Fünfhundertzweiundsiebzig

Gelegentlich hatte ich bereits erwähnt, dass ich virtuelle Maschinen intensiv nutze.
Früher arbeitete ich mit VMware und VirtualPC, mittlerweile benutze ich aber nur noch Virtualbox. Alle paar Wochen gibt es ein Update, und inzwischen habe ich schon einige Routine, wie ich es am einfachsten installiere.

Meist installiere ich es nicht sofort, sondern warte einen günstigsten Zeitpunkt ab, an dem ich meine Rechner nicht anderweitig brauche und deshalb viele Fenster offen halten muss. Dann fahre ich die VMs herunter und lade dann die neueste Version von der Website. Ich führe den Installer aus, und achte darauf, dass alle Anwendungen, die mit VMs zu tun haben können, geschlossen sind.
Die Netzwerkverbindung wird dabei kurz unterbrochen und einige weitere Kleinigkeiten sind zu beachten.
Wenn die Installation durchgelaufen ist, starte ich den VM-Manager, der mich fragt, ob ich das Extensions Pack installieren will. Nach einigen weiteren Klicks ist dies dann auch erledigt.
Bei den VMs ist noch zu beachten, dass die Guest Additions aktualisiert werden müssen. Das erfordert jedesmal einen Reboot der virtuellen Maschine.
So weit, so gut.

Beim letzten Update hatte ich allerdings Probleme.
Während der Installation kam eine Meldung, dass noch irgendeine Datei in use sei. Dabei hatte ich alle VMs sauber heruntergefahren, und den VM-Manager beendet. Auch sonst sah ich keinen entsprechenden laufenden Prozess. Ich klickte also zuerst auf Retry, als das erfolglos blieb, auf Ignore, woraufhin die Installation weiter lief.
Nach Abschluss kam eine Meldung von wegen failed, und dass der Rechner neu gebootet werden müsse, was mich in diesem Fall nicht überraschte.
Also ließ ich den Rechner neu starten. Als ich später jedoch im VM-Manager meine Maschine starten wollte, meldete er, dass er den Kernel Driver nicht laden könne. Oh – oh!
Noch mal probiert – erfolglos.
Rechner noch mal gebootet – erfolglos.
Dann kam ich auf die Idee, die Virtualbox-Installation zu reparieren. Also Control Panel geöffnet, Programs and Features, und den entsprechenden Listeneintrag gesucht. Allerdings stand kein Repair zur Verfügung, so dass ich Virtualbox vollständig entfernte, und danach neu installierte.
Insgesamt hat mich das zwar einiges an Zeit gekostet, aber letztendlich konnte ich die VM dann wieder starten, woraufhin ich gleich die Guest Additions installiert habe.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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21 Antworten zu Fünfhundertzweiundsiebzig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Ach, da kommt doch immer gleich Freude auf, aber hilft auch nichts sich dann gross aufzuregen.

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  2. schaum schreibt:

    wir stellen uns das gleiche in einem flugzeug vor…..ich dachte, sowas gäbe es nur bei microsoft……

    es schäumt gräuslich

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    • breakpoint schreibt:

      Flugzeug?

      Der XP-Mode auf W7 ist übrigens eine verkrüppelte MS-VirtualPC-Maschine.
      Und – ohne dich verapplen zu wollen – auf Macs gibt es Parallels als Virtualisierer.

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      • schaum schreibt:

        flugzeug: es gab mal den vergleich zwischen den fehlern in MS Windows und einem Flugzeug….deswegen, es wäre eine katastrophe……der rest ist mir zu technisch, da habe ich keine ahnung von, ich verwende pc und konsorten wie früher andere als bleistift 🙂

        es schäumt ganzsimpelgestrickt

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        • breakpoint schreibt:

          Der MS-Flugsimulator war ja recht ausgereift. :))
          Ansonsten ist ein modernes Betriebssystem schon noch um einiges komplexer als eine Flugsteuerung.

          Als Entwicklerin muss ich immer wieder auch auf anderen Betriebssystem(version)en testen und rumprobieren. Da ist es am zweckmäßigsten, wenn ich diese auf virtuellen Maschinen habe.

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          • schaum schreibt:

            ich habe den flugsimulator nie genutzt, und dieser vergleich stammt aus dem beginn der neunziger, und die genannten fehler waren auch mein tägliches erleben, deswegen fand ich ihn damals sehr treffend und witzig.

            es schäumt langistsher

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          • Leser schreibt:

            Haha, der letzte MS-Flugsimulator den ich gespielt habe, war der in Excel97 eingebaute…

            Und: Wenn Flugzeuge mit Windows als Betruebssystem laufen würden (nein, das ist kein Tippfehler, sondern genau das, was es ist), dann fielen sie reihenweise wie die Steine vom Himmel. Das ist Microsoft für Euch!
            Deshalb auch beim Autokauf: Nie einen Ford kaufen, da ist das Infotainmentsystem von Microsoft, und das hat ziemlich vollen Zugriff auf den CAN-Bus, kann also locker auch die restliche Fahrzeugelektronik … naja, sagen wir mal, „ablenken“…

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      • Leser schreibt:

