Hundert

Gestern war ein superguter Tag!

Es begann damit, dass ich einen größeren Auftrag erhielt (wenig Arbeit, viel Geld). Mit einem Projekt, an dem ich arbeite, kam ich gut voran und werde es wohl vorzeitig abschließen können.

Ich war also bester Laune, hatte das Radio aufgedreht und sang zur Musik.
Bemerkenswerterweise lief gerade 10cc (sollte besser 10ml heißen, wobei ich das nie nachgemessen habe, aber ich schweife ab), als es bereits um halb fünf an der Tür klingelte.
So bald hatte ich Carsten noch gar nicht erwartet.
Bei jedem anderen Besucher hätte ich jetzt aufgehört zu singen, aber Carsten amüsiert es, wenn ich etwas unerwartetes mache, und er hört mich gerne singen.

Also sang ich weiter „.. just a silly phase ..“ und bewegte mich halb tanzend durch die Wohnung. „.. that doesn’t mean ..“ Carsten hatte ein kleines Päckchen in der Hand, das er mir hinstreckte. „.. don’t tell your friends ..“ Es war die Uhr, die er mir versprochen hatte. „.. keep your picture ..“ Ich öffnete die Verpackung „.. you’ll wait a long time ..“
Es war eine Binäruhr! Und zwar keine mit BCD-Kodierung (bei denen mich die Bit-Verschwendung gestört hätte), sondern mit richtiger dualer Kodierung! „.. be quiet ..“

Ich war begeistert und fiel Carsten spontan um den Hals.
Da spürte ich wieder die verräterisch-harte Ausbeulung in seiner Hose. Definitiv kein Handy.

Carsten meinte: „Es freut mich, dass dir die Uhr gefällt.“
„Das habe ich gemerkt,“ lächelte ich anzüglich.
Er war keine Spur verlegen: „Diese Wirkung hast du doch immer auf mich.“
„Bazinga!“ Ich streckte mich und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.

Das Radio fing jetzt an AC/DC zu spielen. Schnell machte ich es aus. Das kann einem sonst die ganze Stimmung verderben.

Carsten hatte diesmal nichts zu essen mitgebracht. Es war aber auch noch recht früh.
Wir tranken erst mal einen Kaffee und beratschlagten dabei, ob wir uns eine Pizza liefern lassen sollten oder lieber zum Essen ausgehen wollten.
Wir entschieden uns, später essen zu gehen.

Den ganzen Abend gelang es mir, absolut unverbindlich zu bleiben. Ich denke, es war ein guter Schachzug gewesen, denn Carsten schaute mich den ganzen Abend immer wieder überlegend und fragend an.

Unter anderem vereinbarten wir, schon nächstes Wochenende wieder ein Arbeitswochenende einzulegen, um insbesondere die Reise nach Stuttgart zu besprechen.
Dieses Wochenende ist Carsten in Wien. Er fliegt heute mittag los und kommt erst am Sonntag abend zurück.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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4 Antworten zu Hundert

  1. breakpoint schreibt:

    FünfhundertvierunddreißigIch hänge sehr an meiner Binäruhr, die mir Carsten vor längerer Zeit geschenkt hat.

    Aber jetzt ist sie verschwunden. Ich finde sie nicht mehr, muss sie wohl verlegt haben.
    Ich hatte schon länger das Haus danach abgesucht (möglicherweise ist sie abe…

    Gefällt mir

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