Dreihundertfünfunddreißig

Nicht ganz aktuell, aber als die folgende kleine Geschichte passiert ist, hatte ich gerade etwas interessantes zu bloggen. Aber jetzt kann ich sie ja mal nachreichen.

Normalerweise sitze ich an meinem Arbeitsrechner, denn daran lässt sich bequemer und ergonomischer arbeiten.
Gelegentlich – und sei es nur zum Datenabgleich – bin ich aber auch an meinem Notebook. So auch damals. Ich erinnere mich, dass ich nichts allzu wichtiges machte, aber immer wieder Probleme mit dem WLAN hatte. Ich wollte ein paar Nachrichten verschicken, aber der Versendevorgang brach meistens ab, da die WLAN-Verbindung zu instabil war.

Während sich eine Nachricht gerade wieder enervierend langsam durch den nicht vorhandenen Äther quälte, wurde auf einmal der Bildschirm schwarz. Mein erster Gedanke war die Stromversorgung. Aber der Akku war eingesetzt, der Stecker des Netzteils steckte in der passenden Buchse, der Stecker auf der Gegenseite in einer Steckdose.
Dann dachte ich: „Mist! Ist mein Display defekt? “
Das Notebook hatte sich mittlerweile ganz ausgeschaltet. War es vielleicht nur überhitzt?
Trotzdem drückte ich den Einschalteknopf. Unter Piepsen zeigte das Display an „Battery critical low“.
Was sollte das? Das Notebook hing doch am Stromnetz.

Ich überprüfte die Stromversorgung nochmal: den Stecker fest in die Buchse gedrückt, dann das Kabel verfolgt, und siehe da: direkt am Netzteil hatte sich ein Stecker gelöst und die Stromverbindung getrennt.

Ich hatte das nicht gemerkt, weil ich es nicht gewohnt bin, am Notebook zu arbeiten und die Batterieanzeige zu überwachen. Irgendwelche Warnungen oder Vorankündigungen hatte ich nicht mitgekriegt, weil ich durch das unzuverlässige WLAN abgelenkt gewesen war.

Eine Buchse ohne Stecker ist halt immer schlimm.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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18 Antworten zu Dreihundertfünfunddreißig

  1. ednong schreibt:

    Ich tippe mal eher, dass sich am Netzteil eine Kupplung gelöst hat. Wäre es ein Stecker gewesen, wäre die Gefahr eines Stromschlages sehr hoch gewesen …

    Aber so kommt man natürlich nicht zu deiner Schlußfolgerung, ich weiß 😉

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    • breakpoint schreibt:

      Ach, ednong, bist du’s wirklich und tatsächlich?

      Nein, nein, das stimmt schon so mit dem Stecker und der Buchse:
      Das Netzteil ist ein kleines, schwarzes Kästchen, von dem aus in entgegengesetzer Richtung zwei Kabel ausgehen.
      Während das rechnerseitige Kabel fest ist, ist das steckdosenseitige Kabel über eine Steckverbindung befestigt (ich nehme an, damit man in anderen Ländern leichter das dortige Stromnetz ohne Adapter nutzen kann, indem man einfach das Kabel austauscht).

      Wie kommst du auf Kupplung? Ich dachte das (Ver-)Kupplungsthema hätten wir ad acta gelegt.

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      • ednong schreibt:

        Das zur Steckdose führende Kabel wird auf der einen Seite einen Stecker haben (der in die Steckdose kommt) und auf der anderen Seite eine Kupplung (wahrscheinlich eine Euro-Kupplung, wie man sie früher häufig an Cassettenrecordern genutzt hat). Das es sich um eine Kupplung handelt, erkennst du daran, dass dort eben keine Stecker/Steckstifte/Stifte drin sind, sondern lediglich (hohle) Buchsen 😉

        Wenn da auch ein Stecker dran wäre, wäre es nicht zugelassen in D. Die passende Steckerbuchse befindet sich dann am Netzteil. Präziser ausgedrückt ist es dann eine männliche Buchse.

        Ja, ich bins wirklich. Bin ja immer noch krank, da hat man so unendliche Langeweile, obwohl hier genug Arbeit wartet *seufz* Da muß ich mich dann schon mal ein wenig abregen mit so etwas 😉

        Und dich verkuppeln? Würd ich erst wagen, wenn ich dich ausreichend kennen würde.

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        • breakpoint schreibt:

          Es handelt sich um einen Kleingerätestecker IEC-60320-C7 und die dazugehörige Buchse IEC-60320-C8.
          So, das dürfte jetzt eindeutig sein.

          Dass man das auch als Kupplung bezeichnen kann, war für mich bisher nicht gebräuchlich, da eine Kupplung normalerweise ein rein mechanisches Maschinenelement ist.
          Aber bittesehr, man lernt ja nie aus.

          Sichtbare Kontaktstifte – Männchen, Vertiefungen ohne sichtbare Kontakte – Weibchen.
          Ja, das kannte ich schon (ist ja selbsterklärend).

          Und du bist es wirklich und wahrhaftig?
          Da sind ja Gerüchte im Umlauf ..

          Weiterhin gute Besserung!

