Dreihundert

Möglicherweise war ich ja doch etwas voreilig.
Denn ich vermisse ihn schon.
Tagsüber geht es. Das bin ich ja gewohnt, dass er da im Büro ist.
Aber die Abende und die Nächte! Es fehlt mir, erschöpft nebeneinander einzuschlafen und morgens löffelnderweise aufzuwachen.

Andererseits weiß er natürlich, wie er mich kontaktieren kann, wenn es ihm wirklich ernst ist.
Und er weiß auch, welche Knöpfe er bei mir drücken muss, um mich umzustimmen.
Wenn er sich also nicht meldet, weiß ich, woran ich bin.

Das Kräftegleichgewicht war außer Balance geraten, aber vielleicht hätte man das ja wieder korrigieren können.
Ich räume sogar ein, dass ich mich möglicherweise nicht immer völlig angemessen verhalten habe.
Aber wenn es verwerflich ist, ab und an über zotige Bemerkungen zu lachen, dann gilt das auch für euch Leser (denn welchen Reiz hätte dieses Blog sonst?).

Es war ein Fehler, mich mit jemandem, der mir persönlich viel bedeutete, auf eine sexuelle Beziehung einzulassen. Sex und Freundschaft – das geht einfach nicht zusammen.
In Zukunft werde ich das wieder strikt trennen.

Ach, wie gut täte mir jetzt eine innere Massage. Ich habe aber keine Lust, mit dem Dildo selbst Hand anzulegen. Da fehlen mir fast zwei Zentner Schwungmasse. Und die zwei mickrigen Batterien im Vibrator bringen auch bei weitem nicht die Leistung eines Mannes.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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8 Antworten zu Dreihundert

  1. ednong schreibt:

    „In Zukunft werde ich das wieder strikt trennen.“

    Wie willst du das machen, wenn du doch bereit bist, wieder auf ihn einzugehen, käme er bittend/entschuldigend bei dir an?

    Ich geb dir da absolut Recht – so eine Kombination ist immer schwierig. Wenn ich allerdings deinen Post vorher lese, in dem du ausschnittsweise beschreibst, wie es vorher nicht beschrieben wurde, dann halte ich deine Handlung nicht für übertrieben. Unterjochung sollte nicht das Ziel einer Beziehung sein.

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    • breakpoint schreibt:

      Ach, edi, du stellst vielleicht Fragen!

      Ich gebe zu, dass ich das noch nicht in allen Details spezifiziert habe. Ich will mich in Zukunft aber nicht mehr so stark persönlich involvieren.

      „Unterjochung“ ist mehr als übertrieben und dramatisiert. Ich lasse mich bestimmt nicht „unterjochen“.

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  2. McHilde schreibt:

    ich glaube ich habe hier was verpasst …

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  3. Pingback: breakpoint’s Wayback Archive #17 //1715 | breakpoint

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