Hundertzweiundzwanzig

Ich habe das Büro des früheren CIO bezogen.

Ich habe mein Notebook dabei, so dass ich auch meinen eigenen Arbeiten nachgehen kann.
Es war anfangs unmöglich mit meinem Notebook als firmenfremder Rechner über das hiesige Netzwerk ins Internet zu kommen, bis Carsten intervenierte und meinen Rechner freischalten ließ.

Carsten und ich sind jetzt auch heute am Samstag damit beschäftigt, Aufgaben des CIO’s zu erledigen.

Gestern hatten wir uns zusammengesetzt und uns erst mal seinen Kalender vorgenommen. Alles, was nicht dringend war, wurde gnadenlos gestrichen. So haben wie die Termine auf etwa die Hälfte reduziert. Die teilten Carsten und ich dann unter uns auf. Ein paar einzelne konnten wir auch an Mitarbeiter delegieren.

Nachmittags war dann noch eine Krisensitzung mit dem kompletten Stab. Einige wären wohl gerne früher ins Wochenende gegangen, aber die Sitzung war wichtiger.
Carsten teilte den Führungskräften nur lapidar mit, dass der CIO das Unternehmen verlassen hätte. Er nannte aber keinerlei Details. Thema der Besprechung war dann welche Folgen daraus resultieren und welche Aktionen ergriffen werden müssen.

Zwischendurch verabschiedete sich die Sekretärin dann endgültig, da gestern ihr letzter Arbeitstag war. Aber das ging ziemlich unter zwischen den anderen Ereignissen.

Offenbar war der CIO ziemlich nachlässig mit seinen Aufgaben gewesen. So bin ich jetzt dabei, mehrere Guidelines durchzugehen, die ich dann entweder befürworten oder ablehnen muss.

Das ganze Gebäude ist heute leer, nur Carsten ist drei Türen weiter und arbeitet genauso. Er will nicht gestört werden, es sei denn, es hat etwas mit der Arbeit zu tun. Ja, ich habe schon verstanden, diese Räumlichkeiten sind tabu.

Um den Kaffee muss ich mich heute selbst kümmern, aber das stört mich nicht weiter. So habe ich einen Grund, mir ab und zu die Beine zu vertreten.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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2 Antworten zu Hundertzweiundzwanzig

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