Vierhundertvierundsiebzig

Wenn meine Haare anfangen, beim Reiten zu stören (ein paar Gummis haben wir zwar immer bereit, aber normalerweise keinen Haargummi für einen Pferdeschwanz), dann ist dies das Signal, dass ein Friseurtermin mal wieder fällig ist.

Zwar ist es noch nicht ganz soweit, aber da mein Hochzeitstermin naht, zog ich den Friseurbesuch vor. Schließlich will ich das auch nicht auf den letzten Drücker verschieben. Nächste Woche habe ich bestimmt noch genug anderes zu tun, z.B. das Gepäck für die Flitterwochen packen.
Das wird nicht einfach sein, da ich überhaupt keine Ahnung habe, wo es hin geht. Gleich nachdem wir die Anmeldung zur Eheschließung abgeschlossen hatten, habe ich Carsten meinen Reisepass gegeben, damit er die Visa bestellen kann, und habe den Pass seither nicht gesehen. Ich nehme aber an, dass wir nicht in Europa bleiben werden, denn für welches europäisches Urlaubsland benötigt man schon ein Visum?

Während ich also mehr oder weniger einmal im Jahr zum Friseur gehe (Carsten geht vier- oder fünfmal), feile ich mir die Fingernägel wesentlich öfter. Meine Nägel sind recht fest, aber wenn ich sie zu lange wachsen lasse, brechen sie ab, oder ich bleibe beim Schreiben an der Tastatur hängen.
Carsten trägt einen kurzen Bart (so sieben bis vierzehn Tage würde ich sagen). Der Pflegeaufwand, ihn einmal pro Woche zu kürzen, ist deutlich geringer als eine tägliche Glattrasur. Und Dreitagebart o.ä. sind im Geschäftsleben leider nicht allgemein akzeptiert.
Meine Haare wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat, meine Fingernägel ein bis zwei Millimeter in der Woche. Für den gleichen Längenzuwachs wie letztere brauchen meine Zehennägel etwa einen Monat.
Tja, Kopfbehaarung, Finger- und Zehennägel wachsen mehr als nötig, und wenn sie stören müssen sie gekürzt werden.

Sollte jedoch einmal eine neue Welle aus dem prüden Amerika herüberschwappen, weil dort plötzlich das komplette Entfernen der Fingernägel in ist, so werde ich mich dieser Mode mal wieder komplett verweigern.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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12 Antworten zu Vierhundertvierundsiebzig

  1. House-of-mystery schreibt:

    Also, weil die Haare beim reiten stören, willst du sie abschneiden ? Oh, my God, der arme Pferdeschwanz ! Da muß es doch sicher andere Möglichkeiten geben.

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    • breakpoint schreibt:

      Ach, wenn ich sie trotzdem länger wachsen lassen würde, würden sie mich früher oder später auch bei anderen Tätigkeiten stören.
      Ich hatte sie vor Jahren ja mal taillenlang.
      Und ich trage sie lieber offen, als zusammengebunden, hochgesteckt, in Zöpfen, oder sonstwie.
      Jetzt im Sommer fühle ich mich mit etwas kürzeren Haaren sogar wohler.

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      • House-of-mystery schreibt:

        Also etwas, was du nicht wissen kannst, ist, bei langen Haaren werde ich richtig schwach !! Taillenlang ? Oh Mann !! 🙂

        Bei welchen Tätigkeiten könnten sie schon stören ? Also so, das man mit ein wenig Fantasie nicht damit umgehen könnte ?
        Und wenn ich mir das gerade so vorstelle mit offenen Haaren…….. hmmmmmmmmm ! 🙂

        Grüßly

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        • breakpoint schreibt:

          Taillenlang ist schon wirklich lange her. Jetzt lasse ich sie maximal bis zum Ellbogen wachsen. Momentan gehen sie immerhin noch 10 bis 15 Zentimeter über die Schulter.

          Beim Reiten stören sie einmal, wenn ich mich mit den Händen vorne auf dem Bett abstützen will, und dabei meine Haarspitzen erwische. Das kann richtig schmerzhaft werden.
          Zum anderen ist es für meinen Partner auch nicht so angenehm, wenn sie ihm bei jedem Hoppser durchs Gesicht streifen. Im Extremfall gab es da schon Erstickungsängste.

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          • ednong schreibt:

            Erstickungsängste? Das kann ich mir nun gar nicht vorstellen 🙂 Ellenbogenlang ist ja schon echt ne Länge. Mir wäre die Pflege/das Trocknen nach dem Waschen viel zu aufwendig. Obwohl lange (Frauen-)Haare ja schon was feines sind …

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            • breakpoint schreibt:

              Erstickungsängste war vielleicht etwas übertrieben, und damals waren meine Haare auch noch ein Stück länger.
              Jedenfalls hat mein damaliger Gespiele versucht, seinen Kopf zu heben, um ihn zu befreien, und hat nach Luft geschnappt.

              Der Pflegeaufwand ist eigentlich geringer als bei kurzen Haaren, da man viel seltener zum Friseur muss.
              Mindestens tägliches, wirklich gründliches Durchkämmen ist wohl bei jeder Haarlänge > wenige Zentimeter nötig.
              Ich mache das morgens, während mein Rechner hochläuft und mein Kaffee fertig wird. Das passt vom Timing meist recht gut.
              Der einzig problematische Punkt ist tatsächlich – wie du richtig festgestellt hast – das Trocknen nach dem Waschen. Das ist wirklich aufwändig bzw. langwierig.
              Deshalb wasche ich die Haare auch nicht so oft, wie ich es wohl bei kurzen tun würde.

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            • ednong schreibt:

              Dann braucht dein PC ja recht lang zum Booten … 😀

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            • breakpoint schreibt:

              Normalerweise resumet er from hibernation (blödes Denglisch).
              Das braucht schon eine Weile, bis er 32 GB ins RAM einliest.
              Aber ich warte ja nicht untätig.

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          • House-of-mystery schreibt:

            Also glaub mir, da hätte ich aber sichere Maßnahmen für ! 🙂 Keine Erstickungsängste und keine Haarspitzen erwischen. Also ich glaube das kriegt ihr auch hin 🙂

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  2. plietschejung schreibt:

    Dreitagebart ist im Geschäftsleben akzeptiert. Warum denn auch nicht ?

    Amerika schaut auf Europa und Europa nach Amerika. Was für ein Nonsens 😉

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