Sechshunderteinundvierzig

Kathrin hatte ja am Freitag Nachmittag quasi auf den letzten Drücker (das war Februar Ultimo) noch ihren Job gekündigt. Da sie noch etwas Urlaub hat, ist sie nur noch bis Mitte des Monats hier. Dann zieht sie erstmal wieder zu ihren Eltern (Onkel Arno und Tante Martha) und überlegt, wie es weitergeht.

Sie hat mir gesagt, dass sie ganz gerne ein Nähstudio eröffnen würde. Tja, sie kann ja gut nähen. Für den Hausgebrauch reicht es. Aber um damit Geld zu verdienen, hm, ich weiß nicht. Ich sehe das ja bei meiner Schneiderin. Die hat einiges mehr drauf, hat ein größeres Einzugsgebiet, und trotzdem läuft das Geschäft eher mau.

In der Firma reißt Kathrin’s Abwesenheit natürlich eine Lücke. Ihr Job war zwar alles andere als anspruchsvoll, trotzdem war es sinnvoll, dass ihn jemand gemacht hat.
Die Personalabteilung wird sich jetzt um eine Nachfolge kümmern, und mir ihre Vorschläge vorlegen. Das letzte Wort hat natürlich Carsten.
Ach, ich habe überhaupt keine Lust, mit irgend so einer .. äh .. Bewerberin ein Vorstellungsgespräch zu führen. Am liebsten wäre es mir, wenn ein Mann die Stelle bekäme. Aber da wird sich wohl gar keiner bewerben wollen.
Immerhin werde ich darauf achten, dass die Personalabteilung die Stelle streng geschlechtsneutral ausschreibt, und auch kein generisches Femininum wie Bürohilfe benutzt.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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17 Antworten zu Sechshunderteinundvierzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Ich breche mal eine Lanze für alleinerziehende Mütter!

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  2. ednong schreibt:

    Wohin muß ich die Bewerbung schicken?

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  3. breakpoint schreibt:

    SechshundertsiebenundvierzigGestern war Kathrin’s letzter Tag hier. Ihren Ausstand feierte sie nicht. Immerhin nahm sie Carsten’s Einladung zum (eher nachmittäglichen) Mittagessen an. Außerdem waren noch die Sekretärin, Jason und Lukas dabei.

    Ich hätte mich in den letzten Woch…

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  4. Bellona schreibt:

    herrje, nähen und schneidern und stricken und häkeln ist gerade so in mode bei selbstmacherinnen, man muss nur mal bei dawanda reinschauen.

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    • breakpoint schreibt:

      Mag sein.
      Ich wünsche Kathrin zwar durchaus Erfolg, habe aber meine Zweifel, ob ihre Fähigkeiten (es ist ein Unterschied, ob man für sich selbst oder eine Freundin näht, oder für anspruchsvolle zahlende Kundschaft) dafür ausreichen.
      Außerdem ist die Nachfrage auf dem Lande viel geringer als in der Stadt, so dass ihr Unternehmen, fürchte ich, auf eine wenig lukrative Änderungsschneiderei hinauslaufen wird.

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  5. breakpoint schreibt:

    SechshunderteinundsiebzigInzwischen habe ich schon etliche Gespräche mit Bewerberinnen um die freie Vorzimmerstelle geführt. Bisher scheiterte eine Einstellung vor allem an zu geringen Englisch-Kenntnissen (nötig, um mit Kunden zu kommunizieren), keiner Zeit am Nachmittag (mit…

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  6. breakpoint schreibt:

    SiebenhundertfünfundneunzigJetzt haben wir endlich doch noch eine Bürohilfe gefunden. Zwar erst ab November, aber die paar Wochen im Oktober werden wir schon irgendwie überbrücken können.

    Man sollte gar nicht unterschätzen, wie schwierig es ist, jemanden für solch eine einfac…

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