß!

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  6. Pingback: Neunhundertacht | breakpoint

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