Fünfhundertvierunddreißig

Ich hänge sehr an meiner Binäruhr, die mir Carsten vor längerer Zeit geschenkt hat.

Aber jetzt ist sie verschwunden. Ich finde sie nicht mehr, muss sie wohl verlegt haben.
Ich hatte schon länger das Haus danach abgesucht (möglicherweise ist sie aber auch in der Wohnung oder im Büro), als ich Carsten fragte, ob er sie gesehen hätte. Er verneinte und verschwand dann einige Zeit lang. Als er wieder kam, streckte er mir ein kleines Päckchen entgegen.
Ich öffnete es und erblickte eine analoge, aber sicherlich wertvolle Damenarmbanduhr von Guccarmanlex.
„Was ist das?“, fragte ich perplex.
„Als ich dir damals die Binäruhr geschenkt habe, war ich mir nicht so ganz sicher, ob sie tatsächlich deinem Geschmack entsprechen würde. Da habe ich für alle Fälle noch diese Uhr gekauft, falls du enttäuscht gewesen wärest. Aber nachdem sich deine Reaktion wegen der Binäruhr wohl kaum noch toppen ließ, habe ich es dann dabei belassen.“

Jetzt trage ich also eine Guccarmanlex-Armbanduhr, obwohl die überhaupt nicht mein Stil ist. Ich habe auch Angst, dass ich sie verliere oder sie mir geklaut wird (zumindest letztere Befürchtung hatte ich bei meiner Binäruhr nie).
Hoffentlich taucht meine Binäruhr wieder auf, sonst muss ich mir eine neue kaufen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Fünfhundertvierunddreißig

  1. sweetsurrender schreibt:

    Guccarmanlex???
    Ich steh auf dem Schlauch.
    Liegt wohl daran das man mich heute morgen schon verwirrt hat und ich erst einen Kaffee hatte.

    Binäruhr hab ich zumindest googeln können.
    Recht gewöhnungsbedürftig würde ich sagen…aber hat was.

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  2. baerlinerinnn schreibt:

    …hahaha. Ich vermute, sie meint eine Designeruhr aus dem Hause Gucc……….i!!! – Wollte ich frueher auch mal haben. Die mit dem eckigen G, denn das G entspricht ja meinem Vornamen. Heute habe ich auch lieber andere…. – Na Daumen sind von hier auf jeden Fall gedrueckt fuer s Wiederauffinden deiner Lieblingsuhr. LG .

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  3. Leser schreibt:

    Ohje, ich stelle es mir geradezu als Schmach vor, mit einer Protz-Uhr rumlaufen zu müssen, anstatt mit einer nerdigen Binäruhr. Ich hätte die Protz-Uhr auf gar keinen Fall angezogen. Höchstens in irgend einem Kleinanzeigenportal gegen eine neuwertige Binärur zum Tausch eingestellt (wobei der Tauscher natürlich da das vielfach bessere Geschäft macht, weil Binäruhren sind ja meist so Teile unter 100€, oder gibt’s die jetzt auch schon von einem Protz-Anbieter?)
    Naja, ich trage keine Armbanduhren (was einer Inkompatibilität meiner Haut geschuldet ist), aber wenn, dann hätte ich mich wohl am ehesten für eine Pebble SmartWatch entschieden, wo man auch selbst Software drauf installieren (oder, wenn man programmieren kann, auch dafür schreiben) kann. Ist zumindest teilweise nerdig, aber das Lesen einer Binäruhr zu lernen würde mich zu sehr nerven in der ersten Umstellungsphase – und nur um dann eine Uhrzeit zu haben, die „normale“ Menschen nicht entschlüsseln können, das ist zwar nicht ganz so schlimm wie eine Protz-Uhr, aber geht doch schon fast in die Richtung…

    Ach ja, falls der Punkt, den ich so provokativ, wie es ohne unhöflich zu werden möglich ist, machen wollte, nicht ankam: Ich lehne alles Elitäre strikt ab, schließlich gibt es innerhalb unserer Spezies ausschließlich Menschen, und da ist keiner besser oder schlechter als der andere. 🙂

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    • breakpoint schreibt:

      Diese „Protz“-Uhr (ja, das ist sie schon, aber ich habe sie mir ja nicht ausgesucht) werde ich ganz bestimmt nur solange tragen, wie notwendig.
      Entweder finde ich meine gute, alte Binäruhr bis Mitte der Woche wieder, oder ich werde mir eine neue bestellen.

      Ich nutze die Uhr wirklich nur, um die Uhrzeit abzulesen. Wenn man sich erst mal an das Procedere bei der Binäruhr gewöhnt hat, genügt fast ein Blick.

      Programmierbare Uhren hätten schon ihren Reiz, nur gefällt mir das plumpe Design nicht.

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      • Leser schreibt:

        Bleibt bei der Binäruhr als einziger Kritikpunkt, dass man nicht im ÖPNV einfach mal bei Dir auf die Uhr schauen kann, wenn man selbst keine hat und die Zeit wissen will. Muss Dich also ansprechen. Aber vielleicht ist das ja auch genau das, was Du möchtest 🙂

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        • breakpoint schreibt:

          Mein Unterarm ist nicht unbedingt die Stelle, wo die Leute bevorzugt hinschauen.
          Und ist (außerhalb der warmen Jahreszeit) ohnehin meist unter dem Ärmel verborgen.
          Deshalb wäre es auch mit einer Analog- oder herkömmlichen Digitaluhr nötig, mich ggf. nach der Uhrzeit zu fragen.

          Alleine die Vorstellung, ich sitze im Bus, und jemand verrenkt sich, um auf meine Uhr zu schauen .. LOL :))

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  4. Pingback: Tausenddreiundachtzig | breakpoint

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