Dreihunderteins

Ich habe mich entschlossen, ein paar alte Kontakte zu reaktivieren.
Da kommen leider längst nicht so viele in Frage, wie manchereiner jetzt vielleicht denkt.
Die One-Night-Stands haben es sowieso nicht in meine Adressdatei geschafft. Von den anderen wohnen etliche zu weit weg. Mit wieder anderen möchte ich gar nichts mehr zu tun haben. So bleiben im Endeffekt gerade mal eine Handvoll Namen übrig.

In der Hoffnung, dass er nicht gleich wieder auflegt, habe ich zuerst versucht, Alex anzurufen. Aber der Telefonanschluss seiner Wohnung ging ins Leere. Eine Mail kam als unzustellbar zurück. Auch seine dienstliche Telefonnummer war nicht angeschlossen. Da ich seine Handynummer nicht fand, probierte ich es noch über die Telefonzentrale von Softicago.
Da erfuhr ich dann, dass Alex schon seit ein paar Monaten nicht mehr dort arbeitet und weggezogen ist.

Auch mit Benjamin hatte ich ja zuletzt Differenzen, aber ich nahm an, dass sich das inzwischen erledigt hätte.
Es wäre wohl besser gewesen, ich hätte ihn an der Uni angerufen, statt zu Hause. So jedoch meldete sich eine Frau: „Ja, hallo?“
„Äh, hallo, hier Nühm, Ich würde gern Professor Rechmann sprechen.“
„Mein Mann ist noch an der Uni. Um was geht’s denn? Kann ich was ausrichten?“
„Ach, ich wollte nur ein paar ganze Kurven mit behebbaren Definitionslücken mit ihm diskutieren“, stammelte ich völlig perplex, „ich melde mich ein andermal wieder.“ (das werde ich natürlich nicht tun).
Ich war – und bin – sowas von überrascht. Benjamin verheiratet! Welche Frau tut sich das denn an! Besonders helle schien sie ja nicht zu sein, denn sonst hätte ihr auffallen müssen, dass ganze Funktionen per definitionem keine Definitionslücken haben.

Von dieser Überraschung muss ich mich immer noch erholen, so dass ich vorläufig nicht versuche, weitere Kontakte aufzufrischen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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9 Antworten zu Dreihunderteins

  1. idriel schreibt:

    Mein Name ist Nühm – Arno Nühm.
    ^_^

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  2. Shopaholic25 schreibt:

    Na dann viel Erfolg beim nächsten Versuch 🙂 Oder besser: neue Kontakte „knüpfen“, statt alte wieder aufleben zu lassen (Schockreduzierung).

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  3. ednong schreibt:

    Eine Handvoll. Na, dann haste ja noch drei Versuche 😉 Laß uns dran teilhaben!

    Oder du mußt die Handynummer von Alex suchen. Und überhaupt – was spricht gegen neue ONS? Fühlst du dich dafür zu alt?

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    • breakpoint schreibt:

      Eine Handvoll bedeutet nicht exakt 5, sondern ein paar halt, darunter auch welche, die ich zumindest vorerst lieber zurückstelle.

      Alex ist weit weggezogen. Da nützt mir die Handynummer auch nichts.

      ZU ALT???? Ich doch nicht! Wie kommst du auf so eine absurde Idee?
      Ein Vorteil von alten Kontakten ist halt der geringere Aufwand bei der Initialisierung.

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  4. breakpoint schreibt:

    FünfhundertsiebenundvierzigWir teilen das gleiche Stammcafé. So war es nur eine Frage der Zeit, bis mir Benjamin mal wieder über den Weg lief.
    Wir begrüßten uns erfreut, und setzten uns an den gleichen Tisch. Ich erzählte ihm, dass ich im Winter einmal versucht hatte, ihn anzur…

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  5. Pingback: Fünfhundertsiebenundvierzig | breakpoint

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