Dreihundertachtzehn

Schon wieder hat mich Sonja angerufen.
Dabei weiß sie ganz genau, dass ich nicht mehr mit ihm zusammen bin.
Ich fühlte mich wegen der Erkältung nicht wohl, und außerdem interessiert mich das alles eh nicht.

Sie erzählte mir, dass Carsten Sven an Silvester aus dem Haus geschmissen habe. Irgendwelche Details oder Gründe weiß sie nicht. Fiona ging mit Sven, und da die beiden nicht wussten, wo sie hinsollten, und kaum Geld dabei hatten, waren sie in Sonja’s Silvesterfeier geplatzt.

Sonja berichtete mir weiter, dass Verena zwar über Weihnachten zuhause bei ihrem Vater gewesen war, aber er sich nur in seine Arbeit vergraben hätte, und sich kaum um sie gekümmert habe. Deshalb sei Verena auch schon einen Tag früher als geplant wieder zurück gefahren.

Carsten verweigerte weiterhin die Kommunikation, weshalb sie, Sonja, mich bitten wollte, doch einmal mit ihm zu reden.
„Was, ich? Ich habe auch keinen Kontakt mehr zu ihm!“ (Und verspüre auch nicht die geringste Neigung, den Kontakt wieder aufzunehmen.) „Er würde ohnehin nicht auf mich hören.“
„Aber du hattest schon einen gewissen Einfluss auf ihn. Ich weiß nicht, was ich sonst noch machen könnte!“
„Es tut mir leid, aber ich sehe da auch keine Möglichkeit. Sven muss selber sehen, dass er sich wieder mit ihm arrangiert.“
„Du hast wohl recht“, meinte sie offenbar enttäuscht über den Verlauf des Gesprächs, „aber einen Versuch wäre es wert gewesen.“

Da war ich anderer Ansicht. Ich wies darauf hin, dass ich noch viel zu erledigen hätte (ziemlich übertrieben, aber ich wollte den Anruf schnellstmöglich beenden) und verabschiedete mich von ihr.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Dreihundertachtzehn

  1. Moody schreibt:

    Da ich ja bisher nur sehr unregelmäßig hier in Deinen Blog blickte, war ich überrascht und habe mich dann mal ein wenig nach hinten durchgearbeitet und bin nun wieder im Bilde.
    Ich finde solche Anrufe unangemessen und bin beeindruckt, dass Du nicht direkt gesagt hast, dass sie das doch bitte einer anderen Person erzählen und Dich damit nicht behelligen soll.

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  2. ednong schreibt:

    Naja,
    ich kann sie schon verstehen – wäre für sie die bequemste Art, Info zu bekommen und dir die Arbeit zu überlassen 😉

    Allerdings denke ich, inzwischen wird sie schon begriffen haben, dass das über dich halt nicht mehr läuft – sofern du nicht willst 😉

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  3. greatmum schreibt:

    Eigentlich ziemlich abgebrüht, dich damit zu behelligen. Wenn sie meint, dass unbedingt jemand mit ihm reden soll/muss, soill sie es selbst tun (von wegen: einen Versuch wäre es wert).

    Dir wünsche ich erst mal eine Gute Besserung!

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  4. Pingback: breakpoint’s Wayback Archive #18 //1722 | breakpoint

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