Hundertsechsundachtzig

Alles dreht sich nur noch um diese Hochzeit.

Carsten und ich wollen dem Paar eine Hochzeitsreise schenken. Carsten bezahlt und ich beteilige mich irgendwie daran, sprich, ich kümmere mich um die Buchung und Organisation.

Deshalb saßen wir noch in meinem Arbeitszimmer vor dem Computer.

Die Frage ist jetzt nur, wohin die Reise gehen soll.
Spontan schlug ich Feuerland vor.

„Feuerland?“, wiederholte Carsten irritiert, „da ist nichts los. Und im August ist es da kalt und dunkel.“
„Genau. Langweilig, kalt, und dunkel. Mit anderen Worten ideal für Flitterwochen.“
Carsten grinste: „Ich glaube nicht, dass Fiona und Sven so eine Art Hochzeitsreise wollen. Aber ich werde mir das für unseren Honeymoon vormerken.“

Ich ignorierte letztere Bemerkung und meinte sachlich: „All zu weit weg kann die Reise nicht gehen, weil die Zeit wohl zu kurz ist, um noch Visa zu bekommen.“
„Ja, wir müssen die Auswahl halt auf West- und Mitteleuropa beschränken. Da dürfte es keine Probleme geben.“
„Wie wäre es mit einer Kreuzfahrt?“ , (das stelle ich mir zumindest ein bisschen langweilig vor), „Mittelmeer oder Atlantik.“
„Hm. Ja. Mir fällt auch nichts besseres ein. Recherchiere das online und teile mir dann deine Ergebnisse mit.“
„Yes, sir!“ Für diesen Befehlston werde ich mich ganz sicher gelegentlich mal revanchieren!

Aber nicht jetzt. Ich war eher in Kuschellaune und fragte Carsten, wohin er und Ingrid auf ihrer Hochzeitsreise hingefahren seien.
Carsten schüttelte den Kopf: „Nirgendwohin. Ich bin am Montag wieder ganz normal ins Büro gegangen. Hast du etwas anderes erwartet?“
„Nun, das überrascht mich zwar nicht, aber eigentlich finde ich es traurig.“
Er zuckte die Schultern: „Für unsere Reise nach Feuerland werde ich mir wohl die Zeit nehmen. Heutzutage müsste das ja dank Internet und Mailkommunikation möglich sein.“

Ich ging nicht darauf ein sondern setzte mich stattdessen rittlings auf Carsten’s Schoß. Sofort griff er unter meine Schenkel und schob mir den Rock langsam bis zur Taille hoch. Währenddessen öffnete ich seine Hose und zog danach schnell mein Top aus. Danach befreite ich seinen Joystick, der bereits hart und voluminös auf seine Erlösung wartete.
Ach, ich glaube, ich muss mal wieder zensieren.

Feuerland ist überall!

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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5 Antworten zu Hundertsechsundachtzig

  1. Murgs schreibt:

    Da Kommentare erwünscht sind:
    Kreuzfahrt ist für dieses etwas merkwürdige Pärchen eine gute Idee 😉
    Achte auf das richtige Schiff (Typisches Klientel etwa Mumie bis scheintot) und eine der Jahreszeit entsprechende Route.
    Sollten die beiden jedoch schon über einen chiphaltigen Reisepass neuster Bauart verfügen, so steht auch Nordamerika weit offen. ESTA ist kein Hexenwerk und Internetanschluß und Kreditkarte reichen dafür.
    Ich empfehle dann Nordostküste, also Neuengland im weiteren Sinn. Etwas langweilig, ziemlich prüde aber nicht ganz so bigott wie der Bible-Belt.

    Übrigens: Wenn eine meiner Töchter so unerfahren mit 19 heiraten wollte, gäbe es aber heftig was zwischen die Hörner. Ich habe etwa Carstens Alter, aber drei etwas jüngere Mädchen.

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    • breakpoint schreibt:

      Danke für den Tip, aber die Pläne sind mittlerweile schon ziemlich konkret (westl. Mittelmeer mit Abstecher in den Atlantik) und viel interessanter als beabsichtigt.
      Ich weiß gar nicht, ob die zwei überhaupt einen Reisepass haben, oder nur Perso.

      „zwischen die Hörner“
      Sie ist volljährig. Da hat ein Vater nicht viele Möglichkeiten.

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  2. breakpoint schreibt:

    DreihundertdreiundsiebzigUnsere Vereinbarungen sehen u.a. eine Reduzierung von Carsten’s Arbeitszeit vor.
    Und zwar (mittl. Wochenarbeitszeit/h) März: 60, April: 55, Mai: 50, Juni: 45, ab Juli: 40.
    Bei Wochen mit Feiertagen oder sonstigen Besonderheiten werden wir jeweils ein…

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  3. Pingback: Dreihundertdreiundsiebzig | breakpoint

  4. Pingback: breakpoint’s Wayback Archive #0E //1645 | breakpoint

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