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          • ednong schreibt:

            Gerüchte – pah, wer gibt da schon was auf Gerüchte! Und die Sendung ist bestimmt schon einige Monate alt.

            Es mag sein, dass man das Ding als Stecker bezeichnet. Ist aber dennoch falsch. Es ist Umgangssprache, die alles, was man irgendwo irgendwie stecken kann, als Stecker bezeichnet. Genau wie beim gebräuchlichen Verlängerungskabel. Für Otto Normalo hat das Ding 2 Stecker – in Wahrheit ist es ein Stecker und eine Kupplung. Und ja, Kupplung ist nicht nur mechanisch zu sehen.

            Korrekt ist es eigentlich eine Verbindungskupplung. Und unter dem von dir mit verlinkten Bild steht übrigens „Kupplung“ geschrieben. Sonnst hätte ich das auch gleich geändert 😉

            Ich glaub, ich muß mal Geld fürs Patentamt verdienen …

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            • breakpoint schreibt:

              Mit der Terminologie kennst du dich offenbar besser aus als ich.
              Ich war halt immer auf der Anwenderseite, bei der es nur darauf ankommt, dass man weiß, welcher Stecker wo hineinkommt.
              Wir Physiker sind da sehr pragmatisch.

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  2. gelschter User schreibt:

    Ja, ein Stecker gehört eben in eine Buchse… :>

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  3. Moody schreibt:

    Das erinnert mich an jene Dame, die damals bei uns anrief und sich beschwerte, dass sie sich nicht mehr am Uninetz anmelden kann und wir tausende Konfigurationen durchgegangen sind, bis ihr auffiel, dass das Kabel ja gar nicht in der Buchse steckt…

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    • ednong schreibt:

      Ist ganz besonders wichtig bei WLAN-Kabeln. So ein störanfälliges und störbehaftetes Ding hat wohl auch breaktpoint benutzt für Ihren Zugang, nehm ich mal an.

      Vielleicht solltest du das mal die Stecker säubern, …
      *ganz-schnell-untertauch*

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    • breakpoint schreibt:

      Bevor man irgendwelche Software-Einstellungen überprüft, sollte man immer erst die Stecker checken.
      Ohne ordentliche Hardware geht gar nichts.

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      • Moody schreibt:

        Das machen wir eigentlich immer als erstes, nur kannst Du es übers Telefon natürlich nicht sehen… neulich erst versicherte mir eine Anruferin, dass auf ihrer Netzwerkdose nichts steht, bis klar wurde, dass sie sich die Strombuchse angeschaut hat… und gestern trieb mich eine Sekretärin fast in den nervlichen Kollaps, weil sie nicht einsehen wollte, dass der Toner der richtige sei, sie ihn jedoch die alte Kartusche von der Bleichtungseinheit trennen und die neue einsetzen müsse, was ja auch in wunderschönen großen Bildern auf der Anleitung abgedruckt ist… ich wünsche mir eine kleine Kamera, die einfach schaut, was ich wissen will.

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        • breakpoint schreibt:

          Der Umgang mit DAUs ist natürlich ein Kapitel für sich.

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          • Moody schreibt:

            Ja und kein kleines… Neulich hatte ich eine an der Strippe, die sich nicht wirklich hilfreich äußern konnte, was eigentlich ihr Problem sei und ich fragte dann eben immer weiter nach. Sie flüsterte dann entnervt (wohl weil ich ständig nachfragte): „Oh Gott, der hat ja keine Ahnung“, worauf ich dann aber pampig geworden bin. Seither gehe ich bei solchen Leuten dazu über, Fachbegriffe zu benutzen, damit hier mal klar ist, wer eigentlich keine Ahnung hat und vor allem, wer von uns eigentlich Hilfe haben will…

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            • breakpoint schreibt:

              LOL.
              Wenn ich irgendwo beim Support anrufen muss (ist auch schon passiert, dass ich selbst nicht weiterkam), dann achte ich immer darauf, gleich bei der Problembeschreibung möglichst viele Fachtermini zu benutzen.
              Nicht dass die denken, sie hätten es mit einer unwissenden DAU zu tun.

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            • Moody schreibt:

              Ich bin ja eigentlich kein so großer Freund von zu starker Fachsprache, aber die macht es manchmal echt einfacher. Hatte neulich erst wieder den Fall, dass eine Kollegin von mir ans Telefon ging, dem Typen genau erklärte, was er zu tun habe, was er aber nicht schaffte. Ich übernahm dann das Gespräch, erzählte noch mal das Gleiche mit den entsprechenden Begriffen, wie welches Protokoll heiße usw. daraufhin legte er dann auf, probierte rum und schaffte es dennoch nicht, weshalb er nochmals anrief und gleich nach dem kompetenten Mann verlangte, nur dass ich nicht eine Sache mehr gesagt habe, als meine Kollegin, die hat es eben nur simpel halten wollen…
              Leute, die mich mit Fachbegriffen zuschaufeln, frage ich meist, wo genau das Problem liegt und leite sie dann an die Mitarbeiter weiter, die wirklich Ahnung von dem spezifischen Problem haben, ich bin ja nur die Firewall 😉

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