Vierhundertzweiundneunzig

Offenbar wollt ihr wissen, wie mein Besuch beim Frauenarzt verlaufen ist. Eigentlich habe ich gar keine Lust, das zu bloggen. Nur mein Perfektionismus treibt mich dazu, es doch zu tun, damit hier keine so wesentliche Lücke entsteht.

Carsten ließ es sich nicht nehmen, mit mir dorthin zu fahren. Während wir kurz warteten, füllte ich den Anamnesebogen aus.

Einzelheiten über die Vaginalsonografie interessieren euch sicherlich besonders. Also bitte:
Mit noch nicht entleerter Blase lag ich auf der Untersuchungsliege, den Slip (den ich last minute noch daheim angezogen hatte) hatte ich ausgezogen, die Beine leicht gespreizt aufgestellt. Der Arzt streifte eine Art Kondom (vielleicht war es sogar tatsächlich eines) über den phallusartig geformten, aber deutlich kleineren Schallkopf und drückte aus einer Flasche etwas Gel darauf. Dann führte er den so präparierten Schallkopf bei mir ein, und drehte und drückte etwas darin herum.
Der Arzt erzählte etwas, dass der Uterus leicht vergrößert wäre, und eine Frucht angelegt sei. Ich soll in ein paar Wochen wieder kommen.

Carsten wollte unbedingt ein Bild der Ultraschallaufnahme, worauf der Arzt ihm einen Zettel ausdruckte. Was sollen wir denn damit? Auf meine Frage, ob es das auch digital gäbe, zuckte er nur verständnislos die Schultern. Seine Helferin jedoch meinte, das ginge, und brannte mir noch eine CD, obwohl ich es lieber auf meinen USB-Stick gehabt hätte. Zuhause sah ich dann, dass nur ein JPEG auf der CD war. Da hätte ich den Zettel auch einscannen können.

Irgendwann war mir auch Blut entnommen worden. Der Hb-Wert ist – sicherlich dank der Eisen-Brausetabletten – wieder tadellos.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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55 Antworten zu Vierhundertzweiundneunzig

  1. Betriebswirt-ZRH schreibt:

    ich sage wie immer…. Bahnhof 🙂

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  2. Betriebswirt-ZRH schreibt:

    immer wieder diese Schnellzüge….

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  3. Murgs schreibt:

    Nun da bist Du jetzt arg geplättet.
    Aber sei mal ehrlich: Dir war doch klar, daß es einmal soweit kommen wird.
    Nur so schnell ist auch objektiv betrachtet nicht so gut. Ich hätte Dir ein oder mehr Jahre Eingewöhnungszeit gewünscht. Zurückblickend Hast Du eine sehr heftige Änderung in Deiner Lebensperspektive.
    Aber jammern gilt nicht!
    Jetzt heißt es : Blick nach vorne!
    Du gibst eine gute Mutter ab, gerade weil Du so kritisch bist. Du hast Dir schon viele Gedanken gemacht, auch wenn Du daraus den Schluß gezogen hast “ … darum will ich keine Kinder“. Das ist viel besser, als mit der blinden Begeisterung „Hurra, ich bekomme ein Kind!“

    Kopf hoch- es gibt auch so tolle Kinder wie meine LT!

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  4. Mithrahee schreibt:

    Gott sei Dank das er Dich sandte damit wir alle endlich einmal informiert sind!!

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  5. idgie13 schreibt:

    *schluck* .. ich weiss grad nicht, was ich sagen soll …

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  6. Moody schreibt:

    Im Normalfall wären jetzt natürlich Glückwünsche angebracht. Ich bin aber wie auch Murgs der Auffassung, dass du eine gute Mutter sein wirst. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass du gerade einfach nur mit einem Kloß im Hals und ständigen Gedanken an die vor dir liegende Zukunft bei dir Zuhause sitzt. Gleichzeitig bist du aber auch ein realitätsnaher Mensch und wirst deinen Weg weiterhin unbeirrt gehen, das weiß ich auch.
    Ich drück dich.

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  7. DerMaskierte schreibt:

    Na da hat der Papa doch alles, was er wollte. Dich als Frau und einen kleinen Replikanten. 😉

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  8. Delicatus schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch. Eine Freundin ist ungewollt schwanger geworden und ich kann mich noch gut an ihre „Freude“ erinnern. Mittlerweile ist das Kind gesund geboren und die Freundin ist die glücklichste Person auf der Welt. Die 9 Monate Schwangerschaft sind eine „tolle“ Sache, da Du Dich an den Gedanken gewöhnen kannst. Am Ende der 9 Monate bist Du dann froh, wenn das Kind endlich geboren werden kann. Und wenn Du es erst einmal in den Armen hältst, dann sieht die Welt ganz anders aus 😉
    Und wenn Du dann nachts keine Auge mehr zu machen kannst, da das Baby in einer Tour schreit, dann wirst Du mich wahrscheinlich verfluchen. Aber das vergisst man im Laufe der Zeit wieder 😉

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    • breakpoint schreibt:

      Wenn es nach diesen neun Monate überstanden wäre, und alles wieder wie bisher, käme ich ja damit klar.
      Aber vermutlich beginnt dann erst das eigentliche Problem. 😦

      Aber danke!

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      • Delicatus schreibt:

        Es wird nie wieder so sein wie vorher. Aus meiner Sicht ist der Hauptunterschied, dass man sich immer irgendwelche Sorgen macht. Selbst wenn die Kids optimal versorgt sind. Idealerweise schaffst Du es, dass Carsten sich mehr Sorgen macht als Du. Ich merke es immer, wenn meine Frau nicht da ist und ich für die Kinder alleine verantwortlich bin. Sofort eine ganz andere Anspannung.
        Aber Du darfst nicht vergessen, dass die Natur die Neugeborenen so eingerichtet hat, dass man sofort dieses Schutzbedürfnis hat. Es ist wirklich faszinierend wie das funktioniert. Wenn Du dann diese Freude in den Gesichtern der Kinder siehst, wenn Du Dein Kind morgens aus dem Bett holst. Da geht Dir das Herz auf.
        Wenn Du frühzeitig eine Nanny hast, dann kann Dein Leben relativ „normal“ bleiben. Aber die Sorgen wirst Du nie los 😉

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  9. remi1 schreibt:

    Ich sag jetzt mal Herzlichen Glückwunsch.. Und freu mich schon, sollte sich nichts mehr ändern, zu lesen wie jemand der so rational ist wie du, mit diesem ganzen Kinder/Müttergedöns umgeht.. 🙂

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  10. ednong schreibt:

    Tja,
    dann haben meine Vermutungen ja gestimmt. Und natürlich gratuliere ich dir dazu.

    Ich bin mir sicher, du wirst das schaffen. Und deine Lebensplanung sicherlich entsprechend anpassen können und trotzdem weiterhin noch Freude am Leben haben. Auch wenn du es anders geplant hattest.

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  11. BlogBeobachter schreibt:

    Damit wird wohl die zweite Anpassung des Blogtitels fällig … „Ansichten einer schwangeren Unternehmergattin“.

    Oder „trächtigen“? Das klingt so böse, dass es zu Dir passt, oder?

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    • breakpoint schreibt:

      An den ersten Vorschlag hatte ich auch schon gedacht. Allerdings wird dadurch die eventuell beabsichtigte Ähnlichkeit mit einem Böll-Roman weniger augenfällig.

      Aber vielleicht setze ich den Untertitel jetzt erst recht einfach wieder zurück.

      In weniger anderen Umständen hätte ich mich wohl über „trächtig“ amüsiert.

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  12. engywuck schreibt:

    Jedenfalls ist das Kind eindeutig nicht unehelich. Auch schon was – jedenfalls für die Teile der Verwandtschaft, die auf sowas wert legen.

    Übrigens ist das Kind schon erbberechtigt. Wenn der Fall auch nicht eintreten möge, aber Carstens Töchter aus erster Ehe haben ab sofort Konkurrenz in dieser Hinsicht.

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  13. Der Programmablauf hat trotz Versuch des präventiven Abfangens eine Exception geworfen, jetzt darfst Du um die Folgen drumrumprogrammieren.

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  14. Leser schreibt:

    Gerade das mit der Fairness hatte ich auch im Kopf, als ich mir darüber Gedanken machte (warum auch immer, Du bist eine wildfremde Person…) – warum bekommt er seinen Willen und Du hast Dich zu fügen?

    Gut, jetzt sind es wohl „vollendete Tatsachen“, fühlt sich aber trotzdem irgendwie scheiße an. Will sagen, ich kann Dich gut verstehen, auch diese Machtlosigkeit, evtl. sogar gepaart mit Abscheu vor der eigenen menschlichen Natur, die nunmal Fortpflanzung als integralen Bestandteil mit sich bringt…

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  15. Leser schreibt:

    Achja, zum JPG auf CD fällt mir noch ein: Diese medizinischen Bilder werden normalerweise im DCM-Format abgespeichert, und die Programme haben dann eben die Möglichkeit, es in JPG zu exportieren. Etwas besser, als ein gescanntes Bild, dürfte die Qualität da also schon sein…

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    • breakpoint schreibt:

      Medizinische Bilder kann man mit geeigneten Tools betrachten. Sie enthalten noch zusätzliche Daten, die ich gerne gesehen hätte.

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      • engywuck schreibt:

        da die meisten Personen aber wohl eher mit JPG als mit DCM was anfangen können (immerhin will man das Bild ja per mail an die Verwandtschaft schicken „schau mal, die kleine Schackeline oder der kleine Kevin, was es wird wissen wir noch nicht“) wird’s das eher nicht ohne Spezialnachfrage geben.

        Und einen fremden USB-Stick würde ich bei mir auch nicht ins Netz lassen – zumal das meist schlecht gepatchte Windows-Systeme im Hintergrund sind (gerade auch in den Geräten selber!).

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  16. schaum schreibt:

    na, meine natürliche reaktion wäre jetzt: ich freu mich für dich…..irgendwie tue ich das auch. allerdings sind mir deine gedanken ja bekannt und so sage ich laut nur ganz fatalistisch…..es wird so kommen, wie es kommen soll……..

    es schäumt gedämpft

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  17. Pingback: breakpoint’s Wayback Archive #26 //1829 | breakpoint

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