Zweihundertsechsundzwanzig

Ich hatte gestern Besuch von meinem Vermieter.

Ich war erst gerade wieder von meinem Kunden nach Hause gekommen, als es klingelte. Anscheinend hatte der Vermieter es schon am Wochenende versucht, mich zu erreichen, aber da war ich ja in London.

Es ging um die Nebenkostenabrechnung, die diesmal fast aufgegangen ist. Gut zwölf Euro bekomme ich sogar zurück, und die wollte er mir in bar geben, hatte es aber nicht passend.
Ich sagte, er solle es mir einfach überweisen oder mit der Abrechnung nächstes Jahr verrechnen. Deshalb hätte er wirklich nicht herkommen müssen.
Aber er laberte mich weiter voll, ob die Rolladenkästen ausgetauscht werden müssen, oder ob der Balkonboden dicht ist.

Obwohl ich ihm noch nicht einmal einen Kaffee angeboten hatte, machte er keine Anstalten zu gehen.
Zum Glück kam Carsten etwas früher von der Arbeit.
Als ich ihn an der Wohnungstür hörte, sprang ich freudig auf, und lief ihm entgegen.
Ich stellte ihm dann den Vermieter vor, der es plötzlich eilig hatte, sich zu verabschieden.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Zweihundertsechsundzwanzig

  1. gelschter User schreibt:

    Dieser Vermiter scheint sich ja richtig um euch zu kümmern,
    und es ist doch eigentlich ganz nett, dass er euch das Geld bringen wollte. Aber ich kann auch verstehen, dass du keine Lust auf ein ausgedehntes Gespräch mit ihm hattest. 😉

    Zum Glück ist er ja dann schnell abgezogen, als Carsten kam.

    LG an dich
    Conchi

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  2. ednong schreibt:

    Hehe,
    dann wird die NK-Abrechnung nächstes Jahr wohl nicht mehr aufgehen, jetzt, wo er Carsten kennt …

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  3. breakpoint schreibt:

    @conjuror

    „Kümmern“ .. klar, so kann man’s auch nennen.
    Er versucht es halt jedes Jahr wieder, sobald er die Abrechnung als Vorwand hat.
    Nein, ich hatte wirklich keine Lust, das Gespräch derart auszudehnen.
    Und nachdem sich seine Hoffnungen darauf zerschlagen haben, ist er schnellstmöglich abgezogen.

    @ednong

    Ich durchaus imstande, das nachzurechnen.
    Die Belege legt er mir ja jedesmal vor, obwohl er dazu gesetzlich nicht verpflichtet ist. Laut Gesetz muss er mir nur in seiner Wohnung Einsicht gewähren – aber da sind ja seine Frau und Kinder.

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    • ednong schreibt:

      Hm,
      da gibt es genügend Ausnahmen. Eine wäre der weite Weg, wenn er außerhalb wohnt (ich nehm aber mal an, er wohnt im gleichen Haus). Dann wären da eine nicht mögliche Terminvereinbarung auf Grund unterschiedlicher Arbeitszeiten. Oder Krankheit etc.

      Allerdings – wenn du die Kopien von ihm zugesandt bekommst, kann er dafür immerhin 25 Cent berechnen. Pro Kopie. Bei meinem Vermieter ist mir das aber allemal lieber als ein Besuch seinerseits.

      PS: Was hast du nur für blöde Captchas. Ich hab hier weder japanische noch chinesische Zeichen auf meiner Tastatur …

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  4. Pingback: breakpoint’s Wayback Archive #11 //1668 | breakpoint

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