Hundertvierundsechzig

Wir waren gestern abends unterwegs. In der Stadt findet zur Zeit ein Volksfest statt, das wir besuchten.
Ich trug nur ein luftiges Sommerkleid. Carsten hatte keine Einwände erhoben, weder, dass es besonders kurz, noch, dass es ziemlich weit ausgeschnitten war. Er meinte nur, dass ein Zweiteiler praktischer wäre, und ich solle mich nicht beklagen, wenn es mir am späteren Abend zu kühl würde.

Wir liefen zunächst Arm in Arm über das Gelände und schauten uns um. Ich verdrückte schon mal ein Crêpe mit Grand Marnier und ein Eis.

Auffallend viele Leute trugen heuer ein Dirndl oder Lederhosen. Dabei ist dies in dieser Gegend gar nicht üblich und hat keine Tradition. Da hätten Jeans einen größeren Bezug zur Region.

Wir waren zwar erst kürzlich im Freizeitpark, fuhren aber trotzdem noch mal mit dem Riesenrad. Diesmal hatten wir eine Gondel für uns allein. Das Riesenrad war auch um einiges größer als das im Freizeitpark, und wir konnten die ganze Stadt überblicken.
Der Drehbewegung des großen Rades war eine Rotation der Gondel überlagert. Wenn ich mich mal wieder langweile, stelle ich mal die Bewegungsgleichungen auf und versuche sie zu lösen. Analytisch wird das vermutlich nicht gehen, aber ich habe ja meinen Computer und kann das numerisch machen.

Dieses Volksfest scheint auch ein gesellschaftliches Ereignis zu sein, denn Carsten traf mehrere Bekannte (ich zum Glück nicht!), samt jeweiliger Ehefrau. Das bedeutete jedes Mal Vorstellung und Smalltalk :-(.
Ein Lieferant wollte uns an seinen Tisch einladen, aber Carsten lehnte dankend ab.
Ein anderer Bekannter (ich habe total vergessen, wer er war) hatte einen Hund dabei, so ein mittelgroßer Pinscher mit braunem Fell. Der versuchte, an mir herumzuschnuppern und wollte mit seinen schmutzigen Pfoten an mir hochspringen. Widerlich. Das einzig Gute, was ich über Hunde sagen kann, ist, dass nach ihnen eine meiner Lieblingsstellungen benannt wurde.
Wir fanden schließlich zwei freie Plätze an einem Tisch, wo wir Brotzeit machten und uns eine Maß teilten.

Gegen halb neun brachen wir bereits auf, denn wir wollten auch noch etwas vom Abend haben. Wir entschlossen uns zu laufen. Die etwa vier Kilometer sind halt ein etwas ausgedehnter Spaziergang, für den wir aber beinahe zwei Stunden brauchten. Warum muss es auch so schwierig sein, in der Stadt ein ungestörtes Plätzchen zu finden?

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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Eine Antwort zu Hundertvierundsechzig

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