Zweihundertvierundvierzig

Ich bin seit gestern wieder zurück (und hatte erst mal einiges an Nachholbedarf). Der Aufenthalt bei meinen Eltern war ziemlich langweilig und völlig ereignislos.
Für Sabine war ich wohl keine große Hilfe. Immerhin habe ich das Bügeln übernommen und mit ihr zusammen Babykleider sortiert.
Ich spielte mit dem Gedanken, Menstruationskrämpfe vorzuschützen, um mich vor der Sonntagsmesse zu drücken. Ließ es aber dann doch. Lügen liegt mir so gar nicht.
Ich verzichtete jedoch auf das vegetarischste Fleisch der Welt (dank Transsubstantiation mutiert Gluten zu Soylent Green; außerdem weiß man nie, wo der Pfarrer zuletzt seine Finger hatte). Da kaufe ich mir lieber mal wieder eine Packung Oblaten.

In meinem Briefkasten war ein Brief meines Vermieters. Er will die Miete um dreißig Prozent erhöhen.
Seine Begründung ist, dass ich nicht alleine in der Wohnung wohne, sondern die Wohnung von zwei Personen genutzt wird.
Während ich mich ziemlich darüber aufregte, blieb Carsten absolut gelassen. Zum wiederholten Mal meinte er, ich solle doch einfach zu ihm ziehen. Aber ich mag nicht so weit außerhalb wohnen. Carsten ist der Auffassung, ich könne überall arbeiten, sofern ich nur breitbandigen Internet-Anschluss habe, aber ich lebe lieber in der Stadt, wo die Wege kürzer sind und immer irgendwas los ist.
Er sagte schließlich, ich solle erst einmal gar nichts unternehmen, sondern er wolle zunächst mit seinen Anwälten darüber sprechen, inwieweit das rechtlich so überhaupt zulässig ist.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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3 Antworten zu Zweihundertvierundvierzig

  1. ednong schreibt:

    Das mit dem Fleisch habe ich nicht verstanden, das mit der Stadt verstehe ich total und kann dir da nur zustimmen. Obwohl man auf dem Lande besser zur Ruhe kommt. Naja, du/ihr nicht, aber normalerweise … 😉

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    • breakpoint schreibt:

      Das mit dem Fleisch bezog sich auf die Kommunion, wo nach christlichem Glauben die Hostie (vegetarisch, Gluten) nicht nur symbolisch sondern in realiter in Fleisch (und zwar Menschenfleisch, Soylent Green) verwandelt wird.

      Das Gute an der katholischen Kirche ist, dass man keine Angst haben muss, nach blasphemischen Äußerungen auf einer Todesliste zu landen.
      Es sei denn, der Doppelgänger von Darth Sidious führt die Inquisition wieder ein.

      Was Stadt- und Landleben betrifft: Ich bin in einer Kleinstadt in der Provinz aufgewachsen, weiß also wie das Landleben ist. Ich war ja gerade erst wieder da, und – nein – auf Dauer will ich das sicherlich nicht.

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  2. Pingback: breakpoint’s Wayback Archive #13 //1682 | breakpoint

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