        Wobei ich vor etwas mehr als einem halben Jahr erfahren durfte, dass dieser XP-Mode keineswegs kompatibel zu XP ist, bzw. zu der Microsoft-Software aus dieser Zeit. Ein Übersetzer, der sich damals Office XP gekauft hatte, und dazu von einem Dritthersteller eine USB-verdongelte Spezialsoftware, die sich in Office XP einklinkte, für die es aber kein Update auf ein neueres Office gab, so dass er eine neue Version für ein paartausend Euro kaufen hätte müssen, wollte nun auf seinem neuen Windows7-Laptop das alte Office XP weiterbenutzen, um seine Spezialsoftware weiterbenutzen zu können. Das war nativ unter Win7 nicht möglich, auch nicht mit dem XP-Mode. Ich hab ihm dann unter Win7 auch eine VirtualBox mit XP eingerichtet, aber es hat mir mal wieder gezeigt, wie man es bei Mickerweich-Software machen muss: Nämlich von hinten durch die Brust ins Auge! Eine Frikadelle auf’s Knie nageln und damit Radio hören wäre einfacher gewesen. Scheiß-Microsoft!

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  3. Lehrerin schreibt:

    Da nimmt man sich vor: „kurz noch ein Update“ und dann dauert es Stunden…
    Ich mag es nicht, wenn sich eine Arbeit so schlecht zeitlich planen lässt.

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  4. Leser schreibt:

    @Schaum: VirtualBox kommt inzwischen von Oracle! Wenn es eine Firma gibt, deren Software von noch schlechterer Qualität ist, als die von Microsoft, dann ist Oracle einer der heißesten Kandidaten dafür… 😉

    @breakpt: Das erinnert mich daran, dass ich schon seit längerem überlege, ob ich nicht Lust habe, eine alte 10GB große XP-Virtualbox von einem alten Laptop, der hier noch ungenutzt im Regal liegt, runterzukopieren und auf der aktuellen Maschine zu nutzen. Ansonsten muss ich dank der grandiosen Portabilität von Windows* leider per DualBoot in ein Win7 booten, was hier kaum genutzt auf der Platte rumschimmelt, und das ist einfach nur nervig in Anbetracht der Tatsache, wie selten ich es brauche…

    *) Windows ermöglicht es leider nicht, wenn es nativ installiert wurde, auch als Guest in einer VM zu laufen, zumindest ist es eine mächtige Frickelei, bis man VirtualBox dann einfach sagen kann: „Starte das System, was auf /dev/sdb1 liegt“, und wenn man es dann soweit hat, läuft es nicht mehr nativ im DualBoot….ARRGH, MICROSOFT! Ich hasse Dich!

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    • breakpoint schreibt:

      Eigentlich bin ich mit Virtualbox recht zufrieden – sonst würde ich es nicht nutzen.
      Höchstens mit den USB-Treibern gibt es manchmal Probleme, aber auch da habe ich Workarounds gefunden.

      Ja, lass XP doch auf einer VM laufen, wobei du bei 10GB evtll. Platzprobleme bekommen könntest, je nach dem, welche Anwendungen du sonst noch installieren willst.

      Mit Dualboot hatte ich früher auch nur Probleme, weshalb ich auf meinem Host W7 laufen lasse, und andere Betriebssysteme grundsätzlich nur auf VMs.

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      • Leser schreibt:

        Also, Dualboot als solches macht keine Probleme, sondern ist in erster Linie einfach nur nervig, vor allem weil ich mein System dann in der Zeit nicht benutzen kann, da es von Windows „blockiert“ ist – was, da ich es im Schnitt 1-2mal im Jahr starte, dann auch immer um mehrere Level von „Windows Update“ weitergespielt werden möchte (inklusive mehrerer Bootvorgänge und völlig undurchsichtigen Prozentangaben bzw. Tätigkeitsbeschreibungen, was da gerade geschieht, und ob es sinnvoll wäre nun neu zu booten oder nicht).

        Windows als Host für eine VM würde ich aber nicht im Traum nehmen, nichtmal im schlimmsten Alptraum. Dann schon lieber ein echtes Betriebssystem als Basis, und alle Spielereien virtualisiert 🙂
        Kann übrigens auch sein, dass die XP-VM 20GB groß ist, das weiß ich nicht mehr so genau. Ich werde eh eine USB-Platte nehmen, um sie vom einen Rechner zum nächsten zu transferieren.

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        • breakpoint schreibt:

          Mit Dual-Boot habe ich früher nur schlechte Erfahrungen gemacht.
          Ich kann mich nicht mehr an Details erinnern, weiß aber noch, dass dieses gräußliche Suse-Zeugs mir mehrfach meine Installation verhunzt hat und den MBR zerschossen.

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  5. Murgtala schreibt:

    VPC lief bei mir noch vor ein paar Monaten, um Windoof auch auf meinem iMac G5 (PPC) nutzen zu können. Lahm.
    Demnächst starte ich einen Versuch mit Parallels, aber wenn ich eine Software für meinen Datenlogger finde, die unter MacOS 10.8/9 läuft, cancele ich das sofort.

    Erst mal werde ich hier auf „Maverick“ umstellen (OS X 10.9) mal abwarten was da alles daneben geht. Immerhin wurde die Warenwirtschaftssoftware gerade dafür freigegeben.

    Und morgen gehe ich erstmal Passwörter suchen … 😉
    Captcha muß nicht sein …

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  6. Pingback: Achthundertachtundsiebzig | breakpoint

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