Vierhundertzweiundachtzig

Den folgenden (unvollendeten) Eintrag hatte ich irgendwann angefangen zu schreiben, aber dann ist er aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen in Vergessenheit geraten. Kürzlich habe ich ihn dann irgendwo bei meinen Entwürfen gefunden, und liefere ihn jetzt unüberarbeitet nach.

„Was hältst du von der Konferenz in zwei Wochen?“
„Inwiefern?“
„Ich spiele mit dem Gedanken, daran teilzunehmen.“
„Du weißt, dass ich das auf deine Arbeitszeit anrechnen werde.“
„Auch wenn ich dich mitnehme?“
„Als deine private Begleitung oder beruflich als deine Beraterin?“
„Privat.“
„Sorry, geht nicht. Ich habe auch einiges, das ich erledigen und arbeiten muss.“
„Dann beruflich. Wenn ich dich bezahle, dürfte das doch deine Prioritäten verschieben.“
„Ich denke, das könnte ich einrichten.“
„OK. Dann lasse ich alles für zwei Personen buchen.“
„Zwecks Minimierung der Kosten bin ich sogar mit einem Doppelzimmer einverstanden.“
„Wie großzügig, wenngleich mich das auch ein klein wenig schockiert!“
„Irgendwie muss ich ja kompensieren, dass ich das alles auf deine Arbeitszeit anrechne.“
„So haben wir aber nicht gewettet, Süße. Du kommst doch nur mit, damit du diese Stunden eben nicht berücksichtigst.“
„Das habe ich nicht gesagt. Du arbeitest dort, und das werde ich auch deinem Arbeitszeitkonto gutschreiben.“
„Aber nur die reine Arbeitszeit.“
„Vielleicht lasse ich mich dazu runterhandeln.“
„Verdammt, du bist der knallhärteste Verhandlungspartner, den ich je erlebt habe.“
„Das kommt dir nur so vor, weil der Einsatz etwas ist, das du wirklich haben willst.“
„Mag sein. Aber wenn ich dich schon mitnehme, darfst du unsere privaten Vergnügungen nicht miteinrechnen.“
„Aber die Reisezeit schon.“
„Ach Samtpfötchen! Ich werde meine Aufmerksamkeit während der Reise ausschließlich dir widmen. OK?“
„Ich überleg’s mir.“
„Nur weil du ein verlockendes Druckmittel hast, solltest du den Bogen nicht überspannen.“
„Mache ich das etwa?“
„Du bist kurz davor.“

Damit endet mein Entwurf. Ich weiß nicht mehr genau, wie es weiterging, nur dass damals aus dem Besuch der Konferenz nichts wurde.

Advertisements

Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Vierhundertzweiundachtzig

  1. plietschejung schreibt:

    Schade, wäre ein Vergnügen geworden. Bin sicher.

    Gefällt mir

  2. Murgs schreibt:

    Das wäre sicher lustig geworden. Wirklich schade.
    Aber der Streit macht auch so schon Spaß 🙂
    Viele Grüße aus Gardiner, MT, USA – Wir sind angekommen!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s