Vierhundertneun

Der gestrige Jour-fixe begann völlig normal.

Nach etwa zehn Minuten kam Carsten hereinspaziert, und nickte wortlos in die Runde.
Weil sonst alle anderen Plätze besetzt waren, blieb ihm gar nichts anderes übrig, als sich neben mich zu setzen. Wahrscheinlich fiel nur mir auf, dass er seinen Stuhl eher von mir weg rückte. Dabei waren meine Hände doch sowieso mit dem Strickzeug beschäftigt.

Der Jour-fixe lief ungestört weiter. Konrad referierte und übergab das Wort reihum an die Mitarbeiter.
Irgendwann unterbrach Carsten und stellte eine Frage.
Er hat mir einmal erzählt, dass er grundsätzlich bei jedem Jour-fixe, den er besucht, irgendeine Frage stelle, und sei es nur, um zu seine Präsenz zu demonstrieren.
Konrad konnte die Frage denn auch in wenigen Sätzen beantworten, und Carsten nickte zustimmend.
Ansonsten gab es nichts ungewöhnliches.

Da Kathrin etwas früher Feierabend machte, gingen wir gemeinsam ein Stück in die Stadt und aßen noch ein Eis in einem Café.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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6 Antworten zu Vierhundertneun

  1. baerlinerin schreibt:

    …hier lernt frau ja noch Business-Lektionen! 😉 Aber nun verrat schon, wie kam das Stricken an? Schiefe Blicke, neugierige Fragen, verächtliche Kommentare…

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  2. engywuck schreibt:

    über Stricken (oder häkeln) kann man ja prinzipiell Geschätfsgeheimnisse nach außen tragen – je nachdem, ob eine Masche links- oder rechtsgestrickt ist 0 oder 1. Dann noch mehrere Farben und schon hat man eine gewisse Informationsmenge, die man steganographisch exportieren kann.
    Dann noch behaupten, das sein eine Fraktaldarstellung 😉 und schon fällts keinem mehr auf…

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    • breakpoint schreibt:

      Ich bin noch beim glattrechts gestrickten Teil.
      Früher habe ich meine Strickmuster mit 4 bit pro Masche kodiert. Das Muster wäre also 0x11111111, .. gewesen.

      Wenn ich Geschäftsgeheimnisse ausspionieren wollte, würden mir ganz andere Möglichkeiten einfallen. Denn die Datenübertragungsrate beim Stricken ist doch vernachlässigbar gering.

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