Achtundfünfzig

Seit mehreren Jahren schon arbeite ich gelegentlich mit Frank zusammen.
Er ist – genau wie ich – Freelancer.
Wenn einer von uns einen Auftrag erhält, der für einen alleine zu groß zum Stemmen ist, tun wir uns zusammen.

Frank rief mich am Freitag Nachmittag an, als die meisten Leute schon Feierabend machen.
Er hatte einen Auftrag angenommen und sich dabei wohl übernommen. Denn nach und nach stellte sich heraus, dass er den nicht alleine bis zum geforderten Termin schaffen konnte.

Also setzte Frank sich mit mir in Verbindung und hatte Glück, dass ich momentan wieder etwas freie Kapazitäten hatte.

Wenn man zu zweit an den gleichen Sourcen rumhantiert, muss man – trotz Versionsverwaltung – genau miteinander abstimmen, was jeder macht, damit es nicht zu Konflikten kommt, man sich nicht gegenseitig überschreibt, nichts doppelt und anderes dagegen gar nicht gemacht wird.

Um dies miteinander zu vereinbaren, Konfigurationseinstellung vorzunehmen und den Zugriff auf Frank’s Server einzurichten, war ich den ganzen Samstag bei Frank in der Wohnung.

Frank ist Familienvater. Deshalb krabbelte dort ständig ein Kleinkind herum. Glücklicherweise konnte es noch nicht die Tür zum Arbeitszimmer aufmachen.
Frank’s Frau dagegen wurde von der Türe nicht aufgehalten.
Mindestens alle halbe Stunde kam sie herein und brachte uns Kaffee, Kekse, Obst, ..
Normalerweise bin ich dafür ja recht aufgeschlossen, doch diesmal nervten die dauernden Störungen.
Ich hatte den Eindruck, dass das nicht Fürsorglichkeit war, sondern dass die Gute ihrem Frank einfach nicht so recht über dem Weg traute und uns deshalb ständig kontrollieren musste.
Aber wir saßen jedes mal ganz brav und unverfänglich vor den Monitoren.
Sie hätte sich gar nicht beunruhigen müssen, denn Frank ist ein absolut harmloser Zeitgenosse (zumindest seit er verheiratet ist ;- ).

Jedenfalls werde ich diese Woche auch teilweise an Frank’s Projekt arbeiten. Aber daheim in meiner Wohnung, wo ich ungestört bin.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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Eine Antwort zu Achtundfünfzig

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