Hundertvierundzwanzig

Am Montag nachmittag ist Jour fixe der IT-Abteilung.

Da ich diese jetzt kommissarisch leite, war es meine Aufgabe, der Besprechung vorzusitzen.
Carsten hatte mich instruiert, kleinere Angelegenheiten selbst zu entscheiden, größere an ihn weiterzukommunizieren.
Auf meine Frage, wo die Grenze zwischen groß und klein verlaufe, meinte er nur, das solle ich ruhig selbst entscheiden. Er habe jedenfalls keine Zeit, sich um Kleinigkeiten zu kümmern.

Immerhin hat er ein internes Schreiben herausgegen, das meine Befugnisse regelt, so dass ich keine Schwierigkeiten mit den Mitarbeitern habe. Falls sich nämlich einer querstellen würde, bekäme er Ärger mit Carsten. Und das will wirklich keiner riskieren.

Bei der Besprechung war natürlich das große Thema, dass der CIO von einem Tag auf den anderen verschwunden war. Ich kannte zwar die Hintergründe, dachte aber nicht im Traum daran, die Neugier der Mitarbeiter zu befriedigen. Wenn Carsten es nicht selbst publik gemacht hat, werden sie von mir auch nichts erfahren.

Anscheinend war der CIO bei seinen Leuten recht beliebt gewesen. Trotzdem gelang es mir, das ganze Thema abzuwürgen (was sie im nachhinein noch redeten und insbesondere auch über mich, kann ich natürlich nicht kontrolieren).

Im wesentlichen berichteten die Mitarbeiter reihum, was sie vergangene Woche geleistet hatten, wo es eventuelle Schwierigkeiten gibt, und was für diese Woche noch geplant ist.
Es war eigentlich nichts dabei, was akuten Handlungsbedarf erfordert hätte. Ein paar Kleinigkeiten konnte ich gleich regeln.

Die Migration von XP auf 7 läuft weiter wie es der Planung entspricht. Etwa ein Drittel der Computer sind schon umgestellt, der Rest folgt nach und nach, wenn die jeweiligen Mitarbeiter einen neuen Computer bekommen, was alle etwa drei Jahre erfolgt.
Die Server laufen weiterhin auf 2003. Da sehe ich erst mal keinen Handlungsbedarf.

Ich wies abschließend noch darauf hin, dass der Jour fixe sich nächste Woche auf Dienstag verschieben würde, da am Montag Feiertag ist. Da ist dann wohl nur die halbe Abteilung anwesend, der Rest in Urlaub.

Tja, Carsten’s und mein Urlaub ist damit auch ad acta gelegt. Aber was soll’s. Wir wären sowieso kaum aus dem Bett gekommen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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2 Antworten zu Hundertvierundzwanzig

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