Hundertzweiundneunzig

IMHO war es verfrüht von den Kollegen bei CERN, die Entdeckung des Higgs-Bosons zu veröffentlichen.
Eigentlich hätte sie doch der Lapsus mit den überlichtschnellen Neutrinos etwas vorsichtiger agieren lassen sollen.

Nun, es bleibt zu wünschen, dass sich diesmal die Meldung als richtig erweist. Schließlich warten wir schon seit Jahrzehnten auf diese Bestätigung des Standardmodell. 125 GeV für die Masse ist ja ein durchaus plausibler Wert.

Wer hat sich bloß diese doofe Bezeichnung „Gottesteilchen“ für die Higgse ausgedacht?
Ach, ich weiß schon: Leon Lederman, aber der nannte es eigentlich anfangs „goddamn particle“.

Wenn ich mich recht erinnere, sorgt der Higgs-Mechanismus dafür, dass die anderen Teilchen über Symmetriebrechung eine Masse erhalten. Das ergibt sich, wenn man eine eichinvariante Wechselwirkungs-Lagrange-Dichte sucht.

Ach, ich mag Wechselwirkungen! 😉
Und ich mag Feynman-Diagramme.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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6 Antworten zu Hundertzweiundneunzig

  1. ednong schreibt:

    Lederman selbst hatte sich das Gottesteilchen nicht ausgedacht. Es war sein Verleger, der es so nannte.

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  2. Murgs schreibt:

    Ich habe gerade gelesen, daß „Gottesteilchen“ wohl auf dem Mist eines Verlagslektors oder Verlegers gewachsen ist. Peter Higgs selber soll deshalb stinksauer sein, da er Atheist ist.
    Ich lese Physikthemen seit mehr als dreißig Jahren nur oberflächlich. Mit 14 Punkten im Abi war das Thema durch, Für Fragen habe ich drei Physiker in der Verwandtschaft: zwei Professoren und einen Softwareentwickler 😉

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  3. Mithrahee schreibt:

    Ach ja das Higgs-Teilchen, das von Higgs auch noch gefunden ist …. Das göttliche, das warum wir auch darauf warten, das was eigentlicher Begründungskontext ist. ´Quarcs´ kommt doch auch von James Joyce, wie Joy, zu Deutsch Freude.
    Ich schiebe aber immer mein Vektor-Quarc in den Tunneleffekt (Fokker-Plank), dann machen wir zusammen immer das ´ohh, ahhh, huuu´ Modell, wahrscheinlich irdisch invariant aber wohl doch nicht singulär, vorausgesagt aber auch quasi.
    Ja, die Langrange Gleichung und die Feynmann Diagramme … da schneidet/schneiden sich die Linien in einem Punkt, differential. Und die Feynannn Diagramme waren von Richard F. ne klasse ergänzung zu den Goldstonemodellinterpretation der Tamm-Dankoff Graphen wie von Heisenberg. Allerdings ist darauf bisher nur Heisenberg damals selber eingegangen ~ paar alternativsymbole zum Hakenkreuz muste er ja haben, obwohl das ja auch die Sonne symbolisiert. Invariant? feldtheoretisch freilich. Aber ich habe die meisten Sachen von mir noch nicht auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt (x-G eV), dann wäre das aber physikalisch für die Physik voll kompatibel, wegen der relativen Mass, mehr unter Vernachlässigung der Energie.

    -greetings-

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  4. breakpoint schreibt:

    FünfhundertvierundzwanzigEndlich – endlich! – haben wir unsere gewohnten physischen Beziehungen wieder aufnehmen können (tja, unser Wiedervereinigungstag hinkt wohl dem Kalender etwas hinterher).
    Carsten war ungewöhnlich vorsichtig, aber ich muss zugeben, dass auch sanfte, la…